Liveblog zum Krieg in der UkraineUnion hält Scholz verpasste Chancen bei "Zeitenwende" vor

Ein Jahr nach der "Zeitenwende"-Rede hält die Union Kanzler Scholz vor, Chancen verpasst zu haben.
Ein Jahr nach der "Zeitenwende"-Rede hält die Union Kanzler Scholz vor, Chancen verpasst zu haben.
dpa

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Seit mehr als einem Jahr wehrt sich die Ukraine gegen den russischen Angriff. Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von der ukrainischen oder der russischen Regierung und lassen sich oftmals nicht sofort unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.

Wichtige Updates
Selenskij hofft weiter auf Taurus -Marschflugkörper
Ukraine-Friedensgespräche sollen an großen Öl-Deal geknüpft werden
Russland kündigt Angriffe auf Kiew an und fordert Ausländer auf, die Stadt zu verlassen
Selenskij: Ukraine setzt erstmals neue ballistische Rakete ein
Russland beschießt Kiew mit Raketen und Drohnen, Ukraine meldet Tote und Verletzte
Anna Lea Jakobs
Anna Lea Jakobs

Ukraine-Friedensgespräche sollen an großen Öl-Deal geknüpft werden

Die Gespräche der US-Regierung mit Russland über ein Ende des Krieges in der Ukraine haben sich einem Zeitungsbericht zufolge auf milliardenschwere Ölgeschäfte ausgeweitet. Von diesen würden Geschäftsleute mit Verbindungen zu den US-Verhandlungsführern Steve Witkoff und Jared Kushner profitieren, berichtete die New York Times.

Bei dem möglichen Deal, der von der Zustimmung der US-Regierung und des Kremls abhänge, gehe es um ein weltweites Netz aus Ölfeldern, Raffinerien und Tankstellen des russischen Energiekonzerns Lukoil. Zu der Gruppe, die das Geschäft anstrebe, gehören neben dem US-Milliardär Todd Boehly zwei Konzerne aus dem Nahen Osten, die bereits mit Kushner oder Witkoffs Familie Geschäfte getätigt hätten, so die Zeitung. Auch die US-Regierung selbst wäre daran beteiligt. Das Weiße Haus, das US-Finanzministerium und Lukoil reagierten nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme.

Dass Kushner und Witkoff finanziell von dem Deal profitieren, dazu gibt es laut New York Times bisher keine Anzeichen. Laut einer Quelle der US-Zeitung hatte Putin den Deal selbst vorgeschlagen, um seinem Volk zu zeigen, dass Russland Geschäfte mit den USA machen könne. Der Deal würde unter anderem Öl-Felder in Kamerun, Raffinerien in Europa und Tankstellen in New Jersey umfassen. 

Anna Schimpp

Ukraine: Tote und Verletzte bei Gleitbombenangriff auf Charkiw 

Durch russische Fliegerbomben sind in der ostukrainischen Großstadt Charkiw nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet worden. Bürgermeister Ihor Terechow schrieb auf Telegram außerdem von mindestens 29 Verletzten. Unter den Trümmern eines Wohnhauses werde noch nach Vermissten gesucht. Eine Lagerhalle sei in Brand geraten.

Nach Terechows Angaben griff die russische Luftwaffe die Stadt mit drei sogenannten Gleitbomben an. Kampfjets klinken diese Bomben im sicheren eigenen Luftraum aus, sie fliegen dann gesteuert über Dutzende Kilometer ins Ziel. Schon in der Nacht war in Charkiw ein Mann bei einem russischen Angriff getötet worden. Dabei hatte die russische Armee unter anderem kleine Marschflugkörper des Typs Banderol eingesetzt.

Im Süden der Ukraine schlug während eines russischen Angriffs ein Geschoss an einem Grenzübergang zur Republik Moldau ein. Dabei wurde nach Medienberichten ein ukrainischer Grenzbeamter leicht verletzt. Ein Reisebus und ein Abfertigungshäuschen am Übergang nach Palanca in Moldau seien beschädigt worden. Russland hat in den vergangenen Wochen immer wieder ukrainische Grenzübergänge nach Polen, Moldau und Rumänien angegriffen. 

Familienministerin Prien in Kiew: „Wichtig, keine Angst zu zeigen“ 

Unmittelbar nach Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist Familienministerin Karin Prien in die Ukraine gereist. „Uns ist es wichtig, in der gesamten Bandbreite unsere Unterstützung für die Ukraine zum Ausdruck zu bringen“, sagte Prien nach ihrer Ankunft am Zentralbahnhof in Kiew der Deutschen Presse-Agentur.

Die nächtliche Zugfahrt von Polen in das von Russland angegriffene Land war laut Prien ruhig. „Aber es ist schon bedrückend, die Vorstellung, in ein Kriegsgebiet zu fahren, bedrückend auch, weil die Russen angedroht haben, die Angriffe auf die Zivilbevölkerung und auch auf Diplomaten und Gäste zu intensivieren“, sagte die CDU-Politikerin. „Aber es ist wichtig gerade in dieser Situation, nicht zurückzuschrecken, keine Angst zu zeigen, sondern sehr klar zu sein“, sagte Prien. „Wir stehen als Bundesrepublik Deutschland fest zur Ukraine.“

Auf ihrer Reise wolle sie insbesondere auf das Schicksal von Kindern und Jugendlichen und auf die Unterstützung der Zivilgesellschaft hinweisen, sagte Prien. Es gehe auch darum, an die Vergangenheit zu erinnern, „die uns gemeinsam prägt“. Auch Gespräche mit ukrainischen Ministern standen auf dem Programm.

Merz war erst am Wochenende in der Ukraine gewesen. Der Rückweg des Kanzlers und die Hinfahrt Priens überschnitten sich zeitlich, so dass sich beide dabei nicht begegneten.
Carim Soliman
Carim Soliman

Tote und Verletzte bei russischen Drohnenattacken

Bei russischen Drohnenangriffen auf die ukrainischen Regionen Saporischschja und Dnipro sind mindestens drei Menschen getötet worden. Die Zahl der Verletzten wurde von offizieller Seite mit mindestens sechs angegeben. In der Oblast Saporischschja war demnach eine Drohne in einer Gartenanlage explodiert, eine weitere Drohne traf einen Lastwagen. Bei beiden Angriffen starb den regionalen Militärverwaltungen zufolge jeweils ein Mensch. Details zu dem Angriff in Dnipro wurden nicht genannt.

Das russische Militär hat die Angriffe gegen ukrainische Städte in den vergangenen Wochen verstärkt. Vor allem die großen Ballungszentren wie Kiew, Charkiw oder Odessa stehen im Visier der russischen Luftwaffe und werden mit Kampfdrohnen oder ballistischen Raketen angegriffen. Inzwischen hat das russische Verteidigungsministerium eine weitere Verschärfung seiner Schläge gegen Kiew und andere Gebiete der Ukraine angekündigt.

Nach den jüngsten Drohnenangriffen warnten die ukrainischen Sicherheitsbehörden die Bürger davor, Videos oder Fotos von russischen Drohnen- und Raketenangriffen sowie der dadurch entstandenen Schäden in sozialen Netzwerken zu posten. Der Gegner könne sonst diese Bilder analysieren und seine nächsten Angriffe besser planen, heißt es in der Mitteilung.

Selenskij hofft weiter auf Taurus-Marschflugkörper

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij wünscht sich von Deutschland weiter den MarschflugkörperTaurus, der Ziele in 500 Kilometern Entfernung präzise treffen kann. Nach seinem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Kiew sagte er auf die Frage, ob er nach all den Jahren der vergeblichen Bitten weiter Hoffnung auf den Taurus habe: „Natürlich. Niemals aufgeben.“

Die Ukraine hatte die Bundesregierung im Mai 2023 offiziell um die Lieferung der wegen ihrer Treffsicherheit und hohen Durchschlagskraft besonders begehrten Marschflugkörper gebeten. Der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) lehnte dies ab, auch weil er eine weitere Eskalation des Kriegs befürchtete.

Merz hatte Selenskij bei seinem Besuch in Kiew die Freigabe von einer Milliarde Euro für die Beschaffung von Abfangdrohnen und Waffen größerer Reichweite zugesagt. Um den Taurus geht es dabei aber nicht. 

Selenskij kündigt verstärkte Angriffe auf russische Ölraffinerien an

Die Ukraine will nach Angaben von Präsident Wolodimir Selenskij ihre Angriffe auf Ölraffinerien in Russland verstärken. Dies sei eine Reaktion auf eine neue russische Taktik, Einwohner Kiews und anderer Städte zur Flucht zu bewegen, sagte Selenskij der Nachrichtenagentur Reuters. „Auf ihre Angriffe auf unsere Energie müssen wir auf ihre Energie reagieren“, sagte Selenskij. „Vor allem auf Ölraffinerien: Das ist es, was ihnen Geld für diesen Krieg bringt.“

Selenskij erklärte, ukrainischen Geheimdiensten lägen Dokumente über eine „neue Doktrin“ von Russlands Präsident Wladimir Putin vor. „Wir haben Dokumente gesehen und wir wissen, dass sie Angriffe auf Infrastruktur erlauben (...) Straßen, Schulen, Krankenhäuser, um die Menschen unter Druck zu setzen, die Hauptstadt und andere Städte zu verlassen“, sagte Selenskij. Zuletzt hatte Russland erstmals die Brücken über den Fluss Dnipro in Kiew angegriffen. Das russische Außenministerium hat Ausländer aufgefordert, Kiew zu verlassen. Vertreter der Ukraine haben erklärt, Russland habe Hunderte ballistische Raketen gelagert, um im kommenden Winter gezielt die ukrainische Strom- und Wasserversorgung anzugreifen.

Selenskij erklärte, die Ukraine werde im Gegensatz zu Russland keine zivilen Ziele angreifen. Russland bestreitet ebenfalls, zivile Ziele ins Visier zu nehmen. Selenskij sagte, Putin wolle durch eine Ausweitung der Angriffe auf zivile Ziele Stärke demonstrieren, da seine Truppen an der Front Boden verlören.
Der ukrainische Präsident Selenskij während eines Interviews mit der Nachrichtenagentur Reuters.
Der ukrainische Präsident Selenskij während eines Interviews mit der Nachrichtenagentur Reuters. . Reuters

Russland kündigt Angriffe auf Kiew an und fordert Ausländer auf, die Stadt zu verlassen

Nachdem Russland weitere gezielte Vergeltungsangriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte angekündigt hat, fordert es Ausländer sowie Diplomaten zum Verlassen der Hauptstadt auf. Als Reaktion auf „terroristische Akte“ der ukrainischen Streitkräfte gegen die Zivilbevölkerung und zivile Infrastruktur setze die russische Armee ihre systematischen Angriffe auf militärische Einrichtungen fort, teilte das Außenministerium in Moskau mit. Das Ministerium warnte ausländische Staatsbürger und diplomatisches Personal davor, sich in der Ukraine aufzuhalten. „Die Verantwortung für jegliche nachteiligen Folgen liegt voll und ganz bei denjenigen, die diese Warnung ignorieren“, hieß es in der Erklärung.

Russland hatte zuletzt seine Angriffe auf die Infrastruktur in der ukrainischen Hauptstadt verstärkt. Bei einem Luftangriff am Samstag wurde eine Brücke über den Fluss Dnipro getroffen. Die zunehmenden Angriffe beeinträchtigen das Leben der drei Millionen Einwohner Kiews vor den nahenden Wintermonaten erheblich. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte in dieser Woche erklärt, die Ukraine zahle den Preis für ihre eigenen Angriffe auf Russland.

In den vergangenen Monaten haben beide Seiten ihre Angriffe auf Getreideschiffe im Schwarzen Meer intensiviert. Zudem geraten russische Ölraffinerien und andere Anlagen immer wieder unter ukrainischen Beschuss. In russischen Grenzregionen kamen durch ukrainische Drohnen auch Zivilisten ums Leben. Sowohl Russland als auch die Ukraine weisen den Vorwurf zurück, Zivilisten oder zivile Infrastruktur ins Visier zu nehmen. 

Moldau meldet Einschläge russischer Drohnen und Raketen

Russische Drohnen sind nach Angaben der moldauischen Präsidentin Maia Sandu auf moldauischem Staatsgebiet eingeschlagen. „Fünf russische Luftangriffswaffen, darunter 'Banderol'-Raketen und Drohnen, haben unseren Luftraum verletzt und sind auf unserem Boden explodiert“, schreibt Sandu auf der Plattform X. 

Nach Angaben der Armee waren Explosionen im Südosten zu hören. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es zunächst nicht; im angrenzenden ukrainischen Odessa wurde zu den genannten Zeitpunkten Luftalarm gemeldet. 

Russland trifft liberianisches Frachtschiff bei Odessa: ein Toter


Russland hat nach Angaben der ukrainischen Hafenverwaltung ein unter liberianischer Flagge fahrendes Frachtschiff in einem Schwarzmeerhafen der Region Odessa angegriffen. Dabei sei ein Mensch getötet und drei weitere verletzt worden, teilt die Behörde über Telegram mit. 13 weitere Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit gebracht worden. Russland hat seine Blockade der ukrainischen Schwarzmeerhäfen seit dem Sommer faktisch wieder aufgenommen. Dadurch sind Handelswege beeinträchtigt und Getreide- sowie Stahlexporte eingeschränkt. 

Kiew: Russland hat erneut Brücke getroffen

Russland hat nach ukrainischen Angaben erneut eine wichtige Brücke in Kiew beschädigt. Die Nordbrücke über den Fluss Dnipro sei bei den jüngsten russischen Luftangriffen getroffen worden und jetzt für den Verkehr gesperrt, sagte Bürgermeister Vitali Klitschko. Berichte über Opfer gab es nicht. In den vergangenen Tagen war schon die Südbrücke mehrmals von russischen Drohnen getroffen worden. Viele Einwohner der ukrainischen Hauptstadt leben östlich des Flusses und pendeln zur Arbeit auf die Westseite. Russland hat immer wieder betont, seine Angriffe seien nicht gegen die Zivilbevölkerung gerichtet.
Anna Schimpp

Seeblockade: Ukrainische Agrarexporte haben sich halbiert

Aufgrund der durch Russland blockierten Schwarzmeerhäfen haben sich die ukrainischen Agrarexporte mehr als halbiert - der Landwirtschaftsminister nennt dramatische Zahlen: „Das bedeutet, dass wir im laufenden Wirtschaftsjahr (2026/2027) etwa 30 Millionen Tonnen landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar (rund 26 Milliarden Euro) nicht exportieren können“, sagte Landwirtschaftsminister Taras Wyssozkyj Journalisten gemäß einer Meldung von Interfax-Ukraine. Im September seien die Exporte auf 2,4 Millionen Tonnen oder 46 Prozent der geplanten Ausfuhren gefallen. Davon waren 1,4 Millionen Tonnen Getreide. 

54 Prozent der Agrarexporte laufen derzeit über die Donauhäfen des Landes. Weitere 41 Prozent der Agrargüter werden mittels Eisenbahn ausgeführt und die verbleibenden 5 Prozent auf der Straße. „Im September haben wir im Vergleich zum August die Transportmengen sowohl auf der Schiene als auch auf der Donau erhöht“, erklärte der Minister.

Anfang Juli begann das ukrainische Militär Schiffe im Schwarzen und Asowschen Meer, die russisch kontrollierte Häfen anliefen, mit Drohnen anzugreifen. Mehr als 300 Tanker und Frachter hat Kiew eigenen Angaben nach seitdem beschädigt. Im Gegenzug intensivierte Russland seine Angriffe auf ukrainische Häfen am Schwarzen Meer und an der Donau und ebenso auf Schiffe. Dies brachte den Schiffsverkehr an den ukrainischen wie auch an den russischen Schwarzmeerhäfen weitgehend zum Erliegen. Russland versucht, einen Teil seiner Getreideexporte auf andere Häfen an Ostsee und am Arktischen Ozean umzuleiten. Beide Länder haben zusammen gewöhnlich einen Weltmarktanteil vor allem bei Weizen von bis zu 30 Prozent. Wichtige Abnehmerländer befinden sich in Nordafrika, dem Nahen Osten und Asien. 
Auf einem ukrainischen Bauernhof wird Weizen auf einen Lastwagen verladen. Im September konnte das Land nur noch 1,4 Millionen Tonnen Getreide exportieren.
Auf einem ukrainischen Bauernhof wird Weizen auf einen Lastwagen verladen. Im September konnte das Land nur noch 1,4 Millionen Tonnen Getreide exportieren. Valentyn Ogirenko/Reuters
Luzia Geier
Luzia Geier

Russische Luftangriffe treffen erneut Brücke in Kiew

Russische Luftangriffe haben nach ukrainischen Angaben erneut die Südbrücke in Kiew getroffen. Dies teilte der Bürgermeister Vitali Klitschko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Bereits am Vortag hatten russische Drohnenangriffe auf eine Schule und die Brücke über den Fluss Dnipro Brände in der Hauptstadt ausgelöst. Der Dreimillionenstadt könnte nun ein Verkehrskollaps drohen. 

Bei weiteren russischen Drohnenangriffen ist in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens ein Mensch getötet worden. Zwei weitere seien verletzt worden, teilte die Stadtverwaltung bei Telegram mit. Den Angaben zufolge schlug eine Drohne in einem Wohnhaus im Ostteil der Stadt ein. 

Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärt, zu den Zielen gehörten eine Straßen- und Eisenbahnbrücke über den Fluss Dnipro in Kiew, ein Umspannwerk in der Hauptstadtregion sowie ein Industriekomplex am Hafen von Ismajil im Gebiet Odessa. Die Brücke in Kiew sei für den Transport von Truppen und militärischer Ausrüstung in den Donbass genutzt worden. Die Anlage in Ismajil habe der Versorgung der ukrainischen Armee mit militärischen Gütern und Treibstoff gedient. Zudem sei im Schwarzen Meer ein Frachtschiff getroffen worden, das Rüstungsgüter und zivil wie militärisch nutzbare Waren in den Hafen von Odessa transportiert habe.  
Luzia Geier
Luzia Geier

Russland: Ukraine greift Industrieanlagen in Wolgograd an

Die Ukraine greift nach russischen Angaben Industrieanlagen in der Stadt Wolgograd mit Drohnen an. Dabei ist ein Feuer in einem Wohnhaus ausgebrochen und eine Person wurde verletzt, teilt Gouverneur Andrej Botscharow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Der Brand sei inzwischen gelöscht. Welche Anlagen genau Ziel des Angriffs waren, ließ der Gouverneur offen. In Wolgograd befindet sich eine große Ölraffinerie.
Luzia Geier
Luzia Geier

Ukraine bemüht sich um Beilegung des Streits mit Südkorea

Die Ukraine arbeitet ukrainischen Medienberichten zufolge an der Beilegung eines diplomatischen Streits mit Südkorea. Der Auslöser für die Unstimmigkeiten zwischen den Ländern war die öffentliche Bekanntgabe der Übergabe von zwei kriegsgefangenen nordkoreanischen Soldaten an Südkorea durch den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij. 

Das südkoreanische Präsidialamt verweist auf eine vereinbarte Geheimhaltung der Aktion und fordert eine Entschuldigung. „Ich möchte dies nicht als Zwischenfall bezeichnen. Sagen wir, es ist ein diplomatisches Missverständnis“, sagt Außenminister Andrij Sybiha einem Bericht des Nachrichtenportals nv.ua zufolge. Er hoffe, dass die Situation zeitnah gelöst werde. Nordkorea unterstützt Russland im Krieg gegen die Ukraine mit Tausenden Soldaten.

Selenskij: Ukraine setzt erstmals neue ballistische Rakete ein

Die Ukraine setzt nach Angaben von Präsident Wolodimir Selenskij erstmals ihre neue taktische ballistische Rakete vom Typ FP-7 im Kampf ein. „Danke für das Ergebnis. Als nächstes - die Produktion", schrieb Selenskij auf Telegram. Wo oder gegen welches Ziel die Rakete eingesetzt wurde, teilt er nicht mit. Russland setzt häufig ballistische Raketen bei Angriffen auf ukrainische Ziele ein. Militäranalysten zufolge hat die FP-7 eine Reichweite von etwa 200 Kilometern. Die Rakete wird vom Hersteller Fire Point auch als Abfangrakete für das europäische Raketenabwehrprogramm Freyja entwickelt.
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