Dieser Liveblog ist archiviert und wird nicht mehr aktualisiert. Die aktuelle Berichterstattung finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in der Ukraine .
Wichtige Updates
Witkoff: Weitere Ukraine-Gespräche nächste Woche in Abu Dhabi geplant
Spionage: EU-Meldepflicht für russische Diplomaten in Kraft
Behörden melden Raketenangriff auf russische Grenzregion
Selenskij will nach russischen Angriffen Flugabwehr stärken
Russland greift Ukraine während Abu-Dhabi-Verhandlungen an
Marie Gundlach
Gespräche in Abu Dhabi beendet
Es ging dann doch ganz schnell: Nur wenige Stunden nach Beginn des zweiten Verhandlungstages in Abu Dhabi ist schon wieder Schluss. Die Delegationen aus Moskau, Kiew und Washington seien in ihre Hotels zurückgekehrt, eine Fortsetzung heute sei nicht mehr geplant, berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Verhandlungskreise. Konkrete Ergebnisse wurden bisher nicht bekannt.
Nach aus Verhandlungskreisen durchdringenden Informationen sind beide Kriegsparteien grundsätzlich mit dem Verlauf der Gespräche zufrieden. Es gebe Resultate, doch diese würden von den Verantwortlichen daheim verkündet, zitierte Tass ein Mitglied der russischen Verhandlungsdelegation. Das russische Außenministerium erklärt unterdessen mit Blick auf mögliche weitere Treffen in Istanbul, Moskau bleibe offen für eine Fortsetzung des Dialogs. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur RIA.
Die Ukraine habe die Verhandlungen ebenfalls als „positiv“ und „konstruktiv“ bewertet, schrieb der politische Beobachter von Axios, Barak Ravid, auf X. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hält ein Folgetreffen in der kommenden Woche für möglich. Die Gespräche seien konstruktiv gewesen, und die Ukraine sei zu weiteren Gesprächen bereit, sagt Selenskij. Militärvertreter hätten eine Liste von Themen für eine mögliche nächste Begegnung identifiziert. Zudem habe die US-Seite Formate angesprochen, um Parameter für ein Ende des Krieges zu formalisieren.
Nach aus Verhandlungskreisen durchdringenden Informationen sind beide Kriegsparteien grundsätzlich mit dem Verlauf der Gespräche zufrieden. Es gebe Resultate, doch diese würden von den Verantwortlichen daheim verkündet, zitierte Tass ein Mitglied der russischen Verhandlungsdelegation. Das russische Außenministerium erklärt unterdessen mit Blick auf mögliche weitere Treffen in Istanbul, Moskau bleibe offen für eine Fortsetzung des Dialogs. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur RIA.
Die Ukraine habe die Verhandlungen ebenfalls als „positiv“ und „konstruktiv“ bewertet, schrieb der politische Beobachter von Axios, Barak Ravid, auf X. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hält ein Folgetreffen in der kommenden Woche für möglich. Die Gespräche seien konstruktiv gewesen, und die Ukraine sei zu weiteren Gesprächen bereit, sagt Selenskij. Militärvertreter hätten eine Liste von Themen für eine mögliche nächste Begegnung identifiziert. Zudem habe die US-Seite Formate angesprochen, um Parameter für ein Ende des Krieges zu formalisieren.
Auch die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) sprechen von einer „konstruktiven und positiven Atmosphäre“. Ein Regierungssprecher teilt mit, der direkte Austausch habe sich auf noch offene Punkte des von den USA vorgeschlagenen Friedensplans konzentriert.
Bei den Verhandlungen geht es darum, einen Weg zur Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zu finden. Russland fordert von der Ukraine die Abtretung von Gebieten und den Verzicht auf die Nato-Mitgliedschaft sowie auf eine schlagkräftige Armee. Vor allem einen weiteren Rückzug aus den bislang nicht von russischen Militärs besetzten Gebieten hat die Ukraine abgelehnt. Die USA wollen als Vermittler beide Seiten zu Kompromissen bewegen.
Bei den Verhandlungen geht es darum, einen Weg zur Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zu finden. Russland fordert von der Ukraine die Abtretung von Gebieten und den Verzicht auf die Nato-Mitgliedschaft sowie auf eine schlagkräftige Armee. Vor allem einen weiteren Rückzug aus den bislang nicht von russischen Militärs besetzten Gebieten hat die Ukraine abgelehnt. Die USA wollen als Vermittler beide Seiten zu Kompromissen bewegen.
Michelle Ostwald
Witkoff: Weitere Ukraine-Gespräche nächste Woche in Abu Dhabi geplant
In der kommenden Woche sind nach US-Angaben in den Vereinigten Arabischen Emiraten weitere Gespräche zur Beendigung des Krieges geplant. Zu den am Freitag und Samstag abgehaltenen trilateralen Gesprächen zwischen Kiew, Moskau und Washington schrieb der US-Sondergesandte Steve Witkoff auf der Plattform X, diese seien "sehr konstruktiv" gewesen. Es seien Pläne gemacht worden, "die Gespräche nächste Woche in Abu Dhabi fortzusetzen".
Michelle Ostwald
Spionage: EU-Meldepflicht für russische Diplomaten in Kraft
Zur Abwehr von Spionage und Desinformation gilt in der EU von diesem Sonntag an eine Meldepflicht für russische Diplomaten und Konsularbeamte sowie für ihre Mitarbeiter und Familienangehörigen. Sie müssen ab nun ihre Reisen zwischen Mitgliedstaaten mindestens 24 Stunden vorab in den Ziel- und Durchreiseländern anmelden. Letztere können zudem auch eine Genehmigungspflicht für die Einreise oder Durchreise einführen, um Reisen im Zweifelsfall verbieten zu können.
Als Begründung für die Einschränkung der Bewegungsfreiheit heißt es, die betroffenen Personen würden zum Teil eingesetzt, um nachrichtendienstliche Operationen zur Verteidigung der russischen Aggression gegen die Ukraine durchzuführen. Solche Maßnahmen umfassten in erster Linie die Beteiligung an geheimen Aktivitäten wie Spionage und die Verbreitung von Desinformation über den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, um die öffentliche Meinung zu verzerren.
Als Begründung für die Einschränkung der Bewegungsfreiheit heißt es, die betroffenen Personen würden zum Teil eingesetzt, um nachrichtendienstliche Operationen zur Verteidigung der russischen Aggression gegen die Ukraine durchzuführen. Solche Maßnahmen umfassten in erster Linie die Beteiligung an geheimen Aktivitäten wie Spionage und die Verbreitung von Desinformation über den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, um die öffentliche Meinung zu verzerren.
Philipp Saul
Behörden melden Raketenangriff auf russische Grenzregion
Die westrussische Großstadt Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine ist nach Behördenangaben von einem schweren Raketenangriff getroffen worden. „Unseren Informationen nach war es der massivste Raketenbeschuss Belgorods“, schrieb der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, bei Telegram. Demnach wurden Energieanlagen getroffen. Tote und Verletzte habe es ersten Informationen nach aber nicht gegeben, fügte er hinzu.
Russland beschießt seit Kriegsbeginn systematisch die Infrastruktur der benachbarten Ukraine. Das Energienetz dort ist inzwischen so geschwächt, dass vielerorts die Menschen täglich stundenlang ohne Strom und Heizung auskommen müssen. Aber auch die Russen selbst spüren zunehmend die Folgen des Kriegs. Belgorod ist in Russland eine der am stärksten betroffenen Regionen. Wegen ukrainischer Angriffe ist dort ebenfalls die Stromversorgung eingeschränkt.
Russland beschießt seit Kriegsbeginn systematisch die Infrastruktur der benachbarten Ukraine. Das Energienetz dort ist inzwischen so geschwächt, dass vielerorts die Menschen täglich stundenlang ohne Strom und Heizung auskommen müssen. Aber auch die Russen selbst spüren zunehmend die Folgen des Kriegs. Belgorod ist in Russland eine der am stärksten betroffenen Regionen. Wegen ukrainischer Angriffe ist dort ebenfalls die Stromversorgung eingeschränkt.
Marie Gundlach
Gespräche in Abu Dhabi gehen in die nächste Runde
Ukraine und Russland haben den zweiten Tag der Verhandlungen in Abu Dhabi begonnen. Nach Medieninformationen soll heute auch das heikle Thema Gebietsabtretungen diskutiert werden. Mehrere Dokumente würden studiert und erörtert, hieß es der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge aus russischen Delegationskreisen. „Sowohl Territorien als auch (Sicherheits-)Garantien und andere Aspekte“, zitierte die Agentur ihren Informanten.
Das Thema Gebietsabtretungen ist eines der heikelsten bei den Gesprächen über einen Frieden. Russland fordert neben den ohnehin schon besetzten Gebieten im Osten der Ukraine weitere Landstriche, konkret die auch nach knapp vier Jahren noch nicht eroberten Reste des Gebietes Donezk, für sich ein. Die Ukraine wiederum lehnt einen einseitigen Rückzug aus der Region ab. Wohl auch wegen dieser grundlegend gegensätzlichen Forderungen könnte es ein langer Verhandlungstag werden.
Das Thema Gebietsabtretungen ist eines der heikelsten bei den Gesprächen über einen Frieden. Russland fordert neben den ohnehin schon besetzten Gebieten im Osten der Ukraine weitere Landstriche, konkret die auch nach knapp vier Jahren noch nicht eroberten Reste des Gebietes Donezk, für sich ein. Die Ukraine wiederum lehnt einen einseitigen Rückzug aus der Region ab. Wohl auch wegen dieser grundlegend gegensätzlichen Forderungen könnte es ein langer Verhandlungstag werden.
Dimitri Taube
Selenskij will nach russischen Angriffen Flugabwehr stärken
Die russischen Luftangriffe in der Nacht auf die Ukraine gehörten nach Angaben von Präsident Wolodimir Selenskij zu den schwersten seit Wochen. „In der Nacht hat Russland unsere Regionen massiv attackiert – sie haben 370 Kampfdrohnen und 21 Raketen unterschiedlicher Typen abgefeuert“, schrieb er auf Telegram. Als Reaktion bat er um schnelle westliche Hilfe bei der Stärkung der Flugabwehr.
Infolge der Angriffe habe es erneut schwere Schäden an der Infrastruktur zur Energieversorgung gegeben. „Jeder dieser russischen Schläge gegen die Energieversorgung zeigt, dass wir mit den Flugabwehr-Lieferungen nicht zögern können.“ Er zähle auf eine Reaktion und die Hilfe der westlichen Partner, schrieb Selenskij.
Insbesondere wandte er sich an die USA: Die in Davos vereinbarten Maßnahmen müssten „vollständig umgesetzt“ werden, sagt Selenskij. Er und Trump hatten sich am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum getroffen und über Unterstützung bei der Luftabwehr gesprochen, ohne jedoch Details zu nennen.
Infolge der Angriffe habe es erneut schwere Schäden an der Infrastruktur zur Energieversorgung gegeben. „Jeder dieser russischen Schläge gegen die Energieversorgung zeigt, dass wir mit den Flugabwehr-Lieferungen nicht zögern können.“ Er zähle auf eine Reaktion und die Hilfe der westlichen Partner, schrieb Selenskij.
Insbesondere wandte er sich an die USA: Die in Davos vereinbarten Maßnahmen müssten „vollständig umgesetzt“ werden, sagt Selenskij. Er und Trump hatten sich am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum getroffen und über Unterstützung bei der Luftabwehr gesprochen, ohne jedoch Details zu nennen.
Viktoria Spinrad
Russland greift Ukraine während Abu-Dhabi-Verhandlungen an
Während der laufenden Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland ist die ukrainische Hauptstadt Kiew einmal mehr von einer Welle russischer Luftangriffe getroffen worden. Die ukrainische Luftwaffe und das Nachrichtenportal Kyiv Independent meldeten nach Mitternacht, die Millionenstadt stehe schwer unter Beschuss. Behördenvertretern zufolge seien in mehreren Stadtteilen Drohnen und Raketen eingeschlagen. Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb, es gebe mindestens ein Todesopfer und vier Verletzte. In einigen Stadtteilen gebe es zudem erneut Probleme mit der Wärme- und Wasserversorgung.
Auch aus der Großstadt Charkiw nahe der Grenze zu Russland wurden schwere Luftangriffe gemeldet. Nach Angaben von Bürgermeister Ihor Terechow wurden dort mindestens 19 Menschen verletzt. Mehrere Krankenhäuser und Wohngebäude seien beschädigt, manche Opfer unter Gebäudetrümmern eingeschlossen worden, schrieb er bei Telegram. Nach Angaben von Gouverneur Oleh Synjehubow sind unter den Verletzten eine Schwangere und ein Kind.
Am Morgen meldeten zudem die Behörden der nordukrainischen Stadt Tschernihiw einen schweren Angriff auf Energieanlagen. Fast in der gesamten Stadt sei der Strom ausgefallen, teilte der Pressedienst des Stadtparlaments mit. Die Umstellung auf Reservekapazitäten werde einige Zeit in Anspruch nehmen.
Die jüngsten Angriffe erfolgten, nachdem Unterhändler aus der Ukraine, Russland und den USA am Freitag den ersten von zwei Gesprächstagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten beendet hatten. Am ersten Verhandlungstag in Abu Dhabi ist es nach ukrainischen Angaben um die Parameter für das Ende des Krieges gegangen. Auch die weitere Logik des Verhandlungsprozesses sei erörtert worden, „mit dem Ziel, einen würdigen und dauerhaften Frieden zu erreichen“, sagte der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow.
Auch aus der Großstadt Charkiw nahe der Grenze zu Russland wurden schwere Luftangriffe gemeldet. Nach Angaben von Bürgermeister Ihor Terechow wurden dort mindestens 19 Menschen verletzt. Mehrere Krankenhäuser und Wohngebäude seien beschädigt, manche Opfer unter Gebäudetrümmern eingeschlossen worden, schrieb er bei Telegram. Nach Angaben von Gouverneur Oleh Synjehubow sind unter den Verletzten eine Schwangere und ein Kind.
Am Morgen meldeten zudem die Behörden der nordukrainischen Stadt Tschernihiw einen schweren Angriff auf Energieanlagen. Fast in der gesamten Stadt sei der Strom ausgefallen, teilte der Pressedienst des Stadtparlaments mit. Die Umstellung auf Reservekapazitäten werde einige Zeit in Anspruch nehmen.
Die jüngsten Angriffe erfolgten, nachdem Unterhändler aus der Ukraine, Russland und den USA am Freitag den ersten von zwei Gesprächstagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten beendet hatten. Am ersten Verhandlungstag in Abu Dhabi ist es nach ukrainischen Angaben um die Parameter für das Ende des Krieges gegangen. Auch die weitere Logik des Verhandlungsprozesses sei erörtert worden, „mit dem Ziel, einen würdigen und dauerhaften Frieden zu erreichen“, sagte der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow.
Viktoria Spinrad
Wer bei den Gesprächen an diesem Samstag dabei sein soll
Die Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien über ein Ende des russischen Feldzugs gegen die Ukraine sollen an diesem Samstag in Abu Dhabi weitergehen. Nach ukrainischen Angaben werden auch Generalstabschef Andrij Hnatow und der stellvertretende Chef des Militärgeheimdienstes, Generalleutnant Wadym Skibizkyj, dazustoßen. Die russische Verhandlungsdelegation wird angeführt vom Chef des Militärgeheimdienstes, Igor Kostjukow. Von US-Seite ist unter anderem der fürs Heer zuständige Staatssekretär Daniel Driscoll dabei.
„Wir sind bereit, je nach Verlauf des Dialogs in verschiedenen Formaten zu arbeiten“, sagte der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow. Die Erfolgsaussichten der Gespräche sind unklar. Konkrete Ergebnisse drangen bislang nicht nach außen.
„Wir sind bereit, je nach Verlauf des Dialogs in verschiedenen Formaten zu arbeiten“, sagte der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow. Die Erfolgsaussichten der Gespräche sind unklar. Konkrete Ergebnisse drangen bislang nicht nach außen.
Philipp Saul
Selenskij kündigt weitere Gespräche für Samstag an
Nach dem Auftakt der ersten direkten Gespräche zwischen Ukrainern und Russen über eine Beendigung ihres Krieges hat der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij für diesen Samstag weitere Verhandlungen angekündigt. „Das ist wichtig, denn solche trilateralen Treffen gab es schon lange nicht mehr“, sagte Selenskij in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. Es sei noch zu früh, um Schlussfolgerungen zu dem Treffen in Abu Dhabi zu ziehen. Vor allem müsse Russland, das den Angriff begonnen habe, bereit sein, den Krieg zu beenden.
„Fast stündlich erhalte ich Berichte von den ukrainischen Vertretern – sie befinden sich derzeit in den Emiraten, wo heute ukrainische, amerikanische und russische Delegationen zu Gesprächen zusammengekommen sind“, sagte Selenskij. Gesprochen werde über die Bedingungen für ein Ende des Krieges. Er stehe in ständigem Kontakt mit der Delegation unter Leitung von Chefunterhändler Rustem Umjerow, sagte Selenskij.
Bei den Gesprächen geht es im Kern darum, ob die Ukraine sich auf die russische Bedingung für einen Waffenstillstand einlässt und sich aus dem noch von Kiew kontrollierten Teil in der ostukrainischen Industrieregion Donbass zurückzieht. Nach Angaben der russischen Staatsagentur Tass, die sich auf Verhandlungskreise berief, ging es auch um die Schaffung von Pufferzonen für den Fall eines Waffenstillstandes.
„Fast stündlich erhalte ich Berichte von den ukrainischen Vertretern – sie befinden sich derzeit in den Emiraten, wo heute ukrainische, amerikanische und russische Delegationen zu Gesprächen zusammengekommen sind“, sagte Selenskij. Gesprochen werde über die Bedingungen für ein Ende des Krieges. Er stehe in ständigem Kontakt mit der Delegation unter Leitung von Chefunterhändler Rustem Umjerow, sagte Selenskij.
Bei den Gesprächen geht es im Kern darum, ob die Ukraine sich auf die russische Bedingung für einen Waffenstillstand einlässt und sich aus dem noch von Kiew kontrollierten Teil in der ostukrainischen Industrieregion Donbass zurückzieht. Nach Angaben der russischen Staatsagentur Tass, die sich auf Verhandlungskreise berief, ging es auch um die Schaffung von Pufferzonen für den Fall eines Waffenstillstandes.
Amelie Schmidt
Frankreich fängt mutmaßlich russischen "Schattentanker" ab
Die französische Marine hat den festgesetzten Öltanker „Grinch“ in den Hafen von Marseille umgeleitet, wie Reuters aus Ermittlerkreisen erfuhr. Im Verdacht, das Schiff gehöre zur sogenannten "Schattenflotte", die Russland trotz Sanktionen den Export von Öl ermöglicht, hatte die Marine das Schiff abgefangen. Der Zugriff erfolgte auf hoher See im westlichen Mittelmeer, teilte die französische Seepolizei mit. Das Schiff, das Anfang Januar den russischen Hafen Murmansk verlassen hatte, fuhr unter der falschen Flagge der Komoren. Andere Länder, darunter Großbritannien, hätten den Einsatz Frankreichs unterstützt, hieß es.
Ein Großteil des russischen Öls wird von einer "Schattenflotte" transportiert, die versucht, sich westlichen Kontrollen und Sanktionen zu entziehen. Im Oktober hatte Frankreich bereits einen anderen sanktionierten Tanker, die „Boracay“, festgesetzt, diesen jedoch nach wenigen Tagen wieder freigegeben.
Ein Großteil des russischen Öls wird von einer "Schattenflotte" transportiert, die versucht, sich westlichen Kontrollen und Sanktionen zu entziehen. Im Oktober hatte Frankreich bereits einen anderen sanktionierten Tanker, die „Boracay“, festgesetzt, diesen jedoch nach wenigen Tagen wieder freigegeben.
Amelie Schmidt
Bei den Gesprächen zwischen der Ukraine, Russland und den USA steht die Territorialfrage im Mittelpunkt
In Abu Dhabi haben die trilateralen Gespräche zwischen Vertretern der Ukraine, Russlands und der USA begonnen. Das teilte das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate mit. Die Gespräche sollen am Samstag fortgesetzt werden. Im Kern geht es bei dem Treffen darum, wer nach einem Ende des Krieges die ostukrainische Industrieregion Donbass kontrollieren wird. „Die Frage des Donbass ist eine Schlüsselfrage“, sagte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij noch vor Beginn des Treffens. Auch der Kreml nannte den Donbass als wichtigsten Punkt des Treffens.
Moskau erhebt Anspruch auf das gesamte Gebiet Donezk im Donbass, kontrolliert es derzeit jedoch nur zu 80 Prozent. Kiew lehnt einen freiwilligen Abzug ab. Ohne eine Lösung der Territorialfrage werde es keinen dauerhaften Frieden geben, sagte der außenpolitische Berater von Kremlchef Wladimir Putin, Juri Uschakow.
Für die ukrainische Armee sind Städte wie Slowjansk und Kramatorsk im Gebiet Donezk ein strategisch wichtiger Verteidigungsgürtel, um einen Vormarsch der Russen Richtung Charkiw und zum Fluss Dnipro aufzuhalten. Selenskij reagierte auf die Forderung nach einem Rückzug mit der Gegenforderung, russische Truppen sollten sich um ebenso viele Kilometer zurückziehen. Die US-Regierung um Präsident Donald Trump versucht beide Seiten zu motivieren, in dem entmilitarisierten Streifen eine Freihandelszone einzurichten. Moskau möchte jedoch in dieser Zone die russische Polizei und die Nationalgarde patrouillieren lassen. Weil diese militärisch ausgerüstet wären, möchte Kiew diesen Vorschlag nicht annehmen.
So verläuft die Front:
Moskau erhebt Anspruch auf das gesamte Gebiet Donezk im Donbass, kontrolliert es derzeit jedoch nur zu 80 Prozent. Kiew lehnt einen freiwilligen Abzug ab. Ohne eine Lösung der Territorialfrage werde es keinen dauerhaften Frieden geben, sagte der außenpolitische Berater von Kremlchef Wladimir Putin, Juri Uschakow.
Für die ukrainische Armee sind Städte wie Slowjansk und Kramatorsk im Gebiet Donezk ein strategisch wichtiger Verteidigungsgürtel, um einen Vormarsch der Russen Richtung Charkiw und zum Fluss Dnipro aufzuhalten. Selenskij reagierte auf die Forderung nach einem Rückzug mit der Gegenforderung, russische Truppen sollten sich um ebenso viele Kilometer zurückziehen. Die US-Regierung um Präsident Donald Trump versucht beide Seiten zu motivieren, in dem entmilitarisierten Streifen eine Freihandelszone einzurichten. Moskau möchte jedoch in dieser Zone die russische Polizei und die Nationalgarde patrouillieren lassen. Weil diese militärisch ausgerüstet wären, möchte Kiew diesen Vorschlag nicht annehmen.
So verläuft die Front:
Dimitri Taube
Mehrere Tote nach russischen Drohnenangriffen in der Ostukraine
Durch russische Drohnenangriffe sind in der Ostukraine mindestens vier Zivilisten getötet worden, darunter ein fünfjähriger Junge. Weitere fünf Menschen seien verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft des Gebiets Donezk auf Facebook mit. Zu den verletzten Opfern in der Ortschaft Tscherkaske im Landkreis Kramatorsk zählen drei Minderjährige. Die Siedlung ist etwa 35 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
Dimitri Taube
Selenskij weist russische Pläne für eingefrorenes Vermögen zurück
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat den russischen Vorschlag als „Unsinn“ bezeichnet, im Westen eingefrorene russische Vermögenswerte für den Wiederaufbau auf eigenem Gebiet wie der Region Kursk zu verwenden. Die Ukraine werde darum kämpfen, alle eingefrorenen russischen Gelder für den Wiederaufbau in der Ukraine nutzen zu können, teilte Selenskij mit.
Dimitri Taube
Taiwan bietet Ukraine nach Vorwürfen Gespräche an
Taiwan hat der Ukraine Gespräche zur Bekämpfung der Sanktionsumgehung angeboten. Hintergrund sind Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij, wonach Russland unerlaubt Raketenkomponenten aus Taiwan bezieht. Der taiwanesische Präsident Lai Ching-te schrieb auf der Plattform X, man begrüße einen weiteren Informationsaustausch, um illegale Lieferungen über Drittländer und die verschleierte Endverwendung zu unterbinden. Eine Stellungnahme aus Kiew gibt es zu dem Angebot noch nicht.
Viktoria Spinrad
Territorialfrage bleibt zentraler Streitpunkt
Eine Friedenslösung zwischen Russland und der Ukraine wird weiter vom zentralen Kernstreitpunkt blockiert: Putins Forderung nach Kontrolle über ukrainische Gebiete. Das zeigt sich nach mehr als dreieinhalb Stunden Verhandlungen zwischen dem russischen Präsidenten und den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner in der Nacht zu Freitag in Moskau.
Es war bereits Witkoffs siebter Besuch bei Putin seit Trumps Amtsantritt. Dabei sollen „erhebliche Fortschritte“ beim 20-Punkte-Plan für ein Ende des Krieges erzielt worden sein, wie US-amerikanische und ukrainische Beamte mitteilten. Kiew und Moskau befänden sich jedoch weiterhin in einer Sackgasse über die Territorialfrage.
Ein Video des Auftakts auf dem Telegram-Kanal des Kremls zeigt die Gesandten bei der Begrüßung mit Putin am bekannten langen Ovaltisch. Die Unterredungen dauerten mehr als dreieinhalb Stunden, Witkoff verließ den Kreml gegen drei Uhr Ortszeit bei Schneetreiben.
Es war bereits Witkoffs siebter Besuch bei Putin seit Trumps Amtsantritt. Dabei sollen „erhebliche Fortschritte“ beim 20-Punkte-Plan für ein Ende des Krieges erzielt worden sein, wie US-amerikanische und ukrainische Beamte mitteilten. Kiew und Moskau befänden sich jedoch weiterhin in einer Sackgasse über die Territorialfrage.
Ein Video des Auftakts auf dem Telegram-Kanal des Kremls zeigt die Gesandten bei der Begrüßung mit Putin am bekannten langen Ovaltisch. Die Unterredungen dauerten mehr als dreieinhalb Stunden, Witkoff verließ den Kreml gegen drei Uhr Ortszeit bei Schneetreiben.
Die russische Seite bestätigte den verbleibenden Kernkonflikt. Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow bezeichnete die Verhandlungen als nützlich für beide Seiten. Putin habe betont, dass er aufrichtig an einer diplomatischen Beilegung des Konflikts interessiert sei – aber nur unter der Bedingung von Gebietsabtretungen der Ukraine. Als größter verbliebener Streitpunkt gilt seit Längerem die territoriale Frage, insbesondere der künftige Status der ostukrainischen Region Donezk. Die Regierung in Moskau fordert den vollständigen Abzug der ukrainischen Truppen aus dem Gebiet. Das hat Selenskijs Regierung bislang stets abgelehnt.
Das Treffen fand wenige Stunden statt, nachdem Trump am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos „gute“ Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij geführt hatte. Dieser hatte verkündet, dass sich die Ukraine und die USA auf Sicherheitsgarantien geeinigt hätten. Parallel zu den Verhandlungen waren in der Nacht zum Freitag bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf zwei Ortschaften im Südosten der Ukraine ukrainischen Angaben zufolge ein Mensch getötet und mehr als 20 weitere Personen verletzt worden. Betroffen war demnach auch die Heimatstadt Selenskijs.
Nach dem Moskau-Treffen will Witkoff in die Vereinigten Arabischen Emirate reisen, um dort trilaterale Arbeitsgruppen mit russischen und ukrainischen Vertretern zu leiten. Für Moskau werde der Chef des Militärgeheimdienstes GRU, Admiral Igor Kostjukow, die Verhandlungen leiten, teilte das russische Präsidialamt am frühen Freitagmorgen mit.
Das Treffen fand wenige Stunden statt, nachdem Trump am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos „gute“ Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij geführt hatte. Dieser hatte verkündet, dass sich die Ukraine und die USA auf Sicherheitsgarantien geeinigt hätten. Parallel zu den Verhandlungen waren in der Nacht zum Freitag bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf zwei Ortschaften im Südosten der Ukraine ukrainischen Angaben zufolge ein Mensch getötet und mehr als 20 weitere Personen verletzt worden. Betroffen war demnach auch die Heimatstadt Selenskijs.
Nach dem Moskau-Treffen will Witkoff in die Vereinigten Arabischen Emirate reisen, um dort trilaterale Arbeitsgruppen mit russischen und ukrainischen Vertretern zu leiten. Für Moskau werde der Chef des Militärgeheimdienstes GRU, Admiral Igor Kostjukow, die Verhandlungen leiten, teilte das russische Präsidialamt am frühen Freitagmorgen mit.
