Krieg in der UkraineSelenskij verschiebt Reise nach Riad und wartet auf US-Delegation

Eigentlich wollte der ukrainische Präsident nach Saudi-Arabien reisen, trifft sich nun aber wohl mit dem US-Sondergesandten Kellogg in Kiew.

Alle Entwicklungen im Liveblog

Dieser Liveblog ist archiviert und wird nicht mehr aktualisiert. Die aktuelle Berichterstattung finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in der Ukraine.

Wichtige Updates
Selenskij kündigt weitere Gespräche für Samstag an
Bei den Gesprächen zwischen der Ukraine, Russland und den USA steht die Territorialfrage im Mittelpunkt
Territorialfrage bleibt zentraler Streitpunkt
Rutte: Mehr Arktis-Sicherheit nicht auf Kosten der Ukraine
Witkoff: Große Fortschritte bei Ukraine-Verhandlungen – Kreml zurückhaltend
Viktoria Spinrad
Viktoria Spinrad

Russland greift Ukraine während Abu-Dhabi-Verhandlungen an

Während der laufenden Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland ist die ukrainische Hauptstadt Kiew einmal mehr von einer Welle russischer Luftangriffe getroffen worden. Die ukrainische Luftwaffe und das Nachrichtenportal Kyiv Independent meldeten nach Mitternacht, die Millionenstadt stehe schwer unter Beschuss. Behördenvertretern zufolge seien in mehreren Stadtteilen Drohnen und Raketen eingeschlagen. Bürgermeister Vitali Klitschko schrieb, es gebe mindestens ein Todesopfer und vier Verletzte. In einigen Stadtteilen gebe es zudem erneut Probleme mit der Wärme- und Wasserversorgung.

Auch aus der Großstadt Charkiw nahe der Grenze zu Russland wurden schwere Luftangriffe gemeldet. Nach Angaben von Bürgermeister Ihor Terechow wurden dort mindestens 19 Menschen verletzt. Mehrere Krankenhäuser und Wohngebäude seien beschädigt, manche Opfer unter Gebäudetrümmern eingeschlossen worden, schrieb er bei Telegram. Nach Angaben von Gouverneur Oleh Synjehubow sind unter den Verletzten eine Schwangere und ein Kind.

Am Morgen meldeten zudem die Behörden der nordukrainischen Stadt Tschernihiw einen schweren Angriff auf Energieanlagen. Fast in der gesamten Stadt sei der Strom ausgefallen, teilte der Pressedienst des Stadtparlaments mit. Die Umstellung auf Reservekapazitäten werde einige Zeit in Anspruch nehmen.

Die jüngsten Angriffe erfolgten, nachdem Unterhändler aus der Ukraine, Russland und den USA am Freitag den ersten von zwei Gesprächstagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten beendet hatten. Am ersten ⁠Verhandlungstag in Abu Dhabi ​ist es nach ukrainischen Angaben um die Parameter für das Ende des Krieges gegangen. Auch die weitere Logik des Verhandlungsprozesses sei ‍erörtert worden, „mit dem Ziel, einen würdigen und dauerhaften Frieden zu erreichen“, sagte der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow.
Dimitri Taube

Selenskij will nach russischen Angriffen Flugabwehr stärken

Die russischen Luftangriffe in der Nacht auf die Ukraine gehörten nach Angaben von Präsident Wolodimir Selenskij zu den schwersten seit Wochen. „In der Nacht hat Russland unsere Regionen massiv attackiert – sie haben 370 Kampfdrohnen und 21 Raketen unterschiedlicher Typen abgefeuert“, schrieb er auf Telegram. Als Reaktion bat er um schnelle westliche Hilfe bei der Stärkung der Flugabwehr.

Infolge der Angriffe habe es erneut schwere Schäden an der Infrastruktur zur Energieversorgung gegeben. „Jeder dieser russischen Schläge gegen die Energieversorgung zeigt, dass wir mit den Flugabwehr-Lieferungen nicht zögern können.“ Er zähle auf eine Reaktion und die Hilfe der westlichen Partner, schrieb Selenskij. 

Insbesondere wandte er sich an die USA: Die in Davos vereinbarten Maßnahmen ​müssten "vollständig ⁠umgesetzt" werden, sagt Selenskij. Er und ‌Trump hatten sich am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum getroffen und über Unterstützung bei der Luftabwehr gesprochen, ohne jedoch Details zu nennen. 
Viktoria Spinrad
Viktoria Spinrad

Wer bei den Gesprächen an diesem Samstag dabei sein soll

Die Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien über ein Ende des russischen Feldzugs gegen die Ukraine sollen an diesem Samstag in Abu Dhabi weitergehen. Nach ukrainischen Angaben werden auch Generalstabschef Andrij Hnatow und der stellvertretende Chef des Militärgeheimdienstes, Generalleutnant Wadym Skibizkyj, dazustoßen. Die russische Verhandlungsdelegation wird angeführt vom Chef des Militärgeheimdienstes, Igor Kostjukow. Von US-Seite ist unter anderem der fürs Heer zuständige Staatssekretär Daniel Driscoll dabei.

„Wir sind bereit, je nach Verlauf des Dialogs in verschiedenen Formaten zu arbeiten“, sagte der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow. Die Erfolgsaussichten der Gespräche sind unklar. Konkrete Ergebnisse drangen bislang nicht nach außen.
Philipp Saul
Philipp Saul

Selenskij kündigt weitere Gespräche für Samstag an

Nach dem Auftakt der ersten direkten Gespräche zwischen Ukrainern und Russen über eine Beendigung ihres Krieges hat der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij für diesen Samstag weitere Verhandlungen angekündigt. „Das ist wichtig, denn solche trilateralen Treffen gab es schon lange nicht mehr“, sagte Selenskij in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. Es sei noch zu früh, um Schlussfolgerungen zu dem Treffen in Abu Dhabi zu ziehen. Vor allem müsse Russland, das den Angriff begonnen habe, bereit sein, den Krieg zu beenden.

„Fast stündlich erhalte ich Berichte von den ukrainischen Vertretern – sie befinden sich derzeit in den Emiraten, wo heute ukrainische, amerikanische und russische Delegationen zu Gesprächen zusammengekommen sind“, sagte Selenskij. Gesprochen werde über die Bedingungen für ein Ende des Krieges. Er stehe in ständigem Kontakt mit der Delegation unter Leitung von Chefunterhändler Rustem Umjerow, sagte Selenskij.

Bei den Gesprächen geht es im Kern darum, ob die Ukraine sich auf die russische Bedingung für einen Waffenstillstand einlässt und sich aus dem noch von Kiew kontrollierten Teil in der ostukrainischen Industrieregion Donbass zurückzieht. Nach Angaben der russischen Staatsagentur Tass, die sich auf Verhandlungskreise berief, ging es auch um die Schaffung von Pufferzonen für den Fall eines Waffenstillstandes.
Amelie Schmidt

Frankreich fängt mutmaßlich russischen "Schattentanker" ab 

Die ​französische Marine hat den festgesetzten Öltanker  „Grinch“ in den Hafen von Marseille umgeleitet, wie Reuters aus Ermittlerkreisen erfuhr. Im Verdacht, das ‌Schiff gehöre zur sogenannten "Schattenflotte", die Russland trotz Sanktionen ​den ⁠Export von Öl ermöglicht, hatte die Marine das Schiff abgefangen. Der Zugriff erfolgte auf hoher See im westlichen Mittelmeer, teilte die französische Seepolizei mit. ‌Das Schiff, das Anfang Januar den russischen Hafen Murmansk verlassen hatte, fuhr unter der falschen Flagge der Komoren. Andere Länder, darunter Großbritannien, hätten den Einsatz Frankreichs ⁠unterstützt, hieß es.

Ein Großteil des russischen Öls wird von einer "Schattenflotte" transportiert, die versucht, sich ‍westlichen Kontrollen und Sanktionen zu entziehen. Im ‌Oktober hatte Frankreich bereits einen anderen sanktionierten Tanker, die „Boracay“, festgesetzt, diesen jedoch nach wenigen Tagen wieder freigegeben. 
Amelie Schmidt

Bei den Gesprächen zwischen der Ukraine, Russland und den USA steht die Territorialfrage im Mittelpunkt

In Abu Dhabi haben die trilateralen Gespräche zwischen Vertretern der Ukraine, Russlands und der USA begonnen. Das teilte das Außenministerium der Vereinigten Arabischen Emirate mit. Die Gespräche sollen am Samstag fortgesetzt werden. Im Kern geht es bei dem Treffen darum, wer nach einem Ende des Krieges die ostukrainische Industrieregion Donbass kontrollieren wird. „Die Frage des Donbass ist eine Schlüsselfrage“, sagte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij noch vor Beginn des Treffens. Auch der Kreml nannte den Donbass als wichtigsten Punkt des Treffens.

Moskau erhebt Anspruch auf das gesamte Gebiet Donezk im Donbass, kontrolliert es derzeit jedoch nur zu 80 Prozent. Kiew lehnt einen freiwilligen Abzug ab. Ohne eine Lösung der Territorialfrage werde es keinen dauerhaften Frieden geben, sagte der außenpolitische Berater von Kremlchef Wladimir Putin, Juri Uschakow.

Für die ukrainische Armee sind Städte wie Slowjansk und Kramatorsk im Gebiet Donezk ein strategisch wichtiger Verteidigungsgürtel, um einen Vormarsch der Russen Richtung Charkiw und zum Fluss Dnipro aufzuhalten. Selenskij reagierte auf die Forderung nach einem Rückzug mit der Gegenforderung, russische Truppen sollten sich um ebenso viele Kilometer zurückziehen. Die US-Regierung um Präsident Donald Trump versucht beide Seiten zu motivieren, in dem entmilitarisierten Streifen eine Freihandelszone einzurichten. Moskau möchte jedoch in dieser Zone die russische Polizei und die Nationalgarde patrouillieren lassen. Weil diese militärisch ausgerüstet wären, möchte Kiew diesen Vorschlag nicht annehmen.

So verläuft die Front:
Dimitri Taube

Mehrere Tote nach russischen Drohnenangriffen in der Ostukraine

Durch russische Drohnenangriffe sind in der Ostukraine mindestens vier Zivilisten getötet worden, darunter ein fünfjähriger Junge. Weitere fünf Menschen seien verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft des Gebiets Donezk auf Facebook mit. Zu den verletzten Opfern in der Ortschaft Tscherkaske im Landkreis Kramatorsk zählen drei Minderjährige. Die Siedlung ist etwa 35 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
Dimitri Taube

Selenskij weist russische Pläne für eingefrorenes Vermögen zurück

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat den russischen Vorschlag als „Unsinn“ bezeichnet, im Westen eingefrorene russische Vermögenswerte für den Wiederaufbau auf eigenem Gebiet wie der Region Kursk zu verwenden. Die Ukraine werde darum kämpfen, alle eingefrorenen russischen Gelder für den Wiederaufbau in der Ukraine nutzen zu können, teilte Selenskij mit.
Dimitri Taube

Taiwan bietet Ukraine nach Vorwürfen Gespräche an

Taiwan hat der Ukraine Gespräche zur Bekämpfung der Sanktionsumgehung angeboten. Hintergrund sind Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij, wonach Russland unerlaubt Raketenkomponenten aus Taiwan bezieht. Der taiwanesische Präsident Lai ‍Ching-te schrieb auf der Plattform X, man begrüße einen weiteren Informationsaustausch, um illegale Lieferungen über Drittländer und die verschleierte Endverwendung zu unterbinden. ‌Eine Stellungnahme aus Kiew gibt es zu dem Angebot noch nicht.
Viktoria Spinrad
Viktoria Spinrad

Territorialfrage bleibt zentraler Streitpunkt

Eine Friedenslösung zwischen Russland und der Ukraine wird weiter vom zentralen Kernstreitpunkt blockiert: Putins Forderung nach Kontrolle über ukrainische Gebiete. Das zeigt sich nach mehr als dreieinhalb Stunden Verhandlungen zwischen dem russischen Präsidenten und den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner in der Nacht zu Freitag in Moskau.

Es war bereits Witkoffs siebter Besuch bei Putin seit Trumps Amtsantritt. Dabei sollen „erhebliche Fortschritte“ beim 20-Punkte-Plan für ein Ende des Krieges erzielt worden sein, wie US-amerikanische und ukrainische Beamte mitteilten. Kiew und Moskau befänden sich jedoch weiterhin in einer Sackgasse über die Territorialfrage.

Ein Video des Auftakts auf dem Telegram-Kanal des Kremls zeigt die Gesandten bei der Begrüßung mit Putin am bekannten langen Ovaltisch. Die Unterredungen dauerten mehr als dreieinhalb Stunden, Witkoff verließ den Kreml gegen drei Uhr Ortszeit bei Schneetreiben.

Die russische Seite bestätigte den verbleibenden Kernkonflikt. Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow bezeichnete die Verhandlungen als nützlich für beide Seiten. Putin habe betont, dass er aufrichtig an einer diplomatischen Beilegung des Konflikts interessiert sei – aber nur unter der Bedingung von Gebietsabtretungen der Ukraine. Als größter verbliebener Streitpunkt gilt seit Längerem die territoriale Frage, insbesondere der künftige Status der ostukrainischen Region Donezk. Die Regierung in Moskau fordert den vollständigen Abzug der ukrainischen Truppen aus dem ‍Gebiet. Das hat Selenskijs Regierung bislang stets abgelehnt.

Das Treffen fand wenige Stunden statt, nachdem Trump am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos „gute“ Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij geführt hatte. Dieser hatte verkündet, dass sich die Ukraine und die USA auf Sicherheitsgarantien geeinigt hätten. Parallel zu den Verhandlungen waren in der Nacht zum Freitag bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen ​auf zwei ⁠Ortschaften im Südosten ‌der Ukraine ukrainischen Angaben zufolge ein Mensch getötet und ​mehr als ‍20 weitere Personen verletzt ‌worden. Betroffen war demnach auch die Heimatstadt Selenskijs. 

Nach dem Moskau-Treffen will Witkoff in die Vereinigten Arabischen Emirate reisen, um dort trilaterale Arbeitsgruppen mit russischen und ukrainischen Vertretern zu leiten. Für Moskau werde der Chef des ‍Militärgeheimdienstes GRU, Admiral Igor Kostjukow, die Verhandlungen leiten, teilte das russische Präsidialamt am frühen Freitagmorgen mit.
Juri Auel
Juri Auel

Putin empfängt US-Gesandte zu Gesprächen über Ukraine-Krieg 

Der russische Präsident Wladimir Putin empfängt in Moskau drei US-Gesandte ​zu Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs. Wie der Kreml mitteilt, nehmen an dem Treffen kurz vor Mitternacht (Ortszeit) die Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner sowie der Trump-Berater Josh Gruenbaum teil. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, eine Einigung sei "ziemlich nah". Witkoff zufolge hängt der Durchbruch nur noch an einem letzten Punkt. 
Carina Seeburg
Carina Seeburg

Selenskij kritisiert europäische Verbündete und Nato

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat seine europäischen Verbündeten und die Nato scharf angegriffen und ihnen zu wenig Unterstützung für sein Land im Krieg mit Russland vorgeworfen. „Europa diskutiert gern über die Zukunft, scheut sich aber davor, heute zu handeln – Handlungen, die darüber entscheiden, welche Art von Zukunft wir haben“, sagte Selenskij auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos.

Selenskij kritisierte auch die Nato. Das transatlantische Verteidigungsbündnis existiere lediglich dank des Glaubens, dass die USA im Falle eines Angriffs nicht tatenlos zusehen, sondern helfen würden. „Doch niemand hat das Bündnis bisher in Aktion erlebt“, sagte Selenskij. Er forderte eine Aufstockung der Streitkräfte. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert seit fast vier Jahren an.
Carina Seeburg
Carina Seeburg

Selenskij: Treffen zwischen USA, Russland und Ukraine

Vertreter der USA, der Ukraine und Russlands wollen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij über Bedingungen für ein Ende des Ukraine-Krieges reden. Die Gespräche auf Expertenebene sollen an diesem Freitag und Samstag in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden, wie Selenskij auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos sagte. 

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hatte zuvor angekündigt, von Moskau direkt nach Abu Dhabi fliegen zu wollen. Er befindet sich derzeit wie Selenskij auf dem Wirtschaftsgipfel im schweizerischen Davos. Von dort werde er noch am Donnerstag nach Moskau reisen. Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, sollen noch am Abend mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammenkommen. 

Direkte offizielle Treffen zwischen den beiden Kriegsparteien hat es seit mehreren Monaten nicht mehr gegeben, zuletzt war dafür Istanbul Schauplatz. Russische und ukrainische Militärs haben aber Abu Dhabi für informelle Treffen genutzt, bei denen es um den Austausch von Kriegsgefangenen ging. 

Zum kurzfristig angesetzten etwa einstündigen Treffen zwischen Trump und Selenskij in Davos machten beide Seiten nur spärliche Angaben. Es sei ein gutes Gespräch mit Selenskij gewesen, sagte Trump. Man müsse sehen, wie das Gespräch seiner Unterhändler Witkoff und Jared Kushner mit Kremlchef Putin verlaufe. Dabei sei die Botschaft an Putin: „Der Krieg muss aufhören.“ Auch Selenskij sprach von einem guten Treffen.
US-Präsident Donald Trump und sein ukrainischer Amtskollege Wolodimir Selenskij auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.
US-Präsident Donald Trump und sein ukrainischer Amtskollege Wolodimir Selenskij auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. AFP
Dimitri Taube

Rutte: Mehr Arktis-Sicherheit nicht auf Kosten der Ukraine

Die geplante Verstärkung der Nato-Präsenz in der Arktis wird nach Darstellung von Generalsekretär Mark Rutte die Unterstützung für die Ukraine nicht beeinträchtigen. Die Rahmenvereinbarung mit US-Präsident Donald Trump bedeute zwar, dass die Verbündeten mehr für die Sicherheit im hohen Norden tun müssten, sagt Rutte der Nachrichtenagentur Reuters beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Er versicherte jedoch, dass diese Anstrengungen keine Ressourcen binden ‍würden, die für die Ukraine benötigt würden.
Dimitri Taube

Witkoff: Große Fortschritte bei Ukraine-Verhandlungen – Kreml zurückhaltend

Bei den Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Krieges gibt es nach den Worten des US-Sondergesandten Steve Witkoff große Fortschritte. Er werde ‍noch am Donnerstag nach Moskau reisen, um über eine Lösung zu sprechen, kündigte Witkoff auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos ‌an.

„Ich denke, wir haben eine Menge Fortschritte gemacht“, sagte er. Die Verhandlungen seien auf eine letzte Frage reduziert. „Wenn also beide Seiten eine Lösung wollen, werden wir sie auch finden.“ Die Schaffung einer Freihandelszone in der Ukraine ‌wäre Witkoff zufolge „bahnbrechend“ für die Wirtschaft des Landes.

Der Kreml reagierte derweil zurückhaltend auf Witkoffs optimistische Aussagen. Russland schätze die Friedensbemühungen von US-Präsident Donald Trump und seiner Regierung zwar sehr, wolle sich aber zum derzeitigen Stand der Verhandlungen ‍nicht äußern, sagte Kremlsprecher Dmitrij Peskow. Dies gelte insbesondere kurz vor Witkoffs Ankunft in Moskau und seinem Treffen mit Präsident Wladimir Putin.

Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner ‌würden wohl etwa zwischen 17 und 18 Uhr eintreffen und dann mit Putin zusammenkommen. Nach dem Treffen werde sich der Kreml dazu äußern.
© SZ/dpa/rtr/epd/KNA/Bloomberg - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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