Dieser Liveblog ist archiviert und wird nicht mehr aktualisiert. Die aktuelle Berichterstattung finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in der Ukraine.
Wichtige Updates
Wadephul warnt vor Moskau: „Auch wir sind im Fadenkreuz“
Bericht: USA wollen Russland mit Diesel-Deal zu Verhandlungen bewegen
Selenskij wirft Russland Bruch von Energiewaffenruhe vor
EU verhängt Rekord-Sanktionen gegen russische Kriegshelfer
Trump verkündet „Energie-Waffenruhe“ zwischen Ukraine und Russland – bisher unbestätigt
Anna Schimpp

EU verhängt Rekord-Sanktionen gegen russische Kriegshelfer
Die Europäische Union verhängt neue Sanktionen gegen eine Rekordzahl von Unterstützern der russischen Kriegsmaschinerie. Die EU-Außenminister beschlossen, knapp 1600 Personen, Unternehmen und andere Organisationen mit Strafmaßnahmen zu belegen, teilte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mit. Betroffen von den Sanktionen sind Akteure, die mit der Produktion von ballistischen Raketen zu tun haben. Zudem geht es beispielsweise um Drohnenhersteller und Werften, die U-Boote warten. Die Strafmaßnahmen umfassen das Einfrieren von Vermögenswerten sowie das Verbot, Gelder oder andere wirtschaftliche Ressourcen bereitzustellen. Gegen Personen werden außerdem EU-Einreiseverbote verhängt.
Bundesaußenminister Johann Wadephul sprach von einem „beispiellosen Sanktionsschlag“ gegen die Kriegswirtschaft von Russlands Präsident Wladimir Putin. „Wir erschweren es für Putin damit, seinen völkerrechtswidrigen Invasionskrieg fortzusetzen – und seinen zynischen Versuch, die ukrainische Zivilbevölkerung mit mörderischem Bombenterror zu zermürben“, erklärte der CDU-Politiker, der wegen einer Klausur der Spitze seiner Partei in Berlin nicht selbst in Luxemburg war, schon vor Verkündigung der Sanktionen. Wadephul fügte hinzu: „Wir erhöhen den Druck, bis Putin bereit ist, ernsthaft über Frieden in der Ukraine zu verhandeln. Die Botschaft ist klar: Russland kann und wird diesen Krieg nicht gewinnen.“
Die EU-Außenbeauftragte Kallas sagte in Luxemburg, Sanktionen hätten Russland bereits eine Billion Euro entzogen, dieses Geld stehe nun nicht zur Finanzierung des Krieges zur Verfügung. Auch die Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte zur Umgehung von Sanktionen erschwerten es dem Land erheblich, den Krieg zu finanzieren. Kallas will die Sanktionen auch als Zeichen gegen die umstrittene Diesel-Vereinbarung von US-Präsident Donald Trump mit Kremlchef Putin verstanden wissen.
Bundesaußenminister Johann Wadephul sprach von einem „beispiellosen Sanktionsschlag“ gegen die Kriegswirtschaft von Russlands Präsident Wladimir Putin. „Wir erschweren es für Putin damit, seinen völkerrechtswidrigen Invasionskrieg fortzusetzen – und seinen zynischen Versuch, die ukrainische Zivilbevölkerung mit mörderischem Bombenterror zu zermürben“, erklärte der CDU-Politiker, der wegen einer Klausur der Spitze seiner Partei in Berlin nicht selbst in Luxemburg war, schon vor Verkündigung der Sanktionen. Wadephul fügte hinzu: „Wir erhöhen den Druck, bis Putin bereit ist, ernsthaft über Frieden in der Ukraine zu verhandeln. Die Botschaft ist klar: Russland kann und wird diesen Krieg nicht gewinnen.“
Die EU-Außenbeauftragte Kallas sagte in Luxemburg, Sanktionen hätten Russland bereits eine Billion Euro entzogen, dieses Geld stehe nun nicht zur Finanzierung des Krieges zur Verfügung. Auch die Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte zur Umgehung von Sanktionen erschwerten es dem Land erheblich, den Krieg zu finanzieren. Kallas will die Sanktionen auch als Zeichen gegen die umstrittene Diesel-Vereinbarung von US-Präsident Donald Trump mit Kremlchef Putin verstanden wissen.
Neben den Sanktionen gegen den militärisch-industriellen Komplex Russlands beschlossen die Außenminister am Montag in Luxemburg auch Strafmaßnahmen gegen mehrere Dutzend Verantwortliche für die Organisation von Wahlen in besetzten Gebieten der Ukraine. Sie waren bereits im September in einer Erklärung der EU-Außenbeauftragten Kallas im Namen der 27 Mitgliedstaaten angekündigt worden. In dem Text hieß es, weder die auf ukrainischem Gebiet abgehaltenen Wahlen noch deren Ergebnisse würden jemals anerkannt.
Wadephul warnt vor Moskau: „Auch wir sind im Fadenkreuz“
Außenminister Johann Wadephul will angesichts anhaltender Angriffe Russlands auf die Ukraine bei einem Besuch in Polen ein Zeichen der Geschlossenheit setzen. „Auch wir sind im Fadenkreuz“, warnte der CDU-Politiker vor seiner Abreise zur Teilnahme an einer Sicherheitskonferenz in Warschau. Deswegen komme er in der polnischen Hauptstadt mit engen Freunden Deutschlands aus Polen, Norwegen und dem Vereinigten Königreich zusammen.
Gemeinsam übernehme man Verantwortung, „damit Europas Freiheit auch von uns als Europäern verteidigt wird“, sagte Wadephul. „Jetzt ist der Zeitpunkt, um den Druck auf Russland zu erhöhen, statt unsere eigene Deckung fallen zu lassen“, ergänzte er. Gemeinsam sende man ein klares Signal nach Moskau: „Europa ist handlungsfähig und steht geschlossen hinter der Ukraine.“
Auf dem Sicherheitsforum in Warschau will Wadephul zum Thema „Die Rückkehr der Machtpolitik: Europa zwischen Krieg und Rivalität“ mit seinen Kollegen Radoslaw Sikorski (Polen), Espen Barth Eide (Norwegen) und Ed Miliband (Großbritannien) diskutieren.
Gemeinsam übernehme man Verantwortung, „damit Europas Freiheit auch von uns als Europäern verteidigt wird“, sagte Wadephul. „Jetzt ist der Zeitpunkt, um den Druck auf Russland zu erhöhen, statt unsere eigene Deckung fallen zu lassen“, ergänzte er. Gemeinsam sende man ein klares Signal nach Moskau: „Europa ist handlungsfähig und steht geschlossen hinter der Ukraine.“
Auf dem Sicherheitsforum in Warschau will Wadephul zum Thema „Die Rückkehr der Machtpolitik: Europa zwischen Krieg und Rivalität“ mit seinen Kollegen Radoslaw Sikorski (Polen), Espen Barth Eide (Norwegen) und Ed Miliband (Großbritannien) diskutieren.
Bericht: USA wollen Russland mit Diesel-Deal zu Verhandlungen bewegen
Die USA setzen Insidern zufolge darauf, dass das umstrittene Diesel-Abkommen mit Russland die Führung in Moskau zu Friedensverhandlungen bewegen soll, wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner hätten dies ukrainischen Vertretern bei einem Treffen in Miami erklärt, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen zu Reuters. Das Abkommen über die Lieferung von mehr als 2,25 Millionen Barrel Diesel an die USA und weltweite Märkte soll demnach die Position Moskaus „aufweichen“.
Der russische Präsident Wladimir Putin ist den Gesandten zufolge derzeit nicht zu Verhandlungen bereit. Die US-Delegation fordere zugleich ein Ende der ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien. Die ukrainischen Vertreter hätten skeptisch reagiert und sähen in dem Deal ein Zugeständnis an Russland. Die US-Vertreter drohten bislang jedoch nicht mit einer Kürzung der Unterstützung für Kiew.
Der russische Präsident Wladimir Putin ist den Gesandten zufolge derzeit nicht zu Verhandlungen bereit. Die US-Delegation fordere zugleich ein Ende der ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien. Die ukrainischen Vertreter hätten skeptisch reagiert und sähen in dem Deal ein Zugeständnis an Russland. Die US-Vertreter drohten bislang jedoch nicht mit einer Kürzung der Unterstützung für Kiew.
Russischer Drohnenangriff: Zwei Tote und Verletzte in Kiew
Bei einem russischen Drohnenangriff sind in Kiew mindestens zwei Menschen getötet worden. „Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass auf Russland mehr Druck ausgeübt werden muss“, schrieb Präsident Wolodimir Selenskij auf Telegram. Moskau verlängere den Krieg und schicke als Antwort auf den US-Vorschlag einer Energiewaffenruhe weitere Drohnen. „Wir zählen darauf, dass die Vereinigten Staaten diese Signale Russlands sehen und entschlossen handeln werden“, erklärte Selenskij. Es sei Stärke notwendig, um Russland zu einem Kriegsende zu zwingen.
Zuvor hatte Bürgermeister Vitali Klitschko über knapp ein Dutzend weitere Verletzte auf Telegram informiert. Die Drohne schlug demnach in ein 25-stöckiges Hochhaus im Ostteil der Dreimillionenstadt ein. Mehrere Autos seien zudem in Brand geraten.
Zuvor hatte Bürgermeister Vitali Klitschko über knapp ein Dutzend weitere Verletzte auf Telegram informiert. Die Drohne schlug demnach in ein 25-stöckiges Hochhaus im Ostteil der Dreimillionenstadt ein. Mehrere Autos seien zudem in Brand geraten.
Selenskij telefoniert mit Merz
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat an diesem Montag mit Bundeskanzler Friedrich Merz telefoniert. Selenskij habe den Kanzler über die massiven russischen Luftangriffe auf zivile Ziele und die ukrainische Energieinfrastruktur am vergangenen Wochenende informiert, hieß es in einer Mitteilung der Bundesregierung. „Der Bundeskanzler und der Präsident waren sich einig, dass es nun an Russland liege, einem Waffenstillstand für die gesamte Energieinfrastruktur zuzustimmen.“
Ukraine: Tote im Gebiet Donezk nach russischem Beschuss
Bei russischem Beschuss sind in der ostukrainischen Region Donezk Behördenangaben zufolge mindestens drei Zivilisten getötet worden. Bei dem Angriff seien in der Siedlung Tscherkaske im Landkreis Kramatorsk weitere vier Menschen verletzt worden, teilte die ukrainische Staatsanwaltschaft auf sozialen Netzwerken mit. Den Angaben nach wurde beim Beschuss des Wohngebiets mit dem Mehrfachraketenwerfersystem Smertsch mindestens ein Einfamilienhaus komplett zerstört. Die Behörde habe Ermittlungen wegen eines möglichen Kriegsverbrechens aufgenommen. Tscherkaske ist etwas mehr als 30 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
Anna Schimpp

Merz geht nach Diesel-Abkommen auf Distanz zu Trump
Bundeskanzler Friedrich Merz geht angesichts eines Donald Trump geplanten Import russischen Diesels auf Distanz zum US-Präsidenten. Merz sagte, die Bundesregierung nehme die Vereinbarung zwischen den Vereinigten Staaten und Russland zur Ausfuhr von Diesel zur Kenntnis. „Für Deutschland und für Europa kommt eine solche Entscheidung nicht infrage. Russland wird nur unter Druck ernsthaft verhandeln, und deshalb halten wir an unseren Russlandsanktionen fest.“
Nach Moskaus rücksichtslosen Angriffen gegen die zivile Energieversorgung der Ukraine müssten die Sanktionen sogar noch verschärft werden. „Russland wird auf friedliche Vorschläge und Vorschläge zu jetzigen Verhandlungen offenkundig nicht eingehen.“ Russland habe den Vorschlag Trumps über einen Energiewaffenstillstand inzwischen beantwortet, und zwar durch massive Angriffe auf die zivile ukrainische Energieversorgung. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij könne sich in dieser Lage auf Deutschland und Europa verlassen.
Nach Moskaus rücksichtslosen Angriffen gegen die zivile Energieversorgung der Ukraine müssten die Sanktionen sogar noch verschärft werden. „Russland wird auf friedliche Vorschläge und Vorschläge zu jetzigen Verhandlungen offenkundig nicht eingehen.“ Russland habe den Vorschlag Trumps über einen Energiewaffenstillstand inzwischen beantwortet, und zwar durch massive Angriffe auf die zivile ukrainische Energieversorgung. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij könne sich in dieser Lage auf Deutschland und Europa verlassen.
Trump verkündete nach einem Gespräch mit Putin auf seiner Plattform Truth Social, er habe mit dem russischen Präsidenten vereinbart, dass „umgehend“ mehr als 300 000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt zur Verfügung gestellt würden. Im Laufe des Novembers soll laut Trump eine weitere halbe Million Tonnen Diesel freigegeben werden sowie eine Million Tonnen „sofort danach“. „Abhängig vom Zustand seiner Dieselraffinerien“ wolle Russland zudem innerhalb kurzer Zeit drei Millionen Tonnen Diesel liefern. Die EU kritisierte die Vereinbarung.
Anna Schimpp

Moskau bestätigt Energie-Waffenruhe nicht und lehnt zudem Selenskijs Vorschlag ab
Russland hat die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Waffenruhe für gegenseitige Angriffe auf Energieobjekte im Ukraine-Krieg nicht bestätigt. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, dass die Kontakte mit der US-Seite andauerten. Wenn es Ergebnisse gebe, werde der Kreml darüber informieren.
Am Sonntag hatte Trump eine Waffenruhe für Angriffe auf Energieinfrastruktur angekündigt. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij zeigte sich überrascht, betonte aber seine Bereitschaft dazu. Zugleich lobte Peskow, dass die USA sich für eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg einsetzten. „Wir sind dankbar für die Fortsetzung dieser Anstrengungen“, sagte er. Dagegen täten die Europäer nichts für einen Frieden. „Die Europäer – sie gehören eher zur Kriegspartei, die alles dafür tut, damit dieser Krieg nicht endet“, sagte Peskow. Russland wirft Deutschland und den anderen Europäern seit Langem vor, mit Waffenlieferungen und Milliardenhilfen den Konflikt immer weiter zu eskalieren.
Peskow äußerte sich auch zu der von Selenskij erneut angebotenen Waffenruhe von 60 Tagen für die Abhaltung von Wahlen in der Ukraine. „Wir wollen keine Waffenruhe, sondern einen dauerhaften Frieden und sind bereit, dafür alles Mögliche zu unternehmen“, behauptete Peskow. Für den Fall von Wahlen in der Ukraine sei Russland aber zu einer Waffenruhe für den Tag der Abstimmung bereit. Die 60 Tage wolle Selenskij nicht, um Wahlen abzuhalten, sondern um im Krieg durchzuatmen und neue Kräfte zu sammeln, meinte Peskow. Auch der russische Außenminister Sergej Lawrow lehnte eine Waffenruhe erneut ab. Selenskij versuche derzeit, sich um jeden Preis Zeit zu verschaffen. „Ich denke, er hat das Durchatmen nicht verdient“, sagte Lawrow.
Am Sonntag hatte Trump eine Waffenruhe für Angriffe auf Energieinfrastruktur angekündigt. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij zeigte sich überrascht, betonte aber seine Bereitschaft dazu. Zugleich lobte Peskow, dass die USA sich für eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg einsetzten. „Wir sind dankbar für die Fortsetzung dieser Anstrengungen“, sagte er. Dagegen täten die Europäer nichts für einen Frieden. „Die Europäer – sie gehören eher zur Kriegspartei, die alles dafür tut, damit dieser Krieg nicht endet“, sagte Peskow. Russland wirft Deutschland und den anderen Europäern seit Langem vor, mit Waffenlieferungen und Milliardenhilfen den Konflikt immer weiter zu eskalieren.
Peskow äußerte sich auch zu der von Selenskij erneut angebotenen Waffenruhe von 60 Tagen für die Abhaltung von Wahlen in der Ukraine. „Wir wollen keine Waffenruhe, sondern einen dauerhaften Frieden und sind bereit, dafür alles Mögliche zu unternehmen“, behauptete Peskow. Für den Fall von Wahlen in der Ukraine sei Russland aber zu einer Waffenruhe für den Tag der Abstimmung bereit. Die 60 Tage wolle Selenskij nicht, um Wahlen abzuhalten, sondern um im Krieg durchzuatmen und neue Kräfte zu sammeln, meinte Peskow. Auch der russische Außenminister Sergej Lawrow lehnte eine Waffenruhe erneut ab. Selenskij versuche derzeit, sich um jeden Preis Zeit zu verschaffen. „Ich denke, er hat das Durchatmen nicht verdient“, sagte Lawrow.
Anna Schimpp

Selenskij wirft Russland Bruch von Energiewaffenruhe vor
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij wirft Russland vor, eine von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe im Energiesektor gebrochen zu haben. Er dränge Washington zum Eingreifen und dazu, die Einhaltung der Vereinbarung durch Moskau zu gewährleisten, sagte Selenskij in einer Videoschalte bei einer Sicherheitskonferenz in Warschau. „Wir warten darauf, welche konkreten Schritte die Amerikaner bereit sind zu unternehmen“, sagte Selenskij.
Man sei am Vortag sehr überrascht worden von Trumps Ankündigung in sozialen Medien, dass im Ukraine-Krieg alle Angriffe auf Energieanlagen sofort gestoppt würden, sagte Selenskij weiter. „Und direkt nach der Veröffentlichung des Beitrags führte Russland einen gezielten Angriff auf ein Kraftwerk in Charkiw durch, wodurch unser Energiesystem weiteren Schaden davontrug.“ Kremlchef Wladimir Putin lese offenbar nicht Trumps Posts auf dessen Netzwerk Truth Social, fügte er hinzu.
Selenskij betonte, die Ukraine sei mit einem Stopp von Angriffen auf Energieanlagen einverstanden, wenn Russland dies auch respektiere. Man habe deshalb auch in der vergangenen Nacht auf Angriffe gegen russische Ölraffinerien verzichtet. Trotzdem habe es den ganzen Morgen Angriffe russischer düsengetriebener Drohnen gegen Kiew gegeben. „Das ist also vorerst Putins Antwort auf Trump: russische Angriffe. Aber wir warten ab.“
Schon zuvor beschuldigte die Führung in Kiew das russische Militär, seine Attacken fortzusetzen – ein Heizkraftwerk sei schwer getroffen worden. Außenminister Andrij Sybiha warf dem Kreml einen klaren Verstoß gegen die begrenzte Feuerpause vor.
Man sei am Vortag sehr überrascht worden von Trumps Ankündigung in sozialen Medien, dass im Ukraine-Krieg alle Angriffe auf Energieanlagen sofort gestoppt würden, sagte Selenskij weiter. „Und direkt nach der Veröffentlichung des Beitrags führte Russland einen gezielten Angriff auf ein Kraftwerk in Charkiw durch, wodurch unser Energiesystem weiteren Schaden davontrug.“ Kremlchef Wladimir Putin lese offenbar nicht Trumps Posts auf dessen Netzwerk Truth Social, fügte er hinzu.
Selenskij betonte, die Ukraine sei mit einem Stopp von Angriffen auf Energieanlagen einverstanden, wenn Russland dies auch respektiere. Man habe deshalb auch in der vergangenen Nacht auf Angriffe gegen russische Ölraffinerien verzichtet. Trotzdem habe es den ganzen Morgen Angriffe russischer düsengetriebener Drohnen gegen Kiew gegeben. „Das ist also vorerst Putins Antwort auf Trump: russische Angriffe. Aber wir warten ab.“
Schon zuvor beschuldigte die Führung in Kiew das russische Militär, seine Attacken fortzusetzen – ein Heizkraftwerk sei schwer getroffen worden. Außenminister Andrij Sybiha warf dem Kreml einen klaren Verstoß gegen die begrenzte Feuerpause vor.
Anne Eberhard

Zwölf Verletzte bei russischen Angriffen auf Charkiw
Am Morgen hat es mehrere russische Angriffe auf die ukrainische Großstadt Charkiw gegeben. Mindestens zwölf Menschen seien dabei verletzt worden, teilte der Bürgermeister Ihor Terechow mit.

Bei den russischen Angriffen auf Charkiw wurde auch ein mehrstöckiges Wohnhaus getrofffen. Thomas Peter/REUTERS
Ulrike Putz
Ein Toter nach ukrainischem Drohnenangriff in russischer Region Belgorod
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Grenzregion Belgorod ist laut den örtlichen Behörden ein Mensch ums Leben gekommen. Die Drohne habe ein Auto auf einer Straße nahe der Grenze getroffen, teilt die regionale Einsatzzentrale mit. Zudem wurde im von Russland kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Donezk nach Angaben der dortigen prorussischen Verwaltung eine weitere Person bei einem ukrainischen Angriff getötet.
Ulrike Putz
Kiew meldet russischen Angriff auf Heizkraftwerk
Kurz nach der überraschenden Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass im Ukraine-Krieg alle Angriffe auf Energieanlagen sofort gestoppt werden, hat die Führung in Kiew dem Angreifer Russland einen Verstoß vorgeworfen. Sie beschuldigte das russische Militär, seine Attacken fortzusetzen – ein Heizkraftwerk sei schwer getroffen worden. Außenminister Andrij Sybiha warf dem Kreml einen klaren Verstoß gegen die begrenzte Feuerpause vor. Laut Trumps Ankündigung vom Sonntagnachmittag (MESZ) sollte die unmittelbar in Kraft treten und für beide Kriegsparteien gelten.
Der ukrainische Präsident Wolodmir Selenskij hatte sich zunächst überrascht über Trumps Ankündigung über die auf den Energiesektor begrenzte Waffenruhe gezeigt, später äußerte er sich positiv. Seine Regierung sei dazu bereit. Nun brauche es die Zustimmung Russlands – und eine entsprechende Vereinbarung mit den USA. Von russischer Seite gab es bis zum frühen Morgen keine Reaktion.
Nach ukrainischen Angaben wurde die Stadt Charkiw im Osten des Landes vom russischen Militär mit Drohnen und Gleitbomben angegriffen. Dabei gab es nach offizieller Darstellung sechs Verletzte. Selenskij berichtete von einem Treffer in einem Heizkraftwerk. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben nicht.
Selenskijs Chefdiplomat Sybiha erklärte später, er habe Bundesaußenminister Johann Wadephul über den Angriff informiert. „Russland hat unmittelbar nach Inkrafttreten gegen die Waffenruhe im Energiebereich verstoßen“, schrieb er auf X.
Kiew fühlt sich verraten, weil die USA in Russland Treibstoff einkaufen – und somit Putins Kriegskasse füllen, schreibt SZ-Redakteur Sebastian Gierke:
Der ukrainische Präsident Wolodmir Selenskij hatte sich zunächst überrascht über Trumps Ankündigung über die auf den Energiesektor begrenzte Waffenruhe gezeigt, später äußerte er sich positiv. Seine Regierung sei dazu bereit. Nun brauche es die Zustimmung Russlands – und eine entsprechende Vereinbarung mit den USA. Von russischer Seite gab es bis zum frühen Morgen keine Reaktion.
Nach ukrainischen Angaben wurde die Stadt Charkiw im Osten des Landes vom russischen Militär mit Drohnen und Gleitbomben angegriffen. Dabei gab es nach offizieller Darstellung sechs Verletzte. Selenskij berichtete von einem Treffer in einem Heizkraftwerk. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben nicht.
Selenskijs Chefdiplomat Sybiha erklärte später, er habe Bundesaußenminister Johann Wadephul über den Angriff informiert. „Russland hat unmittelbar nach Inkrafttreten gegen die Waffenruhe im Energiebereich verstoßen“, schrieb er auf X.
Kiew fühlt sich verraten, weil die USA in Russland Treibstoff einkaufen – und somit Putins Kriegskasse füllen, schreibt SZ-Redakteur Sebastian Gierke:
US-Senatoren kritisieren Trumps Diesel-Abkommen mit Russland
Demokratische und republikanische US-Senatoren kritisieren den von Präsident Donald Trump geplanten Import russischen Diesels als rechtswidrig. Der Kongress habe im Jahr 2022 die Einfuhr russischer Energieträger untersagt, damit die USA nicht Russlands Krieg gegen die Ukraine finanzieren, heißt es in einem Schreiben von sieben Senatorinnen und Senatoren beider Parteien. „Präsident Trumps Entscheidung, russische Importe zu erlauben, steht im direkten Widerspruch zu diesem Gesetz.“ Die Vereinigten Staaten dürften Kremlchef Wladimir Putin keine Rettungsleine hinwerfen, solange er ukrainische Zivilisten töte, hieß es weiter. „Die Regierung muss ihren Kurs umgehend korrigieren.“
Moskauer Flughäfen stellen Betrieb wegen Drohnenalarm ein
Die vier Flughäfen der russischen Hauptstadt Moskau haben am Abend den Flugbetrieb wegen einfliegender ukrainischer Drohnen vorübergehend eingestellt. Auf den Flughäfen Scheremetjewo, Wnukowo, Domodedowo und Schukowski wurden alle Landungen und Starts für kurze Zeit abgesagt, berichtete die Staatsagentur Tass. Mindestens 25 anfliegende Maschinen wurden in dieser Zeit auf andere Flugplätze umgeleitet. Der Alarm wurde am späten Abend an allen Airports aufgehoben. Nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin wurden mindestens 23 ukrainische Drohnen auf ihrem Weg in die russische Metropole noch vor den Stadtgrenzen abgeschossen. Er machte jedoch keine Angaben dazu, ob Drohnen die Flugabwehr überwunden oder Schäden angerichtet hatten.
Der Flugbetrieb wurde am Abend auch in anderen Städten Russlands durch einfliegende Drohnen gestört. Unter anderem kam es in Kostroma und Jaroslawl nordöstlich von Moskau zum kurzfristigen Stopp aller Starts und Landungen.
Der Flugbetrieb wurde am Abend auch in anderen Städten Russlands durch einfliegende Drohnen gestört. Unter anderem kam es in Kostroma und Jaroslawl nordöstlich von Moskau zum kurzfristigen Stopp aller Starts und Landungen.
Selenskij meldet Angriff auf Energieanlage
Das russische Militär hat nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij ein Heizkraftwerk in der Großstadt Charkiw im Osten des Landes angegriffen und beschädigt. In seiner abendlichen Videoansprache ließ Selenskij jedoch offen, ob die Attacke vor oder nach der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Waffenruhe für Attacken auf Energieanlagen erfolgte. Bei dem Angriff mit Drohnen und Gleitbomben wurden nach Angaben der örtlichen Behörden sechs Menschen verletzt, unter ihnen ein Kind.
