UkraineViele Tausende ohne Strom bei eisiger Kälte

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Ein bei einem Drohnenangriff beschädigter Wohkomplex im Osten der ukrainischen Haupststadt Kiew.
Ein bei einem Drohnenangriff beschädigter Wohkomplex im Osten der ukrainischen Haupststadt Kiew. (Foto: Stefan Rousseau/PA Wire/dpa)
  • Nach schweren russischen Angriffen auf die Infrastruktur am Wochenende sind Tausende Ukrainer ohne Strom und Heizung bei Temperaturen unter minus zwölf Grad.
  • In Kiew waren nach den Luftattacken vom Freitag noch über 1000 Wohngebäude ohne Heizung, die Temperaturen sollen auf minus 20 Grad fallen.
  • Durch einen ukrainischen Drohnenangriff sind in der russischen Oblast Belgorod 600 000 Menschen ohne Strom, der UN-Sicherheitsrat befasst sich am Montag mit den Angriffen.
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Infolge heftiger russischer Angriffe auf die Infrastruktur während des Wochenendes müssen die Menschen ohne Heizung ausharren.

⁠Nach den schweren Angriffen auf die zivile Infrastruktur in Ukraine am Freitag haben dem ukrainischen Energieministerium zufolge russische Streitkräfte in der Nacht zum Sonntag erneut das Stromnetz des Landes ‍angegriffen. Dabei sei vorübergehend die Stromversorgung in den südöstlichen Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja unterbrochen worden. „In dieser Woche gab es keinen einzigen Tag ‌ohne Angriffe auf Energieanlagen und kritische Infrastruktur“, teilte Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko mit. Insgesamt seien 44 Angriffe verzeichnet worden. Der vierte Kriegswinter könnte der bisher kälteste werden, da die Schäden am Netz die ⁠Versorger an ihre Grenzen bringen.

Die Temperaturen sollen auf minus 20 Grad fallen

Die Temperaturen, die bereits unter minus ‌zwölf Grad Celsius liegen, sollen im Laufe der Woche auf minus 20 Grad fallen. In der Hauptstadt Kiew waren nach den massiven Luftattacken vom Freitag noch mehr als 1000 Wohngebäude weiter ohne Heizung. Zunächst waren in der Dreimillionenstadt 6000 Wohnblocks, etwa die Hälfte der Wohnhäuser, ohne Heizung. „Die Lage bei der Energieversorgung in der Hauptstadt ‍bleibt sehr schwierig“, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram ‌mit. Russland wolle mit schweren Luftangriffen mitten im Winter die großen Städte unbewohnbar machen, sagte Präsident Wolodimir Selenskij in seiner Videobotschaft.

Auch ukrainische Streitkräfte attackierten nach russischen Angaben Energieversorgungsanlagen an. Durch einen ukraischen Drohnenangriff sind in der russischen Oblast Belgorod an der Grenze zur Ukraine dem Gouverneur zufolge 600 000 Menschen ohne Strom. An der Wiederherstellung werde gearbeitet, die Lage sei jedoch äußerst schwierig, schreibt Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram. Aufnahmen von Reuters in der Stadt Belgorod zeigten, dass die Straßenbeleuchtung ausgeschaltet war und Anwohner sich ‍mit Taschenlampen und Autoscheinwerfern den Weg suchten. An diesem Montag wird sich der UN-Sicherheitsrat nach ukrainischen Angaben in einer Dringlichkeitssitzung mit dem jüngsten russischen Großangriff befassen. Dabei sei ‌auch eine ballistische Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik eingesetzt worden, teilte Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X mit. „Bei dem Treffen wird es um die eklatanten Verstöße Russlands gegen die UN-Charta gehen“, schreibt er.

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