Dieser Liveblog ist archiviert und wird nicht mehr aktualisiert. Die aktuelle Berichterstattung finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in der Ukraine.
Wichtige Updates
Trotz von Trump angekündigter Waffenruhe für den Energiesektor: Kiew meldet russischen Angriff auf Heizkraftwerk
Trump verkündet „Energie-Waffenruhe“ zwischen Ukraine und Russland – bisher unbestätigt
Wadephul bekräftigt Unterstützung für Ukraine und Selenskij
Russland lockert Diesel-Exportverbot nach Einigung mit Trump
Trump attackiert Selenskij: Ukraine sollte „sich einen neuen Anführer suchen“
Ulrike Putz
Trotz von Trump angekündigter Waffenruhe für den Energiesektor: Kiew meldet russischen Angriff auf Heizkraftwerk
Kurz nach der überraschenden Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass im Ukraine-Krieg alle Angriffe auf Energieanlagen sofort gestoppt werden, hat die Führung in Kiew dem Angreifer Russland einen Verstoß vorgeworfen. Sie beschuldigte das russische Militär, seine Attacken auf das Nachbarland fortgesetzt und ein Heizkraftwerk schwer getroffen zu haben. Außenminister Andrij Sybiha warf dem Kreml einen klaren Verstoß gegen die begrenzte Feuerpause vor, die laut Trumps Ankündigung vom Sonntagnachmittag (MESZ) unmittelbar in Kraft treten und für beide Kriegsparteien gelten sollte.
Der ukrainische Präsident Wolodmiri Selenskij hatte sich zunächst überrascht über Trumps Ankündigung über die auf den Energiesektor begrenzte Waffenruhe gezeigt, später äußerte er sich positiv. Seine Regierung sei dazu bereit. Nun brauche es die Zustimmung Russlands – und eine entsprechende Vereinbarung mit den USA. Von russischer Seite gab es bis zum frühen Morgen keine Reaktion.
Nach ukrainischen Angaben wurde die Stadt Charkiw im Osten des Landes vom russischen Militär mit Drohnen und Gleitbomben angegriffen. Dabei gab es nach offizieller Darstellung sechs Verletzte. Selenskij berichtete von einem Treffer in einem Heizkraftwerk. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben nicht.
Selenskijs Chefdiplomat Sybiha erklärte später, er habe Bundesaußenminister Johann Wadephul über den Angriff informiert. „Russland hat unmittelbar nach Inkrafttreten gegen die Waffenruhe im Energiebereich verstoßen“, schrieb er auf X.
Selenskijs Chefdiplomat Sybiha erklärte später, er habe Bundesaußenminister Johann Wadephul über den Angriff informiert. „Russland hat unmittelbar nach Inkrafttreten gegen die Waffenruhe im Energiebereich verstoßen“, schrieb er auf X.
Ulrike Putz
Ein Toter nach ukrainischem Drohnenangriff in russischer Region Belgorod
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Grenzregion Belgorod ist laut den örtlichen Behörden ein Mensch ums Leben gekommen. Die Drohne habe ein Auto auf einer Straße nahe der Grenze getroffen, teilt die regionale Einsatzzentrale mit. Zudem wurde im von Russland kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Donezk nach Angaben der dortigen pro-russischen Verwaltung eine weitere Person bei einem ukrainischen Angriff getötet.
US-Senatoren kritisieren Trumps Diesel-Abkommen mit Russland
Demokratische und republikanische US-Senatoren kritisieren den von Präsident Donald Trump geplanten Import russischen Diesels als rechtswidrig. Der Kongress habe im Jahr 2022 die Einfuhr russischer Energieträger untersagt, damit die USA nicht Russlands Krieg gegen die Ukraine finanzieren, heißt es in einem Schreiben von sieben Senatorinnen und Senatoren beider Parteien. „Präsident Trumps Entscheidung, russische Importe zu erlauben, steht im direkten Widerspruch zu diesem Gesetz.“ Die Vereinigten Staaten dürften Kremlchef Wladimir Putin keine Rettungsleine hinwerfen, solange er ukrainische Zivilisten töte, hieß es weiter. „Die Regierung muss ihren Kurs umgehend korrigieren.“
Moskauer Flughäfen stellen Betrieb wegen Drohnenalarm ein
Die vier Flughäfen der russischen Hauptstadt Moskau haben am Abend den Flugbetrieb wegen einfliegender ukrainischer Drohnen vorübergehend eingestellt. Auf den Flughäfen Scheremetjewo, Wnukowo, Domodedowo und Schukowski wurden alle Landungen und Starts für kurze Zeit abgesagt, berichtete die Staatsagentur Tass. Mindestens 25 anfliegende Maschinen wurden in dieser Zeit auf andere Flugplätze umgeleitet. Der Alarm wurde am späten Abend an allen Airports aufgehoben. Nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin wurden mindestens 23 ukrainische Drohnen auf ihrem Weg in die russische Metropole noch vor den Stadtgrenzen abgeschossen. Er machte jedoch keine Angaben dazu, ob Drohnen die Flugabwehr überwunden oder Schäden angerichtet hatten.
Der Flugbetrieb wurde am Abend auch in anderen Städten Russlands durch einfliegende Drohnen gestört. Unter anderem kam es in Kostroma und Jaroslawl nordöstlich von Moskau zum kurzfristigen Stopp aller Starts und Landungen.
Der Flugbetrieb wurde am Abend auch in anderen Städten Russlands durch einfliegende Drohnen gestört. Unter anderem kam es in Kostroma und Jaroslawl nordöstlich von Moskau zum kurzfristigen Stopp aller Starts und Landungen.
Selenskij meldet Angriff auf Energieanlage
Das russische Militär hat nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij ein Heizkraftwerk in der Großstadt Charkiw im Osten des Landes angegriffen und beschädigt. In seiner abendlichen Videoansprache ließ Selenskij jedoch offen, ob die Attacke vor oder nach der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Waffenruhe für Attacken auf Energieanlagen erfolgte. Bei dem Angriff mit Drohnen und Gleitbomben wurden nach Angaben der örtlichen Behörden sechs Menschen verletzt, unter ihnen ein Kind.
Selenskij: Könnte bei 60-tägiger Waffenruhe Wahlen organisieren
Nach der von US-Präsident Donald Trump verlangten Ablösung des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij hat dieser mit einem Gegenangebot reagiert. Falls Trump den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einer 60-tägigen, vollständigen Feuerpause bewegen könne, hätte die Ukraine Zeit, Neuwahlen zu organisieren, sagte Selenskij in einem Interview des US-Senders ABC. Seinen Bürgern müsse während der Wahlen Sicherheit garantiert werden.
Selenskijs reguläre Amtszeit ist bereits seit dem 20. Mai 2024 abgelaufen. Wegen des Kriegsrechts jedoch hat sich die Amtszeit laut Verfassung auf unbestimmte Zeit verlängert, da Neuwahlen unter diesen Umständen nicht möglich sind. Zudem hat Selenskij immer wieder darauf hingewiesen, dass auch die Ukrainer in den von Russland besetzten Landesteilen unbehindert an den Wahlen teilnehmen müssten.
Den jetzigen Druck aus Washington sieht Selenskij als Ausdruck der Hilflosigkeit. „Diese Leute können einfach keinen Weg finden, Putin zu stoppen“, sagte er. Daher sei es einfacher, andere unter Druck zu setzen, als den Kremlchef aufzuhalten.
Selenskijs reguläre Amtszeit ist bereits seit dem 20. Mai 2024 abgelaufen. Wegen des Kriegsrechts jedoch hat sich die Amtszeit laut Verfassung auf unbestimmte Zeit verlängert, da Neuwahlen unter diesen Umständen nicht möglich sind. Zudem hat Selenskij immer wieder darauf hingewiesen, dass auch die Ukrainer in den von Russland besetzten Landesteilen unbehindert an den Wahlen teilnehmen müssten.
Den jetzigen Druck aus Washington sieht Selenskij als Ausdruck der Hilflosigkeit. „Diese Leute können einfach keinen Weg finden, Putin zu stoppen“, sagte er. Daher sei es einfacher, andere unter Druck zu setzen, als den Kremlchef aufzuhalten.
Trump verkündet „Energie-Waffenruhe“ zwischen Ukraine und Russland – bisher unbestätigt
Laut US-Präsident Donald Trump haben Russland und die Ukraine einer Vereinbarung zugestimmt, die er als „Energie-Waffenruhe“ bezeichnet. Diese gelte mit sofortiger Wirkung, erklärt Trump in den sozialen Medien. Einzelheiten nennt er nicht. Eine Bestätigung Moskau liegt zunächst nicht vor. Mit einer ähnlichen Äußerung war Trump bereits Mitte September vorgeprescht. Beide Seiten hatten ihre Angriffe danach allerdings fortgesetzt.
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij sagte dem Portal „Axios“, die Trump zufolge vereinbarte Waffenruhe „ist mir neu. Aber wenn die Russen einem Energie-Waffenstillstand zustimmen, wird die Ukraine ebenfalls zustimmen.“ Auf der Plattform X teilt Selenskij mit, er habe mit dem kanadischen Premier Mark Carney, dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb und Nato-Generalsekretär Mark Rutte über den Vorstoß Trumps gesprochen. „Die Ukraine unterstützt die Waffenruhe, es ist aber wichtig, dass auch Russland dies tut“, schrieb er. „Wir warten jetzt auf die Details von der amerikanischen Seite.“
Kurz vor Trumps Post hatte sich der ukrainische Präsident Selenskij bereit erklärt, dass die Ukraine ihre Angriffe auf russische Öl-Raffinerien einstelle, falls Russland im Gegenzug die ukrainische Energie-Infrastruktur verschone. Trump hatte einen Stopp der ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien gefordert und sich für eine Ablösung Selenskijs ausgesprochen.
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij sagte dem Portal „Axios“, die Trump zufolge vereinbarte Waffenruhe „ist mir neu. Aber wenn die Russen einem Energie-Waffenstillstand zustimmen, wird die Ukraine ebenfalls zustimmen.“ Auf der Plattform X teilt Selenskij mit, er habe mit dem kanadischen Premier Mark Carney, dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb und Nato-Generalsekretär Mark Rutte über den Vorstoß Trumps gesprochen. „Die Ukraine unterstützt die Waffenruhe, es ist aber wichtig, dass auch Russland dies tut“, schrieb er. „Wir warten jetzt auf die Details von der amerikanischen Seite.“
Kurz vor Trumps Post hatte sich der ukrainische Präsident Selenskij bereit erklärt, dass die Ukraine ihre Angriffe auf russische Öl-Raffinerien einstelle, falls Russland im Gegenzug die ukrainische Energie-Infrastruktur verschone. Trump hatte einen Stopp der ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien gefordert und sich für eine Ablösung Selenskijs ausgesprochen.
Wadephul bekräftigt Unterstützung für Ukraine und Selenskij
Nach dem Streit zwischen Kiew und dem US-Präsidenten Donald Trump hat Deutschlands Außenminister Johann Wadephul der Ukraine weitere Unterstützung zugesagt. „Wir brauchen weiter Konsequenz und Klarheit an der Seite der Ukraine“, sagte er in Berlin vor Beratungen des CDU-Präsidiums.
„Wir brauchen nicht weniger, wir brauchen mehr Druck auf Putin, dass er bereit ist, zu verhandeln“, fügte Wadephul mit Blick auf Kremlchef Wladimir Putin hinzu. Europa brauche Stabilität. „Und das bedeutet, dass wir ganz klar weiter an der Seite der Ukraine stehen, übrigens auch an der Seite der Regierung stehen, und den Präsidenten bei der Ausübung seines schweren Amtes voll unterstützen“, sagte der CDU-Politiker. Auf die Forderung Trumps nach einem neuen Präsidenten in der Ukraine ging er nicht explizit ein.
Wadephul sagte, es sei in dieser Zeit klar, dass wir Verhandlungen brauchen. Er merkte jedoch an: „Während ein Team der Ukraine in Miami war und mit den Vereinigten Staaten darüber gesprochen hat, wie man ein Verhandlungsergebnis erzielen kann, hat Putin aber weiter die Ukraine bombardieren lassen.“ Gerade in der letzten Woche seien viele Zivilisten ums Leben gekommen.
„Wir brauchen nicht weniger, wir brauchen mehr Druck auf Putin, dass er bereit ist, zu verhandeln“, fügte Wadephul mit Blick auf Kremlchef Wladimir Putin hinzu. Europa brauche Stabilität. „Und das bedeutet, dass wir ganz klar weiter an der Seite der Ukraine stehen, übrigens auch an der Seite der Regierung stehen, und den Präsidenten bei der Ausübung seines schweren Amtes voll unterstützen“, sagte der CDU-Politiker. Auf die Forderung Trumps nach einem neuen Präsidenten in der Ukraine ging er nicht explizit ein.
Wadephul sagte, es sei in dieser Zeit klar, dass wir Verhandlungen brauchen. Er merkte jedoch an: „Während ein Team der Ukraine in Miami war und mit den Vereinigten Staaten darüber gesprochen hat, wie man ein Verhandlungsergebnis erzielen kann, hat Putin aber weiter die Ukraine bombardieren lassen.“ Gerade in der letzten Woche seien viele Zivilisten ums Leben gekommen.
Angriff auf Saporischschja: Zahl der Toten steigt auf 23
Nach einem heftigen russischen Angriff auf Saporischschja ist die Zahl der Toten auf 23 gestiegen. Die Rettungsarbeiten nach dem Angriff vom Samstag seien abgeschlossen, teilte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij in sozialen Medien mit. Unter den Toten seien vier Minderjährige. „Der wahre Grund für den Krieg in Europa ist Russland, und Russland allein“, schrieb Selenskij. Die Ukraine sei bereit, Angriffe auf russische Raffinerien zu stoppen, wenn Russland ukrainische Energieanlagen nicht mehr angreife, wiederholte er und warf Kremlchef Wladimir Putin vor, das nicht zu wollen.
Russland habe am Samstag und in der Nacht eine medizinische Einrichtung in Charkiw, zivile Infrastruktur, Wohnhäuser und Energieinfrastruktur attackiert. In Slowjansk sei am Morgen ein Wohnhaus getroffen worden. Menschen könnten sich noch unter den Trümmern befinden. Russland habe allein in dieser Woche rund 1 450 Gleitbomben, 75 Raketen und Marschflugkörper sowie mehr als 1 640 Drohnen, ein Großteil davon mit Düsenantrieb, eingesetzt.
Russland habe am Samstag und in der Nacht eine medizinische Einrichtung in Charkiw, zivile Infrastruktur, Wohnhäuser und Energieinfrastruktur attackiert. In Slowjansk sei am Morgen ein Wohnhaus getroffen worden. Menschen könnten sich noch unter den Trümmern befinden. Russland habe allein in dieser Woche rund 1 450 Gleitbomben, 75 Raketen und Marschflugkörper sowie mehr als 1 640 Drohnen, ein Großteil davon mit Düsenantrieb, eingesetzt.

Rettungskräfte arbeiten sich durch die Trümmer eines Wohngebäudes in Saporischschja. Das Haus wurde bei einem russischen Luftangriff am Samstag beschädigt. Foto: Stringer/Reuters
Ukraine trifft erneut russischen Internetkonzern Yandex
Die Ukraine hat bei ihren Gegenangriffen erneut ein Rechenzentrum des russischen Internetkonzerns Yandex getroffen. Infolge eines Drohnenangriffs sei Infrastruktur eines Rechenzentrums im mehr als 170 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Wladimir beschädigt worden, teilte das Unternehmen mit. Der Betrieb des Rechenzentrums sei vollständig eingestellt und einige Dienste nicht erreichbar.
Verletzte gab es demnach nicht. Berichten zufolge haben Menschen in mehreren Regionen Russlands und auch im Ausland unter anderem Probleme dabei, den Bezahl- oder Taxidienst zu nutzen. Bereits am Donnerstag und Freitag hatte die Ukraine Standorte des Internetriesen in Sassowo im Gebiet Rjasan und in Kaluga getroffen.
Russland hatte zuvor mehrfach Datenzentren in der Ukraine angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte zudem am Morgen mit, unter anderem ein Rechenzentrum in der ukrainischen Hafenstadt Odessa attackiert zu haben. Die ukrainischen Streitkräfte würden es zur Verarbeitung, Übertragung und Speicherung von Informationen nutzen, hieß es zur Begründung.
Russland hatte zuvor mehrfach Datenzentren in der Ukraine angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte zudem am Morgen mit, unter anderem ein Rechenzentrum in der ukrainischen Hafenstadt Odessa attackiert zu haben. Die ukrainischen Streitkräfte würden es zur Verarbeitung, Übertragung und Speicherung von Informationen nutzen, hieß es zur Begründung.
Nach Trump-Attacke: Ukrainische Regierung stützt Selenskij
Die ukrainische Regierung weist die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einem neuen Präsidenten zurück. Außenminister Andrij Sybiha schrieb am Abend auf der Plattform X, Selenskij genieße die Unterstützung des ukrainischen Volkes und dieses habe das Recht, selbst zu entscheiden. „Äußerungen aus dem Ausland bestätigen nur, dass er seine Aufgabe gut erfüllt. Er verdient Unterstützung.“
Trump hatte am Samstag einen neuen Präsidenten für die Ukraine gefordert und behauptet, Selenskij habe vielfach die Gelegenheit gehabt, den Ukraine-Krieg zu beenden, und sich dagegen entschieden. Russland beschoss die ukrainische Hauptstadt Kiew am Samstagabend. Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb auf der Plattform Telegram, es gebe bereits acht Verletzte, darunter eine 15-Jährige.
Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Europaparlaments, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), schrieb auf X, wenn Trump Selenskij zum Rücktritt auffordere, stelle er sich unmissverständlich auf die Seite des Mörders. „Über die Führung der Ukraine entscheiden alleine die Ukrainerinnen und Ukrainer in freien Wahlen, nicht das Weiße Haus und schon gar nicht der Kreml.“
Trump hatte am Samstag einen neuen Präsidenten für die Ukraine gefordert und behauptet, Selenskij habe vielfach die Gelegenheit gehabt, den Ukraine-Krieg zu beenden, und sich dagegen entschieden. Russland beschoss die ukrainische Hauptstadt Kiew am Samstagabend. Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb auf der Plattform Telegram, es gebe bereits acht Verletzte, darunter eine 15-Jährige.
Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Europaparlaments, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), schrieb auf X, wenn Trump Selenskij zum Rücktritt auffordere, stelle er sich unmissverständlich auf die Seite des Mörders. „Über die Führung der Ukraine entscheiden alleine die Ukrainerinnen und Ukrainer in freien Wahlen, nicht das Weiße Haus und schon gar nicht der Kreml.“
Russland lockert Diesel-Exportverbot nach Einigung mit Trump
Nach der Vereinbarung zwischen Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump hebt die russische Regierung ihr Exportverbot für Diesel teilweise auf. Die Lockerung gelte mit sofortiger Wirkung, teilt die Führung in Moskau mit. Demnach sollen die USA und die Weltmärkte wieder mit russischem Treibstoff versorgt werden. „Die Produktionsmengen reichen aus, um sowohl die Inlandsnachfrage vollständig zu decken als auch die Exporte auf den Weltmarkt in den festgelegten Mengen zu bedienen“, erklärt der russische Vizeregierungschef Alexander Nowak.
Trump attackiert Selenskij: Ukraine sollte „sich einen neuen Anführer suchen“
US-Präsident Donald Trump verlangt einen Führungswechsel in der Ukraine und ein Ende der ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij solle diese Angriffe „verdammt noch mal“ einstellen, sagte Trump vor Journalisten im Weißen Haus. „Ich schlage vor, dass sie sich einen neuen Anführer suchen, der einen Deal machen kann“, erklärte er weiter.
Selenskij hatte sich mehrfach zu direkten Gesprächen mit Putin bereiterklärt, aber Einladungen nach Moskau kategorisch abgelehnt. Ein Wechsel an der Staatsspitze der Ukraine ist aktuell nicht möglich, da laut Verfassung eine Wahl zu Kriegszeiten ausgeschlossen ist.
Trump ist vor den US-Wahlen am 3. November innenpolitisch unter Druck geraten, weil die Benzinpreise infolge des von ihm begonnenen Iran-Kriegs gestiegen sind. Deswegen hat Trump mit dem Kreml vereinbart, dass Russland entgegen bisherigen Sanktionen Diesel in die USA und auf den Weltmarkt liefert, damit die Preise sinken. Selenskij hatte die Vereinbarung kritisiert, da sie Russland Mittel zur Kriegsfinanzierung verschaffe.
Trump beschuldigte Selenskij zudem, mit Angriffen auf den russischen Energiesektor zur Knappheit an Diesel beigetragen zu haben. „Er will unseren Landwirten und Viehzüchtern Probleme mit Dieselkraftstoff bereiten, denn Russland liefert einen großen Teil des Dieselkraftstoffs weltweit“, behauptete Trump. Tatsächlich waren die Preise für Rohöl und Diesel infolge des Iran-Kriegs in die Höhe geschossen, den die USA und Israel im vergangenen Februar begonnen hatten.
Selenskij hatte sich mehrfach zu direkten Gesprächen mit Putin bereiterklärt, aber Einladungen nach Moskau kategorisch abgelehnt. Ein Wechsel an der Staatsspitze der Ukraine ist aktuell nicht möglich, da laut Verfassung eine Wahl zu Kriegszeiten ausgeschlossen ist.
Trump ist vor den US-Wahlen am 3. November innenpolitisch unter Druck geraten, weil die Benzinpreise infolge des von ihm begonnenen Iran-Kriegs gestiegen sind. Deswegen hat Trump mit dem Kreml vereinbart, dass Russland entgegen bisherigen Sanktionen Diesel in die USA und auf den Weltmarkt liefert, damit die Preise sinken. Selenskij hatte die Vereinbarung kritisiert, da sie Russland Mittel zur Kriegsfinanzierung verschaffe.
Trump beschuldigte Selenskij zudem, mit Angriffen auf den russischen Energiesektor zur Knappheit an Diesel beigetragen zu haben. „Er will unseren Landwirten und Viehzüchtern Probleme mit Dieselkraftstoff bereiten, denn Russland liefert einen großen Teil des Dieselkraftstoffs weltweit“, behauptete Trump. Tatsächlich waren die Preise für Rohöl und Diesel infolge des Iran-Kriegs in die Höhe geschossen, den die USA und Israel im vergangenen Februar begonnen hatten.
Tote bei russischen Angriffen auf Saporischschja - Ukraine reagiert mit Gegenangriffen
Bei russischen Angriffen sind im Südosten der Ukraine mindestens 15 Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern seien drei Minderjährige, 16 Menschen seien bei der Attacke verletzt worden, teilte der ukrainische Zivilschutz mit. Such- und Rettungsarbeiten dauern demnach an. Informationen über zwölf weitere Personen, die womöglich vor Ort waren, würden noch geprüft. Der Militärgouverneur der gleichnamigen Region veröffentlichte Fotos und Videos, die zerstörte Wohnhäuser und ausgebrannte Autos zeigen.
Russland habe fünf Gleitbomben auf Wohnhäuser in Saporischschja abgeworfen, schrieb der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij in den sozialen Medien. Insgesamt seien 13 ukrainische Regionen attackiert und Wohnhäuser, Infrastruktur und Eisenbahneinrichtungen beschädigt worden.
Die Ukraine nahm bei Gegenangriffen ihrerseits das südrussische Gebiet Rostow ins Visier. Auf der Nasa-Website Firms, die weltweit Brandherde erfasst, waren mehrere Feuer dort zu sehen, wo sich ein Erdöl verarbeitendes Unternehmen befindet. Der Gouverneur der Region schrieb bei Telegram von Bränden und Schäden an Wohnhäusern infolge ukrainischer Angriffe. Zudem sei eine Eisenbahnbrücke beschädigt worden. Sechs Menschen benötigten demnach ärztliche Hilfe.
Mehr als 100 Drohnen seien über dem Gebiet Rostow abgewehrt worden. Das Verteidigungsministerium in Moskau gab an, in der Nacht 560 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten und der annektierten Krim abgewehrt zu haben.

Rettungskräfte bergen eine Familie aus den Trümmern eines Wohnhauses. Kateryna Klochko/AP/dpa

Sieben Menschen konnten von den Einsatzkräften nur noch tot geborgen werden. Kateryna Klochko/AP/dpa

Viele Gebäude in Saporischschja sind komplett zerstört. Kateryna Klochko/AP/dpa
Barbara Klimke
Großbritannien will trotz des US-Diesel-Deals die Russlandsanktionen fortsetzen
Auch nach der Ankündigung des Diesel-Geschäfts zwischen den USA und Russland will Großbritannien an seiner Unterstützung für die Ukraine und an den Sanktionen gegen Moskau festhalten. „Die Haltung Großbritanniens könnte nicht klarer sein“, sagte ein Regierungssprecher: „Wir werden weiter eng mit internationalen Partnern zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Ukraine die militärische und finanzielle Unterstützung erhält, die sie zur Selbstverteidigung braucht. Wir werden zudem den Druck auf Russland durch das härteste Sanktionsregime aufrechterhalten, das Großbritannien je verhängt hat.“
US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, Russland werde Diesel an die USA und den Weltmarkt liefern. Das US-Finanzministerium erteilte gleichzeitig eine befristete Genehmigung für den Import von russischem Diesel. Das bedeutete faktisch eine Lockerung der Sanktionen, die wegen des russischen Überfalls auf die Ukraine gegen Russland verhängt wurden.


