Dieser Liveblog ist archiviert und wird nicht mehr aktualisiert. Die aktuelle Berichterstattung finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in der Ukraine.
Wichtige Updates
Kiews Marine berichtet von erstem Gefecht von Drohnenbooten
Tote und Verletzte bei Angriffen auf Tankstellen in Kiew
Tote und Verletzte bei russischen Angriffen auf Dnipro und Kiew
Selenskij: Haben Ziele in Russland getroffen
Amnesty wirft Russland Menschenhandel bei Rekrutierung vor
Selenskij-Vertrauter: Gespräche mit USA und Russland wieder im Oktober
Die Ukraine erwartet eine Fortsetzung der Verhandlungen über eine Friedenslösung mit Russland und unter Vermittlung der USA im kommenden Monat. „Wir bereiten uns vor, auf Oktober“, sagte der Stabschef von Präsident Wolodimir Selenskij, Kyrylo Budanow, im Gespräch mit Journalisten. Er bestätigte, dass damit Unterredungen im Dreierformat gemeint seien. Ein genaues Datum oder den Ort der Treffen nannte er jedoch nicht.
Auch Kremlsprecher Dmitrij Peskow hatte zuletzt in einem Interview der Iswestija erklärt, der Kreml gehe davon aus, dass die USA, Russland und die Ukraine den Dialog „in absehbarer Zeit“ fortsetzen könnten. „Eine andere Frage ist jedoch, wie erfolgreich dieser Dialog sein wird – das lässt sich derzeit nur schwer vorhersagen, da sich die Lage vor Ort für die Ukrainer von Mal zu Mal verschlechtert“, behauptete er.
US-Unterhändler hatten am vergangenen Wochenende Moskau und Kiew besucht und die Möglichkeiten einer friedlichen Lösung für den Krieg in der Ukraine sondiert. Dabei war eine Fortsetzung des seit Monaten unterbrochenen Dialogs im Dreierformat ins Auge gefasst worden. Diese Gespräche werden von Unterhändlern geführt, die stets mit ihren jeweiligen Staatschefs Rücksprache halten müssen. Erst am Ende ist ein direktes Treffen der Präsidenten der USA, Russlands und der Ukraine zu erwarten.
Zuletzt hatten die USA im Februar bei direkten Unterredungen zwischen Russland und der Ukraine in der Schweiz als Vermittler am Tisch gesessen. Budanow gehörte damals der ukrainischen Delegation an.
Auch Kremlsprecher Dmitrij Peskow hatte zuletzt in einem Interview der Iswestija erklärt, der Kreml gehe davon aus, dass die USA, Russland und die Ukraine den Dialog „in absehbarer Zeit“ fortsetzen könnten. „Eine andere Frage ist jedoch, wie erfolgreich dieser Dialog sein wird – das lässt sich derzeit nur schwer vorhersagen, da sich die Lage vor Ort für die Ukrainer von Mal zu Mal verschlechtert“, behauptete er.
US-Unterhändler hatten am vergangenen Wochenende Moskau und Kiew besucht und die Möglichkeiten einer friedlichen Lösung für den Krieg in der Ukraine sondiert. Dabei war eine Fortsetzung des seit Monaten unterbrochenen Dialogs im Dreierformat ins Auge gefasst worden. Diese Gespräche werden von Unterhändlern geführt, die stets mit ihren jeweiligen Staatschefs Rücksprache halten müssen. Erst am Ende ist ein direktes Treffen der Präsidenten der USA, Russlands und der Ukraine zu erwarten.
Zuletzt hatten die USA im Februar bei direkten Unterredungen zwischen Russland und der Ukraine in der Schweiz als Vermittler am Tisch gesessen. Budanow gehörte damals der ukrainischen Delegation an.
Ukrainische Tennisspielerin: Wohnung durch Angriff zerstört
Das Apartment der ukrainischen Tennisspielerin Dajana Jastremska in Odessa ist nach ihren Angaben durch einen russischen Angriff zerstört worden. Die 26-Jährige veröffentlichte bei Instagram Bilder und Videos, die ein brennendes Haus zeigen. „So sieht die ‚russische Welt‘ aus: Ein direkter Treffer eines Kalibr-Marschflugkörpers“, schrieb Jastremska dazu.
Das Einzige, was übrig geblieben sei, sei ein Handtuch aus Roland Garros von den French Open. „Ein Stück Tenniswelt überlebte eine russische Rakete. Unser Zuhause nicht“, schrieb sie.
Jastremska richtete sich direkt an die Frauen-Profiorganisation WTA und den Weltverband ITF. „Seht euch diese Bilder mit unseren Augen an. Das ist die wahre Bedeutung eurer ‚Neutralität‘ – aus ukrainischer Sicht“, schrieb sie. Russische Tennisprofis dürfen mit neutralem Status an internationalen Turnieren teilnehmen. Ukrainische Spielerinnen und Spieler geben russischen Gegnern nach dem Match im Regelfall nicht die Hand.
Die Weltranglisten-113. Jastremska war zuletzt bei den US Open in New York in der ersten Runde ausgeschieden. Ihre Kollegin Elina Switolina hatte während des Grand-Slam-Turniers berichtet, dass der Padelclub der 31-Jährigen in Kiew durch die Folgen eines russischen Angriffs schwer beschädigt worden war.
Das Einzige, was übrig geblieben sei, sei ein Handtuch aus Roland Garros von den French Open. „Ein Stück Tenniswelt überlebte eine russische Rakete. Unser Zuhause nicht“, schrieb sie.
Jastremska richtete sich direkt an die Frauen-Profiorganisation WTA und den Weltverband ITF. „Seht euch diese Bilder mit unseren Augen an. Das ist die wahre Bedeutung eurer ‚Neutralität‘ – aus ukrainischer Sicht“, schrieb sie. Russische Tennisprofis dürfen mit neutralem Status an internationalen Turnieren teilnehmen. Ukrainische Spielerinnen und Spieler geben russischen Gegnern nach dem Match im Regelfall nicht die Hand.
Die Weltranglisten-113. Jastremska war zuletzt bei den US Open in New York in der ersten Runde ausgeschieden. Ihre Kollegin Elina Switolina hatte während des Grand-Slam-Turniers berichtet, dass der Padelclub der 31-Jährigen in Kiew durch die Folgen eines russischen Angriffs schwer beschädigt worden war.
Kiews Marine berichtet von erstem Gefecht von Drohnenbooten
Im vermutlich ersten Zusammentreffen zweier Marine-Drohnen überhaupt hat das unbemannte russische Boot gegen sein ukrainisches Gegenstück nach Kiewer Darstellung den Kürzeren gezogen. Wie die ukrainische Marine auf Telegram mitteilte, habe die Aufklärung eine russische Marine-Drohne in einem nicht genannten Abschnitt des Schwarzen Meeres entdeckt. Eine daraufhin in Marsch gesetzte Marine-Drohne habe sich an das russische Boot heranmanövriert und dieses mit seinem überschweren Maschinengewehr beschossen und versenkt.
„Dies ist die erste Seeschlacht in der Geschichte zwischen unbemannten Booten“, schrieb die ukrainische Marine zu dem Zwischenfall. Dazu wurde ein Video veröffentlicht, das Beschuss und Zerstörung eines nicht identifizierbaren Kleinbootes zeigt.
Sowohl die Ukraine als auch Russland haben in den vergangenen Monaten unbemannte Marine-Drohnen entwickelt, die zu unterschiedlichen Zwecken genutzt werden. Bekannt sind bisher unbemannte Sprengboote für Angriffe gegen Schiffsziele sowie Marine-Drohnen mit Sonder-Bewaffnung wie Maschinengewehren oder Raketen. Nach ukrainischer Darstellung sind auch Boote im Einsatz, die unbemannte Fluggeräte mit kurzer Reichweite direkt an die russische Küste heranbringen können.
„Dies ist die erste Seeschlacht in der Geschichte zwischen unbemannten Booten“, schrieb die ukrainische Marine zu dem Zwischenfall. Dazu wurde ein Video veröffentlicht, das Beschuss und Zerstörung eines nicht identifizierbaren Kleinbootes zeigt.
Sowohl die Ukraine als auch Russland haben in den vergangenen Monaten unbemannte Marine-Drohnen entwickelt, die zu unterschiedlichen Zwecken genutzt werden. Bekannt sind bisher unbemannte Sprengboote für Angriffe gegen Schiffsziele sowie Marine-Drohnen mit Sonder-Bewaffnung wie Maschinengewehren oder Raketen. Nach ukrainischer Darstellung sind auch Boote im Einsatz, die unbemannte Fluggeräte mit kurzer Reichweite direkt an die russische Küste heranbringen können.
Lawrow: Verhandlungen ja – Feuerpause nein
Moskau ist nach den Worten von Außenminister Sergej Lawrow zu Verhandlungen mit Kiew bereit, nicht aber zu einer gleichzeitigen Feuerpause. Der russischen Regierung mangele es nicht an gutem Willen, erklärte er nach Angaben der Staatsagentur Tass am Rande des Brics-Gipfels in Delhi. „Wir sind nach wie vor zu Verhandlungen bereit, aber für die Dauer der Verhandlungen wird die Militäroperation nicht ausgesetzt.“
Ukraine: Tote und viele Verletzte nach russischen Angriffen
Bei russischen Angriffen sind in der Nacht mehrere Menschen in der Ukraine getötet worden. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij warf Russland vor, seitdem praktisch ununterbrochen Städte und Gemeinden im Nachbarland anzugreifen. Bei einem Raketenangriff sei ein Wohnhaus in Odessa im Süden der Ukraine beschädigt und 37 Menschen verletzt worden, schrieb Selenskij in sozialen Medien. Die Suche nach zwei weiteren Personen dauere an. In Tschornomorsk in der Region Odessa seien elf Menschen bei einem Drohnenangriff in einem Hotel verletzt worden.
Selenskij beklagte zudem zwei Tote durch einen Drohneneinschlag in Wohngebäude in der Region Saporischschja. Sechs Menschen wurden ihm zufolge verletzt. Weitere Verletzte habe es bei einem Angriff auf ein nicht näher genanntes Unternehmen in Saporischschja gegeben.
In seiner Geburtsstadt Krywyj Rih habe eine Rakete kritische Infrastruktur getroffen. Selenskij schrieb von einem Todesopfer und drei Verletzten. Zuvor hatte der Gouverneur des südostukrainischen Gebiets Dnipropetrowsk, Oleksandr Hanscha, von zwei Toten und vier Verletzten bei einem Angriff auf einen Betrieb berichtet.
Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte Angriffe. Attackiert worden seien in Saporischschja und Krywyj Rih Unternehmen der Metallindustrie, die Produkte für militärische Zwecke herstellten, hieß es. In der Region Odessa seien Objekte der Hafeninfrastruktur und ein wichtiges Objekt der Verkehrsinfrastruktur für die Entladung und Lagerung militärischer Güter angegriffen worden.
Selenskij beklagte zudem zwei Tote durch einen Drohneneinschlag in Wohngebäude in der Region Saporischschja. Sechs Menschen wurden ihm zufolge verletzt. Weitere Verletzte habe es bei einem Angriff auf ein nicht näher genanntes Unternehmen in Saporischschja gegeben.
In seiner Geburtsstadt Krywyj Rih habe eine Rakete kritische Infrastruktur getroffen. Selenskij schrieb von einem Todesopfer und drei Verletzten. Zuvor hatte der Gouverneur des südostukrainischen Gebiets Dnipropetrowsk, Oleksandr Hanscha, von zwei Toten und vier Verletzten bei einem Angriff auf einen Betrieb berichtet.
Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte Angriffe. Attackiert worden seien in Saporischschja und Krywyj Rih Unternehmen der Metallindustrie, die Produkte für militärische Zwecke herstellten, hieß es. In der Region Odessa seien Objekte der Hafeninfrastruktur und ein wichtiges Objekt der Verkehrsinfrastruktur für die Entladung und Lagerung militärischer Güter angegriffen worden.
Russland: Ukrainische Drohnenangriffe in mehreren Regionen
Die Ukraine hat nach russischen Angaben mehrere Regionen mit Drohnen angegriffen. Die Luftabwehr habe insgesamt 230 unbemannte Flugkörper über mehr als einem Dutzend Gebieten sowie über der annektierten Halbinsel Krim und dem Asowschen und Schwarzen Meer abgeschossen, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
In der Region Samara hätten ukrainische Drohnen Industrieanlagen angegriffen, wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf den Regionalgouverneur meldete. Welche Anlagen das Ziel waren und ob Schäden entstanden, ließ er offen. In der Stadt Toljatti in derselben Region wurden nach Angaben des Bürgermeisters mehrere Wohngebäude beschädigt und eine Person verletzt.
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij teilte auf Facebook mit, dass zwei Chemie-Fabriken in den Regionen Perm im Vorland des Ural und Samara im Südosten Russlands mit weitreichenden Drohnen attackiert worden seien. Zudem sei in Taganrog an der Küste des Asowschen Meeres eine Fabrik zur Herstellung von Drohnen getroffen worden.
Der ukrainische Generalstab erklärte ebenfalls, dass die Ukraine eine Fabrik im Wolgagebiet Samara angegriffen habe. Auf dem Gelände des Betriebs in Toljatti sei ein Brand festgestellt worden. Das Unternehmen sei unter anderem spezialisiert auf die Herstellung synthetischer Kautschuke, was wichtig für die Nutzung von taktischen und ballistischen Raketen sei, hieß es zur Begründung. In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die eine große Rauchwolke in Toljatti zeigen sollen.
In der Region Samara hätten ukrainische Drohnen Industrieanlagen angegriffen, wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf den Regionalgouverneur meldete. Welche Anlagen das Ziel waren und ob Schäden entstanden, ließ er offen. In der Stadt Toljatti in derselben Region wurden nach Angaben des Bürgermeisters mehrere Wohngebäude beschädigt und eine Person verletzt.
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij teilte auf Facebook mit, dass zwei Chemie-Fabriken in den Regionen Perm im Vorland des Ural und Samara im Südosten Russlands mit weitreichenden Drohnen attackiert worden seien. Zudem sei in Taganrog an der Küste des Asowschen Meeres eine Fabrik zur Herstellung von Drohnen getroffen worden.
Der ukrainische Generalstab erklärte ebenfalls, dass die Ukraine eine Fabrik im Wolgagebiet Samara angegriffen habe. Auf dem Gelände des Betriebs in Toljatti sei ein Brand festgestellt worden. Das Unternehmen sei unter anderem spezialisiert auf die Herstellung synthetischer Kautschuke, was wichtig für die Nutzung von taktischen und ballistischen Raketen sei, hieß es zur Begründung. In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die eine große Rauchwolke in Toljatti zeigen sollen.
Tote und Verletzte bei Angriffen auf Tankstellen in Kiew
Bei russischen Drohnenangriffen auf Tankstellen sind in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens zwei Menschen getötet worden. Sechs von acht Verletzten seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit. Tags zuvor hatte es den ersten direkten Angriff auf eine Tankstelle in der Millionenstadt gegeben.
Zudem sei in der vergangenen Nacht eine Drohne in ein neunstöckiges Wohnhaus eingeschlagen, teilte Klitschko mit. Dabei seien acht Menschen verletzt worden. Im Landkreis Wyschhorod im Kiewer Umland wurde nach Behördenangaben eine Frau bei einem russischen Drohnenangriff getötet. An Lagerhallen habe es Schäden gegeben.
Zudem sei in der vergangenen Nacht eine Drohne in ein neunstöckiges Wohnhaus eingeschlagen, teilte Klitschko mit. Dabei seien acht Menschen verletzt worden. Im Landkreis Wyschhorod im Kiewer Umland wurde nach Behördenangaben eine Frau bei einem russischen Drohnenangriff getötet. An Lagerhallen habe es Schäden gegeben.
Anwohner versammeln sich vor einem mehrstöckigen Wohnhaus in Kiew, das bei einem russischen Luftangriff beschädigt wurde. Mykola Tymchenko/AFP
Berichte über Tote und Verletzte nach ukrainischen Angriffen in Russland
Infolge ukrainischer Drohnenangriffe sind nach Angaben aus Russland in der russischen Region Tula mindestens zwei Menschen getötet worden. Drei weitere seien verletzt worden, teilte der Gouverneur von Tula auf Telegram mit. Allein über dem südlich von Moskau gelegenen Gebiet seien 26 Drohnen abgeschossen worden.
Nach Behördenangaben wurden zudem Ziele im Gebiet Wolgograd (etwa 900 Kilometer südöstlich von Moskau) vom ukrainischen Militär mit Raketen angegriffen. Zwei Männer wurden demnach in der Gebietshauptstadt Wolgograd verletzt. Es habe Schäden an einem Wohnhaus gegeben, hieß es. Raketentrümmer seien zudem auf einem Unternehmensgelände herabgefallen.
Im ebenfalls am Fluss Wolga weiter nördlich gelegenen Saratow ist nach Unternehmensangaben ein Logistikzentrum des Internethändlers Ozon von Drohnen in Brand gesetzt worden. Verletzte habe es nicht gegeben, teilte Ozon auf Telegram mit. Den Angaben nach stellte der Versandhändler seine Tätigkeit im Gebiet Saratow vorerst ein.
Insgesamt sind nach Angaben des russischen Militärs in der Nacht über 770 ukrainische Drohnen abgefangen worden. Ende August hatte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij seinen Streitkräften die Aufgabe gestellt, das russische Hinterland täglich mit bis zu 1000 Drohnen anzugreifen.
Nach Behördenangaben wurden zudem Ziele im Gebiet Wolgograd (etwa 900 Kilometer südöstlich von Moskau) vom ukrainischen Militär mit Raketen angegriffen. Zwei Männer wurden demnach in der Gebietshauptstadt Wolgograd verletzt. Es habe Schäden an einem Wohnhaus gegeben, hieß es. Raketentrümmer seien zudem auf einem Unternehmensgelände herabgefallen.
Im ebenfalls am Fluss Wolga weiter nördlich gelegenen Saratow ist nach Unternehmensangaben ein Logistikzentrum des Internethändlers Ozon von Drohnen in Brand gesetzt worden. Verletzte habe es nicht gegeben, teilte Ozon auf Telegram mit. Den Angaben nach stellte der Versandhändler seine Tätigkeit im Gebiet Saratow vorerst ein.
Insgesamt sind nach Angaben des russischen Militärs in der Nacht über 770 ukrainische Drohnen abgefangen worden. Ende August hatte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij seinen Streitkräften die Aufgabe gestellt, das russische Hinterland täglich mit bis zu 1000 Drohnen anzugreifen.
Luzia Geier

Ukraine: Sieben Tote bei russischem Angriff auf Pawlohrad
Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Industriestadt Pawlohrad sind nach Angaben der Regionalverwaltung sieben Menschen getötet worden. 76 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur Oleksandr Hanscha mit.
Russische Luftangriffe lösten außerdem in der ukrainischen Hauptstadt Kiew einen Brand in einem neunstöckigen Wohnhaus aus. Dies teilten die städtischen Behörden auf Telegram mit. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben war bisher nicht möglich. Russland bestreitet, gezielt zivile Einrichtungen anzugreifen.
Russische Luftangriffe lösten außerdem in der ukrainischen Hauptstadt Kiew einen Brand in einem neunstöckigen Wohnhaus aus. Dies teilten die städtischen Behörden auf Telegram mit. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben war bisher nicht möglich. Russland bestreitet, gezielt zivile Einrichtungen anzugreifen.
Kanada unterstützt Ukraine mit Hilfspaket für Luftverteidigung
Die Regierung in Ottawa sagt der Ukraine ein Hilfspaket im Umfang von 350 Millionen kanadischen Dollar (etwa 218 Millionen Euro) für Abfangraketen zu. Nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij erklärte Premierminister Mark Carney, die Ausrüstung solle helfen, die Bevölkerung und die Infrastruktur vor russischen Angriffen zu schützen. Die Waffen werden über ein US-Programm bereitgestellt, das es Drittstaaten ermöglicht, Rüstungsgüter wie Patriot-Raketen schnell für die Ukraine zu beschaffen. Zudem plant Kanada laut Carney, die Drohnenproduktion in den kommenden zwei Jahren auf mehrere Millionen Stück zu steigern. Ein Drittel davon solle an Kiew geliefert werden.
Viele Verletzte nach russischen Angriffen auf Kramatorsk
Durch russischen Beschuss sind in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk mindestens 16 Menschen verletzt worden. Viermal sei die frontnahe Stadt beschossen worden, teilte der Militärgouverneur des Gebietes Donezk, Wadym Filaschkin, auf Telegram mit. Einschläge hat es demnach in einem Wohngebiet und in der Nähe von Schulen gegeben. Filaschkin forderte die verbliebenen Einwohner erneut zur Flucht auf. Die Frontlinie ist nur etwas mehr als zwölf Kilometer von Kramatorsk entfernt.
Bei einem russischen Drohnenangriff sind in der südostukrainischen Stadt Pawlohrad mindestens vier Menschen getötet und mehr als 60 weitere verletzt worden. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij am Abend auf der Plattform X mit. Die Opfer hätten sich lediglich in der Nähe von Einkaufszentren aufgehalten. Laut Staatsanwaltschaft der Region Dnipropetrowsk wurden bei der Attacke zudem mehrere Geschäfte und Autos beschädigt. Die Behörde ermittelt wegen eines möglichen Kriegsverbrechens. Pawlohrad ist rund 80 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
Bei einem russischen Drohnenangriff sind in der südostukrainischen Stadt Pawlohrad mindestens vier Menschen getötet und mehr als 60 weitere verletzt worden. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij am Abend auf der Plattform X mit. Die Opfer hätten sich lediglich in der Nähe von Einkaufszentren aufgehalten. Laut Staatsanwaltschaft der Region Dnipropetrowsk wurden bei der Attacke zudem mehrere Geschäfte und Autos beschädigt. Die Behörde ermittelt wegen eines möglichen Kriegsverbrechens. Pawlohrad ist rund 80 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
Tote und Verletzte bei russischen Angriffen auf Dnipro und Kiew
Bei russischen Angriffen auf eine Ölsaatenfabrik und eine Tankstelle in der Ukraine sind am Donnerstag nach Behördenangaben mehrere Menschen getötet und verletzt worden. In der südostukrainischen Stadt Dnipro starben demnach zwei Menschen bei dem Beschuss einer Anlage des US-Agrarkonzerns Bunge. In der Hauptstadt Kiew wurden bei einem Angriff auf eine Tankstelle des Betreibers Ukrnafta vier Menschen verletzt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilte. Russland hat seine Luftangriffe auf die Ukraine in den vergangenen Wochen verstärkt und nimmt dabei zunehmend die Logistik und wirtschaftliche Ziele ins Visier.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha warf Moskau eine gezielte Kampagne vor. Dies sei „kein Zufall, sondern Teil von Moskaus systematischer Terrorkampagne gegen amerikanische Unternehmen und Wirtschaftsinteressen“, schrieb er auf der Plattform X. Der Chef von Ukrnafta, Bohdan Kukura, erklärte, diese Angriffe hätten kein militärisches Ziel. Dies sei „Terror und Einschüchterung der Zivilbevölkerung“. Bunge teilte mit, ein Teil der Anlage in Dnipro sei getroffen worden. Mitarbeiter seien nicht zu Schaden gekommen. Zudem gab es Behördenangaben zufolge weitere Angriffe, unter anderem in Pawlohrad, Sumy und in der Hafenstadt Mykolajiw mit weiteren Toten und Verletzten. Russland bestreitet, absichtlich zivile Ziele anzugreifen.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha warf Moskau eine gezielte Kampagne vor. Dies sei „kein Zufall, sondern Teil von Moskaus systematischer Terrorkampagne gegen amerikanische Unternehmen und Wirtschaftsinteressen“, schrieb er auf der Plattform X. Der Chef von Ukrnafta, Bohdan Kukura, erklärte, diese Angriffe hätten kein militärisches Ziel. Dies sei „Terror und Einschüchterung der Zivilbevölkerung“. Bunge teilte mit, ein Teil der Anlage in Dnipro sei getroffen worden. Mitarbeiter seien nicht zu Schaden gekommen. Zudem gab es Behördenangaben zufolge weitere Angriffe, unter anderem in Pawlohrad, Sumy und in der Hafenstadt Mykolajiw mit weiteren Toten und Verletzten. Russland bestreitet, absichtlich zivile Ziele anzugreifen.
Aserbaidschanische Seeleute bei Drohnenangriff getötet
Bei einem Drohnenangriff auf ein Frachtschiff im Schwarzen Meer sind nach Angaben des Außenministeriums in Baku zwei Aserbaidschaner getötet worden. Zwei weitere seien verletzt in ein Krankenhaus im ukrainischen Tschornomorsk gebracht worden, teilte das Ministerium mit. Die Männer gehörten demnach zur Besatzung eines ausländischen Frachtschiffs mit dem Namen Tedy. Der Vorfall ereignete sich den Angaben nach am Mittwoch. Das Ministerium koordiniere Maßnahmen mit seinen diplomatischen Vertretungen und den zuständigen Behörden der betroffenen Länder, hieß es. Baku benannte nicht den Verursacher des Drohnenangriffs. Erst im Juni waren fünf Aserbaidschaner bei einem Angriff auf ein Schiff im Asowschen Meer getötet worden.
Selenskij: Haben Ziele in Russland getroffen
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben erneut mehrere Ziele in Russland angegriffen. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij schrieb in sozialen Medien von Attacken auf acht Infrastrukturobjekte, die dem Krieg dienten. Getroffen worden sei eine Ölraffinerie im autonomen Kreis der Jamal-Nenzen und ein Handelshafen in der russischen Teilrepublik Dagestan. Angegriffen wurden demnach auch Anlagen in den Regionen Moskau, Woronesch, Astrachan und Brjansk, schrieb Selenskij, ohne Details zu nennen.
Im Gebiet Woronesch wurde nach Angaben von Gouverneur Alexander Gussew eine Frau bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der Stadt Borissoglebsk getötet. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden. Über der Region seien 19 ukrainische Drohnen abgewehrt worden.
Dagestans kommissarischer Republikchef, Fjodor Schtschukin, teilte mit, dass herabstürzende Drohnentrümmer Feuer in der Hafeninfrastruktur und einem Theater in Machatschkala ausgelöst hätten. Verletzte gebe es nicht.
Im Gebiet Woronesch wurde nach Angaben von Gouverneur Alexander Gussew eine Frau bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der Stadt Borissoglebsk getötet. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden. Über der Region seien 19 ukrainische Drohnen abgewehrt worden.
Dagestans kommissarischer Republikchef, Fjodor Schtschukin, teilte mit, dass herabstürzende Drohnentrümmer Feuer in der Hafeninfrastruktur und einem Theater in Machatschkala ausgelöst hätten. Verletzte gebe es nicht.
Anna Schimpp
Amnesty wirft Russland Menschenhandel bei Rekrutierung vor
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erhebt schwere Vorwürfe: Russland soll Menschenhandel bei der Rekrutierung von ausländischen Kämpfern für den Krieg in der Ukraine betrieben haben.
Die Rekruten sollen mit falschen Versprechungen von zivilen Jobs, hohen Gehältern, einem Aufenthaltstitel oder der russischen Staatsbürgerschaft gelockt worden sein und sich an der Front in der Ukraine wiedergefunden haben, schrieb Amnesty in einem veröffentlichten Bericht. Bei der Anwerbung werden demnach Mittel wie Nötigung, Betrug, Täuschung oder die Ausnutzung einer wirtschaftlichen Schwächelage eingesetzt. Damit seien die Voraussetzungen für den Vorwurf des Menschenhandels nach dem UN-Protokoll von Palermo aus dem Jahre 2000 erfüllt.
In ihrer Recherche seien zwischen 2024 und 2026 bei sechs Besuchen etwas mehr als ein Dutzend Ausländer in zwei ukrainischen Kriegsgefangenenlagern befragt worden. Diese seien aus Drittstaaten wie Kolumbien, Kuba, Ägypten, Somalia oder Südafrika gewesen. Nur drei der Befragten hatten den Angaben nach bewusst den Vertrag für den Kriegsdienst in der Ukraine unterzeichnet. So schilderten Kriegsgefangene aus Brasilien und Sri Lanka, dass ihnen nach der Vertragsunterzeichnung Pässe und Mobiltelefone abgenommen worden seien. Die Verträge seien zudem auf Russisch gehalten gewesen, niemand habe Englisch gesprochen. Die neuen Soldaten erhielten den Angaben nach nur eine unzureichende militärische Grundausbildung von rund zwei Wochen.
Die Rekruten sollen mit falschen Versprechungen von zivilen Jobs, hohen Gehältern, einem Aufenthaltstitel oder der russischen Staatsbürgerschaft gelockt worden sein und sich an der Front in der Ukraine wiedergefunden haben, schrieb Amnesty in einem veröffentlichten Bericht. Bei der Anwerbung werden demnach Mittel wie Nötigung, Betrug, Täuschung oder die Ausnutzung einer wirtschaftlichen Schwächelage eingesetzt. Damit seien die Voraussetzungen für den Vorwurf des Menschenhandels nach dem UN-Protokoll von Palermo aus dem Jahre 2000 erfüllt.
In ihrer Recherche seien zwischen 2024 und 2026 bei sechs Besuchen etwas mehr als ein Dutzend Ausländer in zwei ukrainischen Kriegsgefangenenlagern befragt worden. Diese seien aus Drittstaaten wie Kolumbien, Kuba, Ägypten, Somalia oder Südafrika gewesen. Nur drei der Befragten hatten den Angaben nach bewusst den Vertrag für den Kriegsdienst in der Ukraine unterzeichnet. So schilderten Kriegsgefangene aus Brasilien und Sri Lanka, dass ihnen nach der Vertragsunterzeichnung Pässe und Mobiltelefone abgenommen worden seien. Die Verträge seien zudem auf Russisch gehalten gewesen, niemand habe Englisch gesprochen. Die neuen Soldaten erhielten den Angaben nach nur eine unzureichende militärische Grundausbildung von rund zwei Wochen.
In Russland konnten keine Nachforschungen betrieben werden, da Amnesty seit Mai 2025 als „unerwünschte Organisation“ gilt, teilten die Menschenrechtler mit. Es seien jedoch Aussagen von durch rechtswidrige Praktiken Betroffenen, deren Familienangehörigen, Anwälten und Journalisten in den Bericht eingeflossen.
Amnesty hat dabei nach eigenen Angaben keine Hinweise auf mögliche Praktiken des Menschenhandels bei Personen aus Drittstaaten in der ukrainischen Armee erhalten. Es gebe jedoch Hinweise auf Korruption, Diskriminierung und schlechte Behandlung durch Vorgesetzte. Das ukrainische Außenministerium habe erklärt, dass solche Vorfälle bekannt seien, untersucht würden und Maßnahmen zur Klärung eingeleitet würden.
Amnesty hat dabei nach eigenen Angaben keine Hinweise auf mögliche Praktiken des Menschenhandels bei Personen aus Drittstaaten in der ukrainischen Armee erhalten. Es gebe jedoch Hinweise auf Korruption, Diskriminierung und schlechte Behandlung durch Vorgesetzte. Das ukrainische Außenministerium habe erklärt, dass solche Vorfälle bekannt seien, untersucht würden und Maßnahmen zur Klärung eingeleitet würden.
