Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Notfall abgewendet: AKW Saporischschja hat wieder Strom
Witkoff und Kushner in Kiew eingetroffen
Kreml bezeichnet Reise von Trump-Gesandten als "wichtigen Friedensbesuch"
Selenskij: Russland beschießt vor US-Besuch Kiewer Flughäfen
Selenskij: Kushner und Witkoff kommen am Sonntag nach Kiew
Kiew meldet neue russische Angriffe
Nach einer kurzzeitigen Feuerpause während des Besuchs der Unterhändler von US-Präsident Donald Trump in der Ukraine hat Russland seine Luftangriffe auf Kiew wieder aufgenommen. In der Nacht wurden Explosionen aus der ukrainischen Hauptstadt gemeldet, mehrere Wohnhäuser, Lagerhallen, eine Schule und Autos seien im Zuge der Raketen- und Drohnenangriffe beschädigt worden, berichteten örtliche Medien unter Berufung auf Behördenangaben. In mehreren Stadtteilen seien Brände ausgebrochen. Nach Angaben des Zivilschutzes wurden zwei Menschen getötet und zehn weitere verletzt.
Auch in anderen, teils weit im Hinterland liegenden Regionen der Ukraine wurde Luftalarm ausgelöst. Im westlichen Nachbarland Polen wurde die Luftabwehr in Alarmbereitschaft versetzt, wie das Militär mitteilte. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij sprach am Morgen von erheblichen Schäden an Wohngebäuden und anderer ziviler Infrastruktur in Kiew. In der Region sei kritische Infrastruktur attackiert worden. Im Gebiet Odessa sei ein gewöhnlicher Markt angegriffen worden und in Charkiw wurden demnach zwei Menschen verletzt.
Der ukrainische Präsident sprach von einem komplexen Angriff Russlands mit ballistischen Raketen, Anti-Schiffs-Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen. Die Luftwaffe habe 175 Flugkörper abgefangen, aber nicht alle, schrieb Selenskij. Einmal mehr verwies er auf den Mangel an Mitteln zur Abwehr ballistischer Raketen. Sie sind aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit besonders schwer abzufangen.
Auch in anderen, teils weit im Hinterland liegenden Regionen der Ukraine wurde Luftalarm ausgelöst. Im westlichen Nachbarland Polen wurde die Luftabwehr in Alarmbereitschaft versetzt, wie das Militär mitteilte. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij sprach am Morgen von erheblichen Schäden an Wohngebäuden und anderer ziviler Infrastruktur in Kiew. In der Region sei kritische Infrastruktur attackiert worden. Im Gebiet Odessa sei ein gewöhnlicher Markt angegriffen worden und in Charkiw wurden demnach zwei Menschen verletzt.
Der ukrainische Präsident sprach von einem komplexen Angriff Russlands mit ballistischen Raketen, Anti-Schiffs-Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen. Die Luftwaffe habe 175 Flugkörper abgefangen, aber nicht alle, schrieb Selenskij. Einmal mehr verwies er auf den Mangel an Mitteln zur Abwehr ballistischer Raketen. Sie sind aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit besonders schwer abzufangen.
Selenskij: Es gibt „anständige Ideen“ bei US-Friedensvorschlägen
US-Unterhändler haben dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij zufolge mehrere „anständige Ideen“ zur Beendigung des Krieges vorgelegt. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner hatten am Wochenende sowohl Russland als auch die Ukraine besucht. Selenskij teilte in einem WhatsApp-Gruppenchat mit, ein nächstes trilaterales Treffen könne in der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten oder der Schweiz stattfinden, wobei unter anderem Getreidelieferungen und die Energieinfrastruktur besprochen werden sollten.
Russland: Mehrere Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff auf Saratow
Aus dem russischen Gebiet Saratow, rund 500 Kilometer östlich der ukrainischen Grenze, werden Angriffe gemeldet. Gebietsgouverneur Roman Bussargin zufolge sind bei ukrainischen Drohnenangriffen zehn Menschen verletzt worden. Darunter seien drei Minderjährige. Mehrere Häuser seien beschädigt worden. Im russischen Grenzgebiet Brjansk wurde nach Angaben des kommissarischen Gebietsgouverneurs Jegor Kowaltschuk ein Mann bei einem ukrainischen Angriff in der etwas mehr als 30 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernten Stadt Starodub getötet. Drei weitere Menschen seien verletzt worden. Die Ukraine hat die Angriffe bislang nicht bestätigt.
Großbritannien sagt Ukraine Luftabwehrpaket zu
Großbritannien unterstützt die Ukraine mit einem zusätzlichen Paket zur Luftverteidigung im kommenden Winter im Volumen von 100 Millionen Pfund (rund 117 Millionen Euro). Es werde unter anderem Patriot-Luftabwehrraketen umfassen, teilt die Regierung in London mit. Damit solle die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine gegen russische Angriffe gestärkt werden.
Ukrainischer Generalstaatsanwalt kündigt Rücktritt an
Der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko hat im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre in seiner Behörde seinen Rücktritt angekündigt. „Das ist eine politische Entscheidung“, schrieb er auf seinem Telegram-Kanal. „Ich möchte nicht, dass das Amt des Generalstaatsanwalts als Instrument politischer Auseinandersetzungen missbraucht wird.“ Seine Haltung zu den Vorwürfen, die er bereits mehrfach zurückgewiesen hatte, bleibe unverändert.
Wenige Stunden zuvor hatte Krawtschenko nach Angaben ukrainischer Medien einen möglichen Rücktritt noch abgelehnt und erklärt, dass er von diesem Posten nur abberufen werden könne. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ukrinform hatten Sonderermittler eine kriminelle Vereinigung unter der Führung des Leiters einer Abteilung der Generalstaatsanwaltschaft aufgedeckt, die angeblich Bestechungsgelder kassierte. Krawtschenko wies jede Verstrickung in diese Affäre zurück.
Wenige Stunden zuvor hatte Krawtschenko nach Angaben ukrainischer Medien einen möglichen Rücktritt noch abgelehnt und erklärt, dass er von diesem Posten nur abberufen werden könne. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ukrinform hatten Sonderermittler eine kriminelle Vereinigung unter der Führung des Leiters einer Abteilung der Generalstaatsanwaltschaft aufgedeckt, die angeblich Bestechungsgelder kassierte. Krawtschenko wies jede Verstrickung in diese Affäre zurück.
Notfall abgewendet: AKW Saporischschja hat wieder Strom
Die dringend benötigte Stromzufuhr für das frontnahe ukrainische Kernkraftwerk Saporischschja ist nach fast drei Wochen wieder hergestellt worden. Während einer begrenzten Feuerpause konnte eine beschädigte Leitung repariert werden, wie die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien mitteilte. Dies sei ein entscheidender Schritt zur Vermeidung eines Atomunfalls, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi.
Das von Russland besetzte Atomkraftwerk benötigt eine stabile Stromversorgung, um radioaktives Material zu kühlen. Die letzte verbleibende Stromleitung war am 20. August im Zuge von Kampfhandlungen beschädigt worden. Seitdem hatten Notstromgeneratoren für Energie gesorgt, doch der Diesel für diese Aggregate war in den vergangenen Tagen zur Neige gegangen. Ohne die Reparatur der Stromleitung hätte es zu einem Blackout in der Nuklearanlage kommen können, hieß es von der IAEA.
Das größte AKW Europas geriet bereits kurz nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs unter russische Kontrolle. Die sechs Reaktoren sind derzeit abgeschaltet und produzieren keine Elektrizität. Vor dem Konflikt verfügte das Kraftwerk noch über zehn externe Stromleitungen, um unter anderem die Kühlsysteme zu versorgen.
Das von Russland besetzte Atomkraftwerk benötigt eine stabile Stromversorgung, um radioaktives Material zu kühlen. Die letzte verbleibende Stromleitung war am 20. August im Zuge von Kampfhandlungen beschädigt worden. Seitdem hatten Notstromgeneratoren für Energie gesorgt, doch der Diesel für diese Aggregate war in den vergangenen Tagen zur Neige gegangen. Ohne die Reparatur der Stromleitung hätte es zu einem Blackout in der Nuklearanlage kommen können, hieß es von der IAEA.
Das größte AKW Europas geriet bereits kurz nach Ausbruch des Ukraine-Kriegs unter russische Kontrolle. Die sechs Reaktoren sind derzeit abgeschaltet und produzieren keine Elektrizität. Vor dem Konflikt verfügte das Kraftwerk noch über zehn externe Stromleitungen, um unter anderem die Kühlsysteme zu versorgen.
Selenskij sagt, er hoffe auf Verhandlungen noch vor dem Winter
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij sieht nach der jüngsten Reise der US-Vermittler nach Moskau und Kiew ein mögliches Fenster für Friedensverhandlungen noch vor dem Winter. Zwar rechne Kremlchef Wladimir Putin mit einem neuen brutalen Winter, um die Ukraine zu schwächen, doch wolle der russische Staatschef US-Präsident Donald Trump nicht vor den Zwischenwahlen Anfang November verärgern, sagte Selenskij im Interview mit dem US-Nachrichtenportal Axios. „Mein Gefühl sagt mir, dass Putin Trump braucht, er will ihn nicht verärgern.“
Putin und Selenskij hatten am Wochenende die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner zu Gesprächen über eine mögliche Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen zwischen Moskau und Kiew empfangen. Konkrete Ergebnisse wurden nicht genannt. Ohne Details zu nennen, berichtete Selenskij lediglich von möglichen Wegen zur Deeskalation noch vor Einbruch und während des Winters.
Putin und Selenskij hatten am Wochenende die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner zu Gesprächen über eine mögliche Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen zwischen Moskau und Kiew empfangen. Konkrete Ergebnisse wurden nicht genannt. Ohne Details zu nennen, berichtete Selenskij lediglich von möglichen Wegen zur Deeskalation noch vor Einbruch und während des Winters.
Russland meldet zwei Tote bei ukrainischen Drohnenangriffen
In Russland sind bei ukrainischen Drohnenangriffen nach Angaben der Behörden zwei Menschen getötet worden. Ein Todesopfer habe es in der Region Perm gegeben, teilt der Gouverneur der Region, Dmitri Machonin, mit. Vier weitere Menschen seien dort verletzt worden. Die örtliche Luftabwehr habe 27 Drohnen abgeschossen. Perm liegt am Rande des Uralgebirges im Osten des europäischen Teils Russlands. In der an die Ukraine grenzenden Region Belgorod sei zudem ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt worden, teilen die örtlichen Behörden mit.
Das russische Militär griff im Gegenzug nach eigenen Angaben erneut ukrainische Häfen an. Ein Schiff im Hafen von Tschornomorsk sei am Sonntagabend getroffen worden, meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Das Schiff habe Militärgüter an Bord gehabt. Zudem seien am Montagmorgen Verladeanlagen im Hafen von Ismajil attackiert worden.
Das russische Militär griff im Gegenzug nach eigenen Angaben erneut ukrainische Häfen an. Ein Schiff im Hafen von Tschornomorsk sei am Sonntagabend getroffen worden, meldet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Das Schiff habe Militärgüter an Bord gehabt. Zudem seien am Montagmorgen Verladeanlagen im Hafen von Ismajil attackiert worden.
Witkoff und Kushner in Kiew eingetroffen
Im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs sind die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner in Kiew eingetroffen. Die Nachrichtenagentur Unian verbreitete ein Video der Ankunft der beiden Männer in der ukrainischen Hauptstadt mit dem Zug. Bilder zeigen das Zusammentreffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij.
Witkoff und Kushner waren zuvor bereits für Gespräche mit Wladimir Putin in Russland, der Kreml bezeichnete das Treffen als konstruktiv. Kiew besuchen die beiden Amerikaner zum ersten Mal.
Lesen Sie hier die Analyse unseres US-Korrespondent Boris Herrmann zum amerikanischen Wochenende in Moskau und Kiew.
Witkoff und Kushner waren zuvor bereits für Gespräche mit Wladimir Putin in Russland, der Kreml bezeichnete das Treffen als konstruktiv. Kiew besuchen die beiden Amerikaner zum ersten Mal.
Lesen Sie hier die Analyse unseres US-Korrespondent Boris Herrmann zum amerikanischen Wochenende in Moskau und Kiew.
Präsident Wolodimir Selenskij begrüßt Steve Witkoff (rechts mit rosa Krawatte) und Jared Kushner (links neben Wittkoff) erstmals in Kiew. AFP
Russland und Ukraine setzen Luftangriffe fort
Die dreitägige Waffenruhe, die Wladimir Putin für Samstag bis Montag angeordnet hat, betrifft nur die ukrainische Hauptstadt Kiew. Dadurch soll gewährleistet sein, dass die Vertreter der USA Steve Witkoff und Jared Kushner, die dort den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij treffen, nicht durch russische Luftangriffe bedroht sind. Die beiden Amerikaner waren bereits mehrfach in Russland zu Gesprächen, besuchen jetzt jedoch erstmals auch Kiew, um über einen Frieden zwischen Russland und der Ukraine zu verhandeln.
Die Luftangriffe auf andere Ziele wurden jedoch nicht ausgesetzt. Die Ukraine etwa hat die russische Ölraffinerie in Rjasan attackiert, aus dem Raum Rostock am Don wurden Explosionen gemeldet.
Die Luftangriffe auf andere Ziele wurden jedoch nicht ausgesetzt. Die Ukraine etwa hat die russische Ölraffinerie in Rjasan attackiert, aus dem Raum Rostock am Don wurden Explosionen gemeldet.
Kreml bezeichnet Reise von Trump-Gesandten als "wichtigen Friedensbesuch"
In Moskau sind die kurzfristig anberaumten neuen Gespräche zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine zwischen Kremlchef Wladimir Putin und den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner zu Ende gegangen. Nach etwa dreistündigen Unterredungen war das Treffen beendet. Einem Vertreter des Weißen Hauses zufolge wurden konkrete Pläne für die nächsten Schritte in den Gesprächen über den Ukraine-Krieg besprochen. Diese sollen in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden.
Der Kreml bezeichnete die Zusammenkunft als "nützlich" und "konstruktiv". Putin habe den Gesandten erklärt, Russland werde seine Ziele erreichen und die eigentlichen Ursachen des Konflikts müssten gelöst werden. Genau so hatte sich Putin schon mehrmals zuvor geäußert. Zudem habe Russland seine Einschätzung der Lage an der Front dargelegt. Der hochrangige russische Regierungsvertreter Kirill Dmitrijew bezeichnete die Reise als "wichtigen Friedensbesuch".
Die Gesandten reisen nun nach Kiew weiter, wo sie an diesem Sonntag vom ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij empfangen werden. Der Besuch soll im Schutz der von Selenskij und Putin erklärten örtlich und auf drei Tage begrenzten Waffenruhe stattfinden. Moskau hat zugesichert, zur Sicherheit für die US-Gesandten auf Luftangriffe gegen die ukrainische Hauptstadt zu verzichten.
Nach Angaben von Kremlsprecher Dmitri Peskow hatten die US-Unterhändler neue Vorschläge im Gepäck gehabt. Peskow nannte keine Details. Auch Trump hatte gesagt, dass Witkoff und Kushner einen Vorschlag mitbringen würden. Die bisherigen Gespräche zwischen Putin und Trumps Gesandten hatten zu direkten Verhandlungen zwischen Russen und Ukrainern geführt. Sie gerieten allerdings erst ins Stocken und wurden dann gestoppt – auch, weil Witkoff und Kushner in den vergangenen Monaten vorwiegend mit Trumps Krieg gegen Iran beschäftigt waren.
Mehr zum Thema lesen Sie hier:
Der Kreml bezeichnete die Zusammenkunft als "nützlich" und "konstruktiv". Putin habe den Gesandten erklärt, Russland werde seine Ziele erreichen und die eigentlichen Ursachen des Konflikts müssten gelöst werden. Genau so hatte sich Putin schon mehrmals zuvor geäußert. Zudem habe Russland seine Einschätzung der Lage an der Front dargelegt. Der hochrangige russische Regierungsvertreter Kirill Dmitrijew bezeichnete die Reise als "wichtigen Friedensbesuch".
Die Gesandten reisen nun nach Kiew weiter, wo sie an diesem Sonntag vom ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij empfangen werden. Der Besuch soll im Schutz der von Selenskij und Putin erklärten örtlich und auf drei Tage begrenzten Waffenruhe stattfinden. Moskau hat zugesichert, zur Sicherheit für die US-Gesandten auf Luftangriffe gegen die ukrainische Hauptstadt zu verzichten.
Nach Angaben von Kremlsprecher Dmitri Peskow hatten die US-Unterhändler neue Vorschläge im Gepäck gehabt. Peskow nannte keine Details. Auch Trump hatte gesagt, dass Witkoff und Kushner einen Vorschlag mitbringen würden. Die bisherigen Gespräche zwischen Putin und Trumps Gesandten hatten zu direkten Verhandlungen zwischen Russen und Ukrainern geführt. Sie gerieten allerdings erst ins Stocken und wurden dann gestoppt – auch, weil Witkoff und Kushner in den vergangenen Monaten vorwiegend mit Trumps Krieg gegen Iran beschäftigt waren.
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Russland setzt Angriffe auf Kiew für drei Tage aus
Während die US-Unterhändler in Moskau zu Besuch sind, hatte die Ukraine angekündigt, den russischen Luftraum nicht zu gefährden. Nun hat der russische Staatschef Wladimir Putin seinerseits einen dreitägigen Stopp der Luftangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew angeordnet. Das teilte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau mit, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. Die Angriffspause gelte mit Tagesbeginn des Sonntags für drei Tage. Nach ihrem Besuch in Moskau reisen die US-Vermittler Steve Witkoff und Jared Kushner ab Sonntag erstmals in die Ukraine.
Vor Besuch der US-Vermittler: Tote bei Luftangriffen auf Ukraine
Vor einer US-Vermittlungsmission im Ukraine-Krieg sind vier Menschen im ukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk durch einen russischen Luftangriff getötet worden. Der Angriff habe einen Industriebetrieb in der Stadt Kamjanske getroffen, teilte Gebietsgouverneur Olexander Hanscha auf Telegram mit. Es habe sechs Verletzte gegeben. Produktionsanlagen und Infrastruktur seien beschädigt worden, der gesamte Betrieb sei deshalb eingestellt worden, teilt der Stahlproduzent Metinvest mit. „Dies ist ein erneuter Angriff auf eine zivile Stahlproduktionsanlage von Metinvest und ein weiterer Beweis für Russlands systematische Angriffe auf die ukrainische Industrie“, erklärt das Unternehmen. Das getroffene Stahlwerk produziere Roheisen und Stahl ausschließlich für zivile Zwecke. Das russische Militär in Moskau sprach von einem Angriff auf ein großes Metallkombinat, das die ukrainische Rüstungsindustrie beliefere. Einschläge russischer Drohnen wurden in der Nacht auch aus dem Großraum Kiew gemeldet.
Über Russland hingegen wurden in der Nacht 59 ukrainische Drohnen abgewehrt, wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte. Die vergleichsweise niedrige Zahl lässt darauf schließen, dass die Ukraine wie angekündigt eine Feuerpause wegen des Besuchs der US-Vermittler einhält.
Der Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, werden angeblich an diesem Samstag in Moskau erwartet. Am morgigen Sonntag sollen sie erstmals Kiew besuchen, wie der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij mitgeteilt hat.
Über Russland hingegen wurden in der Nacht 59 ukrainische Drohnen abgewehrt, wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte. Die vergleichsweise niedrige Zahl lässt darauf schließen, dass die Ukraine wie angekündigt eine Feuerpause wegen des Besuchs der US-Vermittler einhält.
Der Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, werden angeblich an diesem Samstag in Moskau erwartet. Am morgigen Sonntag sollen sie erstmals Kiew besuchen, wie der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij mitgeteilt hat.
Selenskij: Russland beschießt vor US-Besuch Kiewer Flughäfen
Kurz vor dem erwarteten Besuch von US-Unterhändlern in Kiew haben die russischen Streitkräfte nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij die Flughäfen der Hauptstadt beschossen. Die Flughäfen Schuljany und Boryspil seien demonstrativ zum ersten Mal seit einiger Zeit angegriffen worden, schrieb er in den sozialen Netzwerken.
Selenskij unterstellte, dass Moskau damit Unsicherheit vor der Anreise der Amerikaner verbreiten wolle. „Die russischen Treffer auf die Airports sind eine Reaktion auf die Diskussionen und die Vorbereitungen darauf, dass die US-Seite mit dem Flugzeug in die Ukraine kommen und am Kiewer Flughafen oder in Boryspil landen könnte“, schrieb er. Die Ukraine werde ihre Drohnenangriffe zur Lähmung des russischen Flugverkehrs kommende Woche entsprechend ausrichten, drohte er. Berichte über eine russische Drohnenattacke auf Schuljany hatte es schon am Freitag gegeben. Zu Schäden oder Verletzten wurde nichts bekannt.
In der Ukraine ruht seit Beginn der russischen Großinvasion 2022 der zivile Flugverkehr. Für einen sicheren Flug Witkoffs nach Kiew wären ukrainische Erlaubnisse, aber auch russische Sicherheitsgarantien erforderlich. Schuljany ist der alte Flughafen der ukrainischen Hauptstadt und liegt im Stadtgebiet. Als er zu klein wurde, wurde in der Kreisstadt Boryspil etwa 20 Kilometer östlich von Kiew ein neuer internationaler Airport gebaut.
Selenskij unterstellte, dass Moskau damit Unsicherheit vor der Anreise der Amerikaner verbreiten wolle. „Die russischen Treffer auf die Airports sind eine Reaktion auf die Diskussionen und die Vorbereitungen darauf, dass die US-Seite mit dem Flugzeug in die Ukraine kommen und am Kiewer Flughafen oder in Boryspil landen könnte“, schrieb er. Die Ukraine werde ihre Drohnenangriffe zur Lähmung des russischen Flugverkehrs kommende Woche entsprechend ausrichten, drohte er. Berichte über eine russische Drohnenattacke auf Schuljany hatte es schon am Freitag gegeben. Zu Schäden oder Verletzten wurde nichts bekannt.
In der Ukraine ruht seit Beginn der russischen Großinvasion 2022 der zivile Flugverkehr. Für einen sicheren Flug Witkoffs nach Kiew wären ukrainische Erlaubnisse, aber auch russische Sicherheitsgarantien erforderlich. Schuljany ist der alte Flughafen der ukrainischen Hauptstadt und liegt im Stadtgebiet. Als er zu klein wurde, wurde in der Kreisstadt Boryspil etwa 20 Kilometer östlich von Kiew ein neuer internationaler Airport gebaut.
Fünf Tote bei ukrainischem Angriff in russisch kontrollierter Region Luhansk
Bei ukrainischen Angriffen in den vergangenen 24 Stunden sind im russisch kontrollierten Teil der ukrainischen Region Luhansk fünf Menschen getötet worden. Fünf weitere Menschen seien verletzt worden, sagt Leonid Pasetschnik, der von Russland eingesetzte Gouverneur, in dem besetzten Gebiet. Unabhängig kontrollieren lassen sich solche Berichte über das Kampfgeschehen nicht.


