Dieser Liveblog ist archiviert und wird nicht mehr aktualisiert. Die aktuelle Berichterstattung finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in der Ukraine.
Wichtige Updates
Moskau spricht von internationaler Verwaltung für die Ukraine
Russischer Hafen Taman durch ukrainischen Drohnenangriff beschädigt
Außenbeauftragte Kallas: EU kann Ukraine kein festes Beitrittsdatum nennen
Selenskij erhält Auszeichnung für Widerstand der Ukrainer
Selenskij: Wahlen möglich nach zwei Monaten Waffenruhe
Zahl der zivilen Todesopfer 2025 enorm gestiegen
Täglich sterben Menschen in der Ukraine durch die russischen Angriffe. Und es werden seit Kriegsbeginn vor fast vier Jahren immer mehr. Im Jahr 2025 ist die Zahl der zivilen Opfer laut der britischen NGO „Action on Armed Violence“ im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent gestiegen. Zuerst hatte der Guardian über den „Explosive Violence Monitor“ berichtet. Die Organisation kommt nach der Auswertung britischer Medienberichte auf 2248 Zivilisten, die hauptsächlich durch Angriffe auf ukrainische Städte getötet wurden.
Dabei stellen die Beobachter fest, dass der Anteil der zivilen Opfer pro Angriff deutlich gestiegen ist. Im Durchschnitt wurden bei jedem Angriff 4,8 Zivilisten getötet oder verletzt, 33 Prozent mehr als im Jahr 2024. Ein Großteil der zivilen Opfer – sieben von zehn – kam bei Angriffen auf Wohngebiete ums Leben. Der schwerste Angriff des vergangenen Jahres ereignete sich der NGO zufolge am 24. Juni in Dnipro. Russische Raketen trafen einen Personenzug, Wohnhäuser und Schulen, wobei 21 Menschen getötet und 314 verletzt wurden, darunter 38 Kinder.
Weltweit sei die Zahl der zivilen Todesopfer durch explosive Gewalt, also durch Sprengwaffen, im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, stellt Action on Armed Violence fest. Das führen die Forscher auf den Waffenstillstand im Gazastreifen zurück.
Dabei stellen die Beobachter fest, dass der Anteil der zivilen Opfer pro Angriff deutlich gestiegen ist. Im Durchschnitt wurden bei jedem Angriff 4,8 Zivilisten getötet oder verletzt, 33 Prozent mehr als im Jahr 2024. Ein Großteil der zivilen Opfer – sieben von zehn – kam bei Angriffen auf Wohngebiete ums Leben. Der schwerste Angriff des vergangenen Jahres ereignete sich der NGO zufolge am 24. Juni in Dnipro. Russische Raketen trafen einen Personenzug, Wohnhäuser und Schulen, wobei 21 Menschen getötet und 314 verletzt wurden, darunter 38 Kinder.
Weltweit sei die Zahl der zivilen Todesopfer durch explosive Gewalt, also durch Sprengwaffen, im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, stellt Action on Armed Violence fest. Das führen die Forscher auf den Waffenstillstand im Gazastreifen zurück.
Amelie Schmidt
UN befürchtet neue Fluchtwelle
Die anhaltenden Angriffe Russlands auf die Energieversorgung der Ukraine drohen laut den Vereinten Nationen (UN) eine neue Fluchtwelle auszulösen. Schätzungsweise 325 000 Ukrainerinnen und Ukrainer könnten angesichts der Strom- und Heizungsausfälle ihre Heimatregionen verlassen, warnte die Internationale Organisation für Migration (IOM) in Genf. Es handele sich um Kinder, Frauen und Männer, die vorher schon einmal aus ihren Heimatregionen geflüchtet waren und inzwischen zurückgekehrt sind. Die Menschen litten unter den Energieunterbrechungen bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Die IOM gehört zu den Vereinten Nationen und hat nach eigenen Angaben seit Kriegsbeginn 6,9 Millionen Menschen innerhalb des Landes mit humanitären Gütern geholfen. Zudem unterstützte die Organisation weitere Millionen Menschen in elf Nachbarländern. Im Januar gab es laut UN in der Ukraine 3,7 Millionen Binnenflüchtlinge.
Stromausfall in Westrussland nach Drohnenangriffen
In der westrussischen Region Brjansk ist Behördenangaben zufolge nach ukrainischen Drohnenangriffen die Energieversorgung teilweise zusammengebrochen. "Durch einen Schlag des Feindes gegen Objekte der Energieinfrastruktur im Gebiet Brjansk sind in fünf Gemeinden und teilweise in der Stadt Brjansk Wärme und Strom ausgefallen", schrieb Gouverneur Alexander Bogomas bei Telegram.
Seinen Angaben nach handelte es sich um einen der schwersten ukrainischen Angriffe seit Kriegsbeginn. Der Drohnenbeschuss habe mehr als zwölf Stunden gedauert. Mehr als 170 Drohnen seien abgewehrt worden.
Russland beschießt systematisch das Energiesystem der benachbarten Ukraine. Aber auch das ukrainische Militär attackiert inzwischen mit Drohnen russische Regionen - oft mit dem Fokus auf die Öl- und Gasverarbeitung.
Seinen Angaben nach handelte es sich um einen der schwersten ukrainischen Angriffe seit Kriegsbeginn. Der Drohnenbeschuss habe mehr als zwölf Stunden gedauert. Mehr als 170 Drohnen seien abgewehrt worden.
Russland beschießt systematisch das Energiesystem der benachbarten Ukraine. Aber auch das ukrainische Militär attackiert inzwischen mit Drohnen russische Regionen - oft mit dem Fokus auf die Öl- und Gasverarbeitung.
Moskau spricht von internationaler Verwaltung für die Ukraine
Moskau bringt kurz vor Gesprächen über ein Kriegsende wieder eine internationale Übergangsverwaltung für die Ukraine unter Ägide der Vereinten Nationen ins Spiel. Russland sei bereit, mit den USA, Europa und anderen Ländern über eine externe Verwaltung zu sprechen, sagte Vizeaußenminister Michail Galusin der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass in Moskau.
„Ein solcher Schritt würde es ermöglichen, demokratische Wahlen in der Ukraine abzuhalten und eine handlungsfähige Regierung an die Macht zu bringen“, sagte Galusin. Mit dieser Führung könnten dann ein Friedensvertrag und Dokumente über die künftige Zusammenarbeit der beiden Länder unterzeichnet werden. Präsident Wladimir Putin habe einen solchen Vorschlag schon im März 2025 gemacht, sagte der stellvertretende Außenminister.
Galusins Äußerungen reihen sich ein in die Moskauer Versuche, die Ukraine als nicht handlungsfähigen Staat und die Führung von Präsident Wolodimir Selenskij als nicht legitim darzustellen. In der Ukraine sind aber alle staatlichen Stellen arbeitsfähig. Selenskij verwies bei der Münchner Sicherheitskonferenz darauf, wie schwierig eine Wahl sei, solange die Soldaten an der Front und die Bevölkerung im Hinterland unter Beschluss liegen. Vor einer Wahl seien mindestens zwei Monate Waffenruhe nötig, erklärte er.
„Ein solcher Schritt würde es ermöglichen, demokratische Wahlen in der Ukraine abzuhalten und eine handlungsfähige Regierung an die Macht zu bringen“, sagte Galusin. Mit dieser Führung könnten dann ein Friedensvertrag und Dokumente über die künftige Zusammenarbeit der beiden Länder unterzeichnet werden. Präsident Wladimir Putin habe einen solchen Vorschlag schon im März 2025 gemacht, sagte der stellvertretende Außenminister.
Galusins Äußerungen reihen sich ein in die Moskauer Versuche, die Ukraine als nicht handlungsfähigen Staat und die Führung von Präsident Wolodimir Selenskij als nicht legitim darzustellen. In der Ukraine sind aber alle staatlichen Stellen arbeitsfähig. Selenskij verwies bei der Münchner Sicherheitskonferenz darauf, wie schwierig eine Wahl sei, solange die Soldaten an der Front und die Bevölkerung im Hinterland unter Beschluss liegen. Vor einer Wahl seien mindestens zwei Monate Waffenruhe nötig, erklärte er.
Russischer Hafen Taman durch ukrainischen Drohnenangriff beschädigt
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Taman in der Oblast Krasnodar sind nach Angaben der örtlichen Behörden Anlagen zur Ölverladung beschädigt worden. Zwei Menschen seien verletzt worden, teilte der Gouverneur von Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, auf Telegram mit. Ein Öltank, ein Lagerhaus und Terminals im Dorf Wolna seien beschädigt worden. Mehr als 100 Einsatzkräfte seien vor Ort, um mehrere Brände zu löschen.
Das ukrainische Militär bestätigte seinen Angriff auf Krasnodar. Das Ölterminal Tamanneftegaz in der Nähe der Ortschaft Wolna sei getroffen worden und stehe in Flammen, teilte der ukrainische Generalstab mit.
Separate Angriffe auf den Ferienort Sotschi und das Dorf Jurowka nahe der Küstenstadt Anapa hätten geringere Schäden verursacht, erklärte Gouverneur Kondratjew weiter.
Der Hafen von Taman ist ein wichtiger Umschlagplatz. Branchenexperten zufolge wurden dort im vergangenen Jahr rund 4,16 Millionen Tonnen Ölprodukte verschifft. Zudem exportiert Russland über den Hafen Getreide, Kohle und andere Rohstoffe. Krasnodar war wiederholt Ziel ukrainischer Angriffe. Die Oblast liegt im Südwesten Russlands am Schwarzen Meer und gegenüber der bereits 2014 von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim, mit der sie durch die Brücke von Kertsch verbunden ist.
Das ukrainische Militär bestätigte seinen Angriff auf Krasnodar. Das Ölterminal Tamanneftegaz in der Nähe der Ortschaft Wolna sei getroffen worden und stehe in Flammen, teilte der ukrainische Generalstab mit.
Separate Angriffe auf den Ferienort Sotschi und das Dorf Jurowka nahe der Küstenstadt Anapa hätten geringere Schäden verursacht, erklärte Gouverneur Kondratjew weiter.
Der Hafen von Taman ist ein wichtiger Umschlagplatz. Branchenexperten zufolge wurden dort im vergangenen Jahr rund 4,16 Millionen Tonnen Ölprodukte verschifft. Zudem exportiert Russland über den Hafen Getreide, Kohle und andere Rohstoffe. Krasnodar war wiederholt Ziel ukrainischer Angriffe. Die Oblast liegt im Südwesten Russlands am Schwarzen Meer und gegenüber der bereits 2014 von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim, mit der sie durch die Brücke von Kertsch verbunden ist.
Ukrainischer Ex-Energieminister Haluschtschenko festgenommen
Der wegen Korruptionsverdacht entlassene frühere ukrainische Energieminister Herman Haluschtschenko ist bei einer versuchten Ausreise aus dem Land festgenommen worden. Das teilten die für Korruptionsbekämpfung zuständigen Kiewer Behörden SAP und Nabu auf ihren Telegram-Kanälen mit. Die Ermittlungen in dem weit verzweigten Fall von Bestechlichkeit dauern an.
Im vergangenen November hatten ukrainische Korruptionsfahnder Vorwürfe gegen eine Gruppe mutmaßlich bestechlicher Staatsdiener direkt im Umfeld von Präsident Wolodimir Selenskij erhoben. Sie sollen sich im staatlichen Konzern Ernerhoatom an Geld vergriffen haben, das eigentlich für Schutzbauten um Energieanlagen gegen feindliche Luftangriffe bestimmt war.
Haluschtschenko, einer der Beschuldigten, musste als Energieminister gehen. Dem Selenskij-Vertrauten Tymur Minditsch gelang die Flucht. Der Präsident baute daraufhin die Regierung um und ersetzte auch seinen einflussreichen Stabschef Andrij Jermak.
Im vergangenen November hatten ukrainische Korruptionsfahnder Vorwürfe gegen eine Gruppe mutmaßlich bestechlicher Staatsdiener direkt im Umfeld von Präsident Wolodimir Selenskij erhoben. Sie sollen sich im staatlichen Konzern Ernerhoatom an Geld vergriffen haben, das eigentlich für Schutzbauten um Energieanlagen gegen feindliche Luftangriffe bestimmt war.
Haluschtschenko, einer der Beschuldigten, musste als Energieminister gehen. Dem Selenskij-Vertrauten Tymur Minditsch gelang die Flucht. Der Präsident baute daraufhin die Regierung um und ersetzte auch seinen einflussreichen Stabschef Andrij Jermak.
Slowakei: Ukraine sollte mit Ölpipeline keinen Druck auf Ungarn ausüben
Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico warnt davor, dass die Ukraine Ungarn mit der ausbleibenden Reparatur der Druschba-Öl-Pipeline unter Druck setzen könne. Dies wäre dann der Fall, wenn die Ukraine die Pipeline nicht repariere, die russisches Öl durch die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei transportiert, sagt Fico nach einem Treffen mit US-Außenminister Marco Rubio in Bratislava. Die US-Regierung unterstützt die moskaunahen Regierungen in Ungarn und der Slowakei, übt aber gleichzeitig Druck auf Staaten wie Indien aus, kein russisches Gas und Öl mehr zu kaufen.
Außenbeauftragte Kallas: EU kann Ukraine kein festes Beitrittsdatum nennen
Die Ukraine hofft schon seit Jahren auf einen Beitritt zur Europäischen Union, doch die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat nun die Erwartungen gedämpft, dass bald ein konkreter Zeitpunkt genannt werden könnte. Nach ihrer Einschätzung seien die Mitgliedstaaten dazu derzeit nicht bereit, sagte Kallas auf der Münchner Sicherheitskonferenz, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Der ukrainische Präsidenten Wolodimir Selenskij hatte am Samstag in der bayerischen Landeshauptstadt erneut gefordert, ein festes Datum als Teil der Sicherheitsgarantien für einen endgültigen Friedensschluss mit Russland festzulegen.
Diplomaten zufolge war in einem 20-Punkte-Friedensplan, der zwischen den USA, der Ukraine und der EU diskutiert wurde, das Jahr 2027 als Zielmarke für den Beitritt vermerkt. Dies sollte den wirtschaftlichen Wohlstand der Ukraine nach Kriegsende sichern. Viele EU-Regierungen halten jedoch ein festes Datum für unrealistisch, da der Beitritt ein auf Leistung basierender Prozess sei, sagte Kallas. Fortschritte hingen allein davon ab, wie schnell ein Kandidat seine Gesetze an EU-Standards anpasse.
Der lettische Präsident Edgars Rinkēvičs wies auf der Sicherheitskonferenz darauf hin, dass die Beitrittsfrage zudem eng mit einem möglichen Friedensabkommen verknüpft sei, „ob es uns gefällt oder nicht“. Ohne Bewegung seitens des russischen Präsidenten Wladimir Putin werde es aber kein Abkommen geben – und er sehe nicht, dass sich Russland bewege.
Diplomaten zufolge war in einem 20-Punkte-Friedensplan, der zwischen den USA, der Ukraine und der EU diskutiert wurde, das Jahr 2027 als Zielmarke für den Beitritt vermerkt. Dies sollte den wirtschaftlichen Wohlstand der Ukraine nach Kriegsende sichern. Viele EU-Regierungen halten jedoch ein festes Datum für unrealistisch, da der Beitritt ein auf Leistung basierender Prozess sei, sagte Kallas. Fortschritte hingen allein davon ab, wie schnell ein Kandidat seine Gesetze an EU-Standards anpasse.
Der lettische Präsident Edgars Rinkēvičs wies auf der Sicherheitskonferenz darauf hin, dass die Beitrittsfrage zudem eng mit einem möglichen Friedensabkommen verknüpft sei, „ob es uns gefällt oder nicht“. Ohne Bewegung seitens des russischen Präsidenten Wladimir Putin werde es aber kein Abkommen geben – und er sehe nicht, dass sich Russland bewege.
Hillary Clinton: Trumps Haltung zur Ukraine ist "beschämend"
Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton hat Präsident Donald Trumps Haltung zur Ukraine als "beschämend" bezeichnet. "Ich halte den Versuch, die Ukraine zu einem Kapitulationsabkommen mit (dem russischen Präsidenten Wladimir) Putin zu zwingen, für beschämend", sagte die 78-Jährige auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
Entweder verstehe Trump das Leid der Ukrainer nicht, oder es sei ihm gleichgültig, sagte die einstige Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten. Die Ukraine kämpfe an der Front für Demokratie und Freiheit, verliere dabei Tausende Menschen und werde durch die Besessenheit eines einzelnen Mannes zerstört, sie zu kontrollieren, sagte Clinton. Der russische Angriffskrieg auf das Nachbarland begann vor fast vier Jahren auf Befehl Putins.
Clinton und ihr Ehemann, der frühere Präsident Bill Clinton, sind Kritiker von Trumps Politik. Hillary Clinton war im Präsidentschaftswahlkampf 2016 dessen Kontrahentin und unterlag Trump bei der Wahl.
Was der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij auf der Münchner Sicherheitskonferenz zu sagen hatte, lesen Sie hier:
Entweder verstehe Trump das Leid der Ukrainer nicht, oder es sei ihm gleichgültig, sagte die einstige Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten. Die Ukraine kämpfe an der Front für Demokratie und Freiheit, verliere dabei Tausende Menschen und werde durch die Besessenheit eines einzelnen Mannes zerstört, sie zu kontrollieren, sagte Clinton. Der russische Angriffskrieg auf das Nachbarland begann vor fast vier Jahren auf Befehl Putins.
Clinton und ihr Ehemann, der frühere Präsident Bill Clinton, sind Kritiker von Trumps Politik. Hillary Clinton war im Präsidentschaftswahlkampf 2016 dessen Kontrahentin und unterlag Trump bei der Wahl.
Was der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij auf der Münchner Sicherheitskonferenz zu sagen hatte, lesen Sie hier:
Selenskij erhält Auszeichnung für Widerstand der Ukrainer
Präsident Wolodimir Selenskij ist stellvertretend für den Mut und die Widerstandsfähigkeit aller Ukrainer mit dem Ewald-von-Kleist-Preis 2026 geehrt worden. Die Auszeichnung wurde ihm am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz bei einem Empfang von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) in der Münchner Residenz verliehen. Die Laudatio hielt Polens Ministerpräsident Donald Tusk.
Tusk sagte, das ukrainische Volk verdiene den größten Respekt der gesamten freien Welt. Die Ukraine zahle den höchsten Preis für ihren Widerstand gegen den Feind, der auch eine Bedrohung für ganz Europa und die gesamte westliche Welt sei.
Selenskij dankte insbesondere den europäischen Staats- und Regierungschefs namentlich für ihre Unterstützung, aber auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) und Nato-Generalsekretär Mark Rutte. „Ich danke allen, die uns zur Seite stehen.“
„Seit mehr als einem Jahrzehnt kämpft das ukrainische Volk für seine Freiheit, Unabhängigkeit und Würde – zunächst auf der Krim und im Donbass nach dem russischen Einmarsch 2014 und später im gesamten Land, nachdem Russland 2022 seine großangelegte Invasion gestartet hatte“, hatte der Leiter der Konferenz, Wolfgang Ischinger, bei der Bekanntgabe des Preisträgers bereits betont. Die Auszeichnung gelte ausdrücklich auch den vielen Menschen, die ihr Leben im Krieg verloren haben oder verletzt wurden.
Tusk sagte, das ukrainische Volk verdiene den größten Respekt der gesamten freien Welt. Die Ukraine zahle den höchsten Preis für ihren Widerstand gegen den Feind, der auch eine Bedrohung für ganz Europa und die gesamte westliche Welt sei.
Selenskij dankte insbesondere den europäischen Staats- und Regierungschefs namentlich für ihre Unterstützung, aber auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) und Nato-Generalsekretär Mark Rutte. „Ich danke allen, die uns zur Seite stehen.“
„Seit mehr als einem Jahrzehnt kämpft das ukrainische Volk für seine Freiheit, Unabhängigkeit und Würde – zunächst auf der Krim und im Donbass nach dem russischen Einmarsch 2014 und später im gesamten Land, nachdem Russland 2022 seine großangelegte Invasion gestartet hatte“, hatte der Leiter der Konferenz, Wolfgang Ischinger, bei der Bekanntgabe des Preisträgers bereits betont. Die Auszeichnung gelte ausdrücklich auch den vielen Menschen, die ihr Leben im Krieg verloren haben oder verletzt wurden.
Selenskij: Wahlen möglich nach zwei Monaten Waffenruhe
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat seine Forderung nach einer Waffenruhe für Neuwahlen in seinem Land erneuert. Es sei schwierig, in Kriegszeiten eine Abstimmung zu organisieren, zumal nicht nur die Soldaten an der Front kämpften, sondern auch das Volk im Hinterland unter Beschuss stehe, sagte er in einer Diskussionsrunde im Rahmen der Münchener Sicherheitskonferenz. „Geben Sie uns zwei Monate, dann können wir auch Wahlen abhalten“, sagte er an US-Präsident Donald Trump gewandt. Dieser hatte zuvor mehrfach Neuwahlen in der Ukraine gefordert.
Mit einem Waffenstillstand, Sicherheiten und der nötigen Infrastruktur sei es dann möglich, eine solche Abstimmung zu organisieren, sagte Selenskij nun. Scherzhaft bot er zudem Russland eine Waffenruhe für Wahlen dort an.
Russlands Führung behauptet seit Längerem, dass Selenskij nicht mehr legitimer Präsident sei, nachdem seine Amtszeit 2024 ausgelaufen ist – eine Sichtweise, die sich später dann auch Trump zu eigen machte. Die ukrainische Verfassung verbietet allerdings Wahlen während eines Kriegs. Eine der Forderungen Moskaus für einen Frieden ist eine Abstimmung im Nachbarland.
Mit einem Waffenstillstand, Sicherheiten und der nötigen Infrastruktur sei es dann möglich, eine solche Abstimmung zu organisieren, sagte Selenskij nun. Scherzhaft bot er zudem Russland eine Waffenruhe für Wahlen dort an.
Russlands Führung behauptet seit Längerem, dass Selenskij nicht mehr legitimer Präsident sei, nachdem seine Amtszeit 2024 ausgelaufen ist – eine Sichtweise, die sich später dann auch Trump zu eigen machte. Die ukrainische Verfassung verbietet allerdings Wahlen während eines Kriegs. Eine der Forderungen Moskaus für einen Frieden ist eine Abstimmung im Nachbarland.
Ukraine: Verletzte und eine Tote nach russischen Angriffen
Bei neuerlichen russischen Angriffen in der Nacht ist in der ukrainischen Hafenstadt Odessa eine Frau ums Leben gekommen. Die Frau sei beim Einschlag einer Drohne in ein einstöckiges privates Wohnhaus getötet worden, teilte Militärgouverneur Oleh Kiper bei Telegram mit. Das Haus sei abgebrannt.
Im Gebiet Kiew sind derweil zwei Menschen Behördenangaben zufolge durch Drohnenangriffe verletzt worden. Ein Mann habe im Landkreis Wyschhorod zahlreiche Schnittverletzungen erlitten, eine Frau einen Oberarmbruch. Beide seien ins Krankenhaus gebracht worden, teilte der Chef der Regionalverwaltung, Mykola Kalaschnyk, mit. Das durch den Drohnenangriff verursachte Feuer in ihrem Haus sei gelöscht worden.
Im Gebiet Kiew sind derweil zwei Menschen Behördenangaben zufolge durch Drohnenangriffe verletzt worden. Ein Mann habe im Landkreis Wyschhorod zahlreiche Schnittverletzungen erlitten, eine Frau einen Oberarmbruch. Beide seien ins Krankenhaus gebracht worden, teilte der Chef der Regionalverwaltung, Mykola Kalaschnyk, mit. Das durch den Drohnenangriff verursachte Feuer in ihrem Haus sei gelöscht worden.
Europäer sagen Ukraine neue Hilfe für Energieversorgung zu
Die Europäer haben der Ukraine bei einem Treffen im sogenannten Berlin-Format am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz weitere Hilfe zugesagt. Dabei gehe es um Energiehilfe, um die Folgen der anhaltenden Luftschläge gegen die zivile Infrastruktur zu lindern, hieß es aus Regierungskreisen. Es sei auch um Militärhilfe gegangen.
Teilnehmer seien neben Kanzler Friedrich Merz und dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij die Präsidenten beziehungsweise Regierungschefs aus mehreren Ländern gewesen, darunter Frankreich, Finnland, und Großbritannien. Auch die Spitzen von Nato, EU-Rat und EU-Kommission nahmen teil. Merz hatte Selenskij vorher bilateral getroffen.
Teilnehmer seien neben Kanzler Friedrich Merz und dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij die Präsidenten beziehungsweise Regierungschefs aus mehreren Ländern gewesen, darunter Frankreich, Finnland, und Großbritannien. Auch die Spitzen von Nato, EU-Rat und EU-Kommission nahmen teil. Merz hatte Selenskij vorher bilateral getroffen.
Merz und Rubio sprechen über Ukraine-Krieg
US-Außenminister Marco Rubio und Bundeskanzler Friedrich Merz haben sich bei der Siko über Bemühungen für ein Ende des Ukraine-Kriegs ausgetauscht. Rubio habe dabei die starke Unterstützung Deutschlands für die Ukraine gewürdigt, teilte ein Sprecher seines Ministeriums mit. Außerdem sei es um die Koordinierung von Wiederaufbaumaßnahmen gegangen.
Aus deutschen Regierungskreisen hieß es, dass Gespräch habe sich auf die Situation in der Ukraine, den Stand der Verhandlungen mit Russland und die weitere Unterstützung der Ukraine vor allem mit militärischen Mitteln konzentriert. Außerdem sei es um die europäische Rolle innerhalb der Nato gegangen. Rubio würdigte demnach deutsche Schritte zur Stärkung der Allianz.
Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge nahm Rubio jedoch nicht an einem Treffen der europäischen Partner zur Frage der Ukraine-Hilfe teil. Die USA haben ihre Hilfe für die Ukraine seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump deutlich zurückgefahren.
Aus deutschen Regierungskreisen hieß es, dass Gespräch habe sich auf die Situation in der Ukraine, den Stand der Verhandlungen mit Russland und die weitere Unterstützung der Ukraine vor allem mit militärischen Mitteln konzentriert. Außerdem sei es um die europäische Rolle innerhalb der Nato gegangen. Rubio würdigte demnach deutsche Schritte zur Stärkung der Allianz.
Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge nahm Rubio jedoch nicht an einem Treffen der europäischen Partner zur Frage der Ukraine-Hilfe teil. Die USA haben ihre Hilfe für die Ukraine seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump deutlich zurückgefahren.
Trump: Selenskij muss sich bewegen
US-Präsident Donald Trump hat behauptet, der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij werde eine Chance auf Frieden verpassen, wenn er nicht „in Bewegung komme“. Russland wolle inmitten des andauernden Krieges in der Ukraine ein Abkommen schließen, sagte Trump vor Reportern im Weißen Haus. „Russland will eine Einigung erzielen, und Selenskij muss sich bewegen. Sonst verpasst er eine große Chance. Er muss handeln.“
Trump behauptet immer wieder, der russische Präsident Wladimir Putin wolle Frieden. Doch Russland griff auch während entsprechender Verhandlungen die Ukraine immer wieder massiv an und zeigt nach Ansicht von Beobachtern bislang keine Anzeichen, tatsächlich an einer Beendigung seines Angriffskriegs interessiert zu sein.
Trump behauptet immer wieder, der russische Präsident Wladimir Putin wolle Frieden. Doch Russland griff auch während entsprechender Verhandlungen die Ukraine immer wieder massiv an und zeigt nach Ansicht von Beobachtern bislang keine Anzeichen, tatsächlich an einer Beendigung seines Angriffskriegs interessiert zu sein.
