Außenpolitik:Ein diplomatischer Trümmerhaufen

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Außenpolitik: "Die Truppen sind ja immer noch da": Bundeskanzler Olaf Scholz musste das Scheitern der bisherigen Vermittlungsversuche einräumen.

"Die Truppen sind ja immer noch da": Bundeskanzler Olaf Scholz musste das Scheitern der bisherigen Vermittlungsversuche einräumen.

(Foto: John Macdougall/REUTERS)

Jahrelang hat die deutsche Diplomatie versucht, Russland zu einer friedlichen Lösung der Ukraine-Krise zu drängen. Nun steht sie vor dem Nichts.

Von Daniel Brössler, Berlin

Es ist sein bisher schwerster Gang und nur dem Zufall ist geschuldet, dass er ihn nicht allein gehen muss. Eine kurze Nacht und ein halber Tag liegen hinter dem Bundeskanzler, seit er Gewissheit hat, dass sich im Osten Europas die schlimmsten Befürchtungen zu bewahrheiten beginnen. Im Kanzleramt tritt Olaf Scholz vor die Kameras, um diese Lage in Worte zu fassen. "Es sind sehr schwere Tage und Stunden für Europa. Achtzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges droht ein Krieg im Osten Europas. Es ist unsere Aufgabe, eine solche Katastrophe abzuwenden", sagt Scholz. Zu seiner Rechten steht der irische Ministerpräsident Micheál Martin, der gerade zu Besuch in Berlin ist. Eine gemeinsame Pressekonferenz stand ohnehin auf dem Programm. So hat der Bundeskanzler einen Mann an seiner Seite, der sich mit blutigen Konflikten auskennt. Das Karfreitagsabkommen hat in Irland einen fast unlösbar erscheinenden Konflikt befriedet.

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