Dieser Liveblog ist archiviert und wird nicht mehr aktualisiert. Die aktuelle Berichterstattung finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in der Ukraine.
Wichtige Updates
Russland: Kein Landesteil mehr vor ukrainischen Drohnen sicher
Drohnenattacken auf Kiew zu ungewohnter Zeit – Moskau meldet Großangriff
Kenianer sollen nicht mehr für Russland in der Ukraine kämpfen
Selenskij wirft EU wegen Pipeline-Reparatur Erpressung vor
Selenskij führt Moskaus Angriffe auf laxe Sanktionen zurück
Ukraine nimmt EU-Hilfsangebot für Reparatur von Druschba-Pipeline an
Im Streit über den Ausfall russischer Öl-Lieferungen durch die Ukraine und einen in diesem Zusammenhang von Ungarn blockierten EU-Milliardenkredit für Kiew deutet sich eine Entspannung an. Die Ukraine habe das Angebot der Europäischen Union für technische und finanzielle Hilfe zur Reparatur der beschädigten Druschba-Pipeline angenommen, teilte EU-Ratspräsident António Costa mit. In einem Schreiben an die EU erklärte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij, die Reparaturarbeiten stünden kurz vor dem Abschluss. Die Pumpstation werde voraussichtlich in eineinhalb Monaten wieder betriebsbereit sein, sofern es dort keine weiteren Angriffe durch Russland gebe.
Ungarn hatte am Montag angekündigt, einen 90 Milliarden Euro schweren Kredit der EU für die Ukraine und neue Sanktionen gegen Russland zu blockieren, solange die russischen Öl-Lieferungen über die Druschba-Pipeline unterbrochen blieben. Die Lieferungen durch die Pipeline nach Ungarn und in die Slowakei sind seit Ende Januar ausgesetzt.
Die Regierung in Kiew macht einen russischen Angriff auf die Anlagen der Pipeline in der Westukraine dafür verantwortlich. Die Slowakei und Ungarn geben dagegen der Ukraine die Schuld an der langen Unterbrechung. Sie sind stark von russischen Energielieferungen abhängig und pflegen trotz des Kriegs weiter engere Beziehungen mit Moskau.
„Vorwürfe, die Ukraine behindere absichtlich den Öltransport durch die Druschba-Pipeline, sind unbegründet“, hieß es in dem Schreiben Selenskijs an Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. In einem Brief an Selenskij hatten die beiden EU-Spitzen erklärt, die Wiederaufnahme der Öl-Lieferungen durch die Ukraine sei von großer Bedeutung für die Stabilität der Märkte. Zudem entspreche dies den vertraglichen Verpflichtungen der Ukraine. Sie bekräftigten ihre Zusage, dass die EU bis Ende 2027 schrittweise alle verbleibenden Ölimporte aus Russland beende.
Ungarn hatte am Montag angekündigt, einen 90 Milliarden Euro schweren Kredit der EU für die Ukraine und neue Sanktionen gegen Russland zu blockieren, solange die russischen Öl-Lieferungen über die Druschba-Pipeline unterbrochen blieben. Die Lieferungen durch die Pipeline nach Ungarn und in die Slowakei sind seit Ende Januar ausgesetzt.
Die Regierung in Kiew macht einen russischen Angriff auf die Anlagen der Pipeline in der Westukraine dafür verantwortlich. Die Slowakei und Ungarn geben dagegen der Ukraine die Schuld an der langen Unterbrechung. Sie sind stark von russischen Energielieferungen abhängig und pflegen trotz des Kriegs weiter engere Beziehungen mit Moskau.
„Vorwürfe, die Ukraine behindere absichtlich den Öltransport durch die Druschba-Pipeline, sind unbegründet“, hieß es in dem Schreiben Selenskijs an Costa und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. In einem Brief an Selenskij hatten die beiden EU-Spitzen erklärt, die Wiederaufnahme der Öl-Lieferungen durch die Ukraine sei von großer Bedeutung für die Stabilität der Märkte. Zudem entspreche dies den vertraglichen Verpflichtungen der Ukraine. Sie bekräftigten ihre Zusage, dass die EU bis Ende 2027 schrittweise alle verbleibenden Ölimporte aus Russland beende.
Russland: Kein Landesteil mehr vor ukrainischen Drohnen sicher
Der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Sergej Schojgu, hat davor gewarnt, dass wegen der Fortschritte bei der ukrainischen Drohnenproduktion keine Region Russlands mehr vor Angriffen sicher sei. Das erklärte der frühere Verteidigungsminister laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass bei einem Treffen mit Behördenvertretern in Jekaterinburg. Dabei verwies Schojgu laut Tass vor allem auf das Tempo bei der Entwicklung und die ausgeklügelten Einsatzmethoden der Drohnen.
Die Zahl der ukrainischen Sabotageakte gegen Russland sei im Jahr 2025 um 40 Prozent auf 1830 Vorfälle gestiegen, teilte Schojgu mit. Zudem behauptete er, ein Netzwerk von Geheimdiensten aus 56 Ländern arbeite gegen Russland, um die Angriffe zu ermöglichen, die er als „Sabotage- und Terroranschläge“ bezeichnete. Einzelheiten dazu nannte Schojgu allerdings nicht, und auch keine Namen der Staaten.
Die Ukraine greift immer wieder russisches Territorium aus der Luft an, etwa mit Drohnen. Attackiert wird dabei die Energieinfrastruktur, die von Kiew als militärisches Ziel betrachtet wird, weil sie Russlands Krieg direkt finanziert. Getroffen werden unter anderem Öldepots, es gibt regelmäßig Explosionen und Brände. Die Ukraine baut auch eigene Raketen mit längerer Reichweite, mit denen sie in den vergangenen Monaten wiederholt Ziele tief im Hinterland angegriffen hat.
Zudem gab es in den vergangenen Tagen angeblich verstärkte ukrainische Drohnenangriffe auf die Hauptstadt Moskau – so jedenfalls die Berichte aus Russland. In der Nacht zum Dienstag sollen 43 Drohnen über der Region Moskau abgefangen worden sein. Insgesamt wurden in der Nacht laut der Nachrichtenagentur Interfax 206 ukrainische Drohnen abgewehrt. Ob es infolge der Angriffe Schäden oder Opfer gab, wurde bisher nicht bekannt.
Die Zahl der ukrainischen Sabotageakte gegen Russland sei im Jahr 2025 um 40 Prozent auf 1830 Vorfälle gestiegen, teilte Schojgu mit. Zudem behauptete er, ein Netzwerk von Geheimdiensten aus 56 Ländern arbeite gegen Russland, um die Angriffe zu ermöglichen, die er als „Sabotage- und Terroranschläge“ bezeichnete. Einzelheiten dazu nannte Schojgu allerdings nicht, und auch keine Namen der Staaten.
Die Ukraine greift immer wieder russisches Territorium aus der Luft an, etwa mit Drohnen. Attackiert wird dabei die Energieinfrastruktur, die von Kiew als militärisches Ziel betrachtet wird, weil sie Russlands Krieg direkt finanziert. Getroffen werden unter anderem Öldepots, es gibt regelmäßig Explosionen und Brände. Die Ukraine baut auch eigene Raketen mit längerer Reichweite, mit denen sie in den vergangenen Monaten wiederholt Ziele tief im Hinterland angegriffen hat.
Zudem gab es in den vergangenen Tagen angeblich verstärkte ukrainische Drohnenangriffe auf die Hauptstadt Moskau – so jedenfalls die Berichte aus Russland. In der Nacht zum Dienstag sollen 43 Drohnen über der Region Moskau abgefangen worden sein. Insgesamt wurden in der Nacht laut der Nachrichtenagentur Interfax 206 ukrainische Drohnen abgewehrt. Ob es infolge der Angriffe Schäden oder Opfer gab, wurde bisher nicht bekannt.
EU-Ratspräsident will Gespräche mit Russland vorbereiten – Kritik an Orbán und Selenskij
Die Europäische Union sollte sich aus Sicht von Ratspräsident António Costa trotz des laufenden Ukraine-Krieges auf mögliche Gespräche mit Russland vorbereiten. Es könnte eines Tages nötig sein, die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump um einen Frieden in der Ukraine zu übernehmen, sagte Costa in einem Interview mit dem Nachrichtenagentur-Netzwerk European Newsroom. Denkbar wäre dies nach seinen Worten etwa, wenn Trump mit seinen Anstrengungen scheitern oder aber beschließen sollte, sie nicht mehr fortzusetzen.
Costa mahnte zudem an, bei Kontakten mit Russland keine Alleingänge zu unternehmen. Derzeit sollten Trumps Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine nicht gestört werden, sagte der frühere portugiesische Regierungschef. „Vorerst besteht unser Hauptbeitrag dazu darin, den wirtschaftlichen Druck auf Russland zu erhöhen und die Ukraine weiterhin mit allen Mitteln zu unterstützen.“
Zu der aktuellen ungarischen Blockade milliardenschwerer EU-Finanzhilfen für die Ukraine sagte Costa, die Haltung der Regierung in Budapest sei vollkommen inakzeptabel. Zugleich kritisierte er den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij wegen dessen Drohungen gegen Ungarn. „Natürlich können wir es nicht akzeptieren, wenn jemand – selbst in einem emotionalen Moment – einen Regierungschef eines Mitgliedstaats der Europäischen Union in unangemessener Weise anspricht“, sagte der EU-Ratspräsident.
Im Streit über die von Ungarn blockierten Finanzhilfen hatte Selenskij dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán offen gedroht. „Wir hoffen, dass eine Person in der Europäischen Union die 90 Milliarden Euro nicht blockieren wird und die ukrainischen Kämpfer Waffen bekommen, andernfalls geben wir die Adresse dieser Person unseren Jungs weiter, auf dass sie ihn anrufen und mit ihm in ihrer Sprache reden“, sagte Selenskij. Von der Regierung in Budapest wurden die Äußerungen als Einschüchterungs- und Erpressungsversuch gesehen.
Costa mahnte zudem an, bei Kontakten mit Russland keine Alleingänge zu unternehmen. Derzeit sollten Trumps Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden in der Ukraine nicht gestört werden, sagte der frühere portugiesische Regierungschef. „Vorerst besteht unser Hauptbeitrag dazu darin, den wirtschaftlichen Druck auf Russland zu erhöhen und die Ukraine weiterhin mit allen Mitteln zu unterstützen.“
Zu der aktuellen ungarischen Blockade milliardenschwerer EU-Finanzhilfen für die Ukraine sagte Costa, die Haltung der Regierung in Budapest sei vollkommen inakzeptabel. Zugleich kritisierte er den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij wegen dessen Drohungen gegen Ungarn. „Natürlich können wir es nicht akzeptieren, wenn jemand – selbst in einem emotionalen Moment – einen Regierungschef eines Mitgliedstaats der Europäischen Union in unangemessener Weise anspricht“, sagte der EU-Ratspräsident.
Im Streit über die von Ungarn blockierten Finanzhilfen hatte Selenskij dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán offen gedroht. „Wir hoffen, dass eine Person in der Europäischen Union die 90 Milliarden Euro nicht blockieren wird und die ukrainischen Kämpfer Waffen bekommen, andernfalls geben wir die Adresse dieser Person unseren Jungs weiter, auf dass sie ihn anrufen und mit ihm in ihrer Sprache reden“, sagte Selenskij. Von der Regierung in Budapest wurden die Äußerungen als Einschüchterungs- und Erpressungsversuch gesehen.
Drohnenattacken auf Kiew zu ungewohnter Zeit – Moskau meldet Großangriff
Russland hat Kiew und das Umland am Montagvormittag mit Drohnen angegriffen. Der Zeitpunkt war ungewöhnlich, denn normalerweise werden solche Angriffe nachts geflogen, da die Drohnen dann schwieriger abzuschießen sind. Zahlreiche Explosionen erschütterten die ukrainische Hauptstadt, Bewohner flüchteten in Schutzräume. Trümmerteile schlugen nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko unter anderem im Zentrum und in westlichen Vierteln ein. Berichte über Opfer liegen bisher nicht vor.
Die ukrainische Luftwaffe fing nach Angaben eines Sprechers 194 von 211 russischen Drohnen ab. Auch wenn die meisten Fluggeräte damit zerstört werden konnten, äußerte sich der Sprecher beunruhigt. Es habe sich um Drohnen unterschiedlicher Bauart gehandelt. Viele seien mit Kommunikationstechnologie ausgestattet gewesen, mit der sie ferngesteuert werden könnten. Eigentlich setzt Russland überwiegend programmierte Drohnen ein, die nicht mehr kontrolliert werden können, sobald sie in der Luft sind.
Unterdessen meldete Russland ebenfalls Drohnenattacken. Laut staatlichen Angaben wurde Moskau über das Wochenende mit Hunderten Drohnen aus der Ukraine angegriffen. Es sei der größte Angriff auf die russische Hauptstadt seit mindestens einem Jahr gewesen, teilten die Behörden mit. Die Flugabwehr habe eine Welle von weitreichenden Kamikaze-Drohnen nach der anderen auf dem Weg in die Stadt abgefangen, behaupteten russische Medien.
Insgesamt seien binnen zwei Tagen etwa 250 der unbemannten Fluggeräte mit Kurs auf Moskau abgeschossen worden, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin mit. Berichte über Opfer oder Schäden gibt es bislang nicht.
Die ukrainische Luftwaffe fing nach Angaben eines Sprechers 194 von 211 russischen Drohnen ab. Auch wenn die meisten Fluggeräte damit zerstört werden konnten, äußerte sich der Sprecher beunruhigt. Es habe sich um Drohnen unterschiedlicher Bauart gehandelt. Viele seien mit Kommunikationstechnologie ausgestattet gewesen, mit der sie ferngesteuert werden könnten. Eigentlich setzt Russland überwiegend programmierte Drohnen ein, die nicht mehr kontrolliert werden können, sobald sie in der Luft sind.
Unterdessen meldete Russland ebenfalls Drohnenattacken. Laut staatlichen Angaben wurde Moskau über das Wochenende mit Hunderten Drohnen aus der Ukraine angegriffen. Es sei der größte Angriff auf die russische Hauptstadt seit mindestens einem Jahr gewesen, teilten die Behörden mit. Die Flugabwehr habe eine Welle von weitreichenden Kamikaze-Drohnen nach der anderen auf dem Weg in die Stadt abgefangen, behaupteten russische Medien.
Insgesamt seien binnen zwei Tagen etwa 250 der unbemannten Fluggeräte mit Kurs auf Moskau abgeschossen worden, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin mit. Berichte über Opfer oder Schäden gibt es bislang nicht.
Kenianer sollen nicht mehr für Russland in der Ukraine kämpfen
Seit Monaten beklagt die Ukraine, dass Russland in Afrika Söldner für den Krieg im Nachbarland rekrutiert. Nun hat der kenianische Außenminister Musalia Mudavadi in Moskau erstmals vereinbart, dass keine Männer aus seinem Land mehr angeworben werden sollen. Denn das Ausmaß der russischen Rekrutierung hat in einigen afrikanischen Ländern Empörung ausgelöst. Allein Kenia gibt an, dass mehr als 1000 Kenianer für den Kampf angeworben wurden – angelockt von monatlichen Gehältern von mehreren tausend Dollar und Bonuszahlungen von mehr als 6000 Dollar.
Wie heikel das Thema ist, zeigte sich beim Besuch Mudavadis beim russischen Außenminister Sergej Lawrow in Moskau. Mudavadi lobte einerseits die Beziehungen zu Moskau. Andererseits betonte er, dass man eine Vereinbarung getroffen habe, wonach sich Kenianer nicht mehr zum Kampf melden dürften. Lawrow betonte, kenianische Staatsbürger hätten freiwillig Verträge unterzeichnet, um an der Seite der russischen Armee zu kämpfen.
Es ist unklar, wie viele Afrikaner genau in der Ukraine kämpfen. Die Regierung in Kiew spricht von mehr als 1700 Afrikanern, die auf russischer Seite kämpfen. Analysten gehen jedoch von einer höheren Zahl aus. Einem im Februar den Abgeordneten vorgelegten Bericht des kenianischen Geheimdienstes zufolge wurden mehr als 1000 Kenianer rekrutiert, um an der Seite Russlands im Krieg in der Ukraine zu kämpfen – fünfmal so viele, wie die Behörden zuvor geschätzt hatten. Kenianische Politiker beschrieben ein Netzwerk aus korrupten Staatsbeamten, die mit Menschenhändlerringen zusammengearbeitet hätten. Oft sollen den Menschen über Dritte lukrative zivile Arbeitsplätze angeboten worden sein, bevor sie dann in Russland plötzlich an die Front mussten.
Afrikanische Regierungen behandelten das Thema bisher mit Zurückhaltung, wohl um Russland nicht zu verärgern. Doch nun zieht es größere Kreise. Inpact, eine in Genf ansässige Organisation, die die russischen Rekrutierungsnetzwerke untersucht hat, hat mehrere Listen von Rekruten verifiziert, darunter eine mit detaillierten Angaben zu 1417 Bürgern aus Afrika. Kamerun, Ägypten und Ghana gehörten danach zu den Ländern mit den meisten Rekruten, hieß es in einem im Februar veröffentlichten Bericht. Die Rekrutierung von Afrikanern sei der Kern einer gezielten Strategie, um die Zahl der Soldaten zu erhöhen, die die ukrainischen Verteidigungslinien mit Angriffswellen überrennen sollen, erklärte Inpact. „Wir glauben, dass wir mit diesen Zahlen erst an der Oberfläche kratzen“, sagte Lou Osborn, ein Mitglied von Inpact. Seit der Veröffentlichung des Berichts hätten sich mehr als 40 Familien an die Organisation gewandt und die Rekrutierungsmethoden bestätigt, sagte er. Ghanas Außenminister Ablakwa kündigte an, das Thema mit anderen afrikanischen Ländern als kontinentales Problem anzugehen.
Wie heikel das Thema ist, zeigte sich beim Besuch Mudavadis beim russischen Außenminister Sergej Lawrow in Moskau. Mudavadi lobte einerseits die Beziehungen zu Moskau. Andererseits betonte er, dass man eine Vereinbarung getroffen habe, wonach sich Kenianer nicht mehr zum Kampf melden dürften. Lawrow betonte, kenianische Staatsbürger hätten freiwillig Verträge unterzeichnet, um an der Seite der russischen Armee zu kämpfen.
Es ist unklar, wie viele Afrikaner genau in der Ukraine kämpfen. Die Regierung in Kiew spricht von mehr als 1700 Afrikanern, die auf russischer Seite kämpfen. Analysten gehen jedoch von einer höheren Zahl aus. Einem im Februar den Abgeordneten vorgelegten Bericht des kenianischen Geheimdienstes zufolge wurden mehr als 1000 Kenianer rekrutiert, um an der Seite Russlands im Krieg in der Ukraine zu kämpfen – fünfmal so viele, wie die Behörden zuvor geschätzt hatten. Kenianische Politiker beschrieben ein Netzwerk aus korrupten Staatsbeamten, die mit Menschenhändlerringen zusammengearbeitet hätten. Oft sollen den Menschen über Dritte lukrative zivile Arbeitsplätze angeboten worden sein, bevor sie dann in Russland plötzlich an die Front mussten.
Afrikanische Regierungen behandelten das Thema bisher mit Zurückhaltung, wohl um Russland nicht zu verärgern. Doch nun zieht es größere Kreise. Inpact, eine in Genf ansässige Organisation, die die russischen Rekrutierungsnetzwerke untersucht hat, hat mehrere Listen von Rekruten verifiziert, darunter eine mit detaillierten Angaben zu 1417 Bürgern aus Afrika. Kamerun, Ägypten und Ghana gehörten danach zu den Ländern mit den meisten Rekruten, hieß es in einem im Februar veröffentlichten Bericht. Die Rekrutierung von Afrikanern sei der Kern einer gezielten Strategie, um die Zahl der Soldaten zu erhöhen, die die ukrainischen Verteidigungslinien mit Angriffswellen überrennen sollen, erklärte Inpact. „Wir glauben, dass wir mit diesen Zahlen erst an der Oberfläche kratzen“, sagte Lou Osborn, ein Mitglied von Inpact. Seit der Veröffentlichung des Berichts hätten sich mehr als 40 Familien an die Organisation gewandt und die Rekrutierungsmethoden bestätigt, sagte er. Ghanas Außenminister Ablakwa kündigte an, das Thema mit anderen afrikanischen Ländern als kontinentales Problem anzugehen.
Amelie Schmidt
EU verhängt Sanktionen gegen neun Beteiligte am Massaker in Butscha
Die Europäische Union verhängt nach Angaben des französischen Außenministers Jean-Noel Barrot Sanktionen gegen neun Personen im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Ihnen würden Kriegsverbrechen mit Blick auf das Massaker im ukrainischen Butscha vorgeworfen, sagt Barrot vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel.
Selenskij wirft EU wegen Pipeline-Reparatur Erpressung vor
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat es als „Erpressung“ bezeichnet, den Zugang der Ukraine zu 90 Milliarden Euro an Krediten der Europäischen Union an die Wiederherstellung der Druschba-Pipeline zu knüpfen. „Ich sage einfach: Wenn wir beschlossen haben, die Lieferungen von russischem Öl wiederherzustellen, dann sollen sie wissen, dass ich dagegen bin“, sagte der ukrainische Präsident am Wochenende auf einer Pressekonferenz in Kiew vor Reportern.
Zudem sagte Selenskij, er blockiere die Wiederherstellung nicht. „Ich blockiere es nicht. Aber wenn mir Bedingungen gestellt werden, dass die Ukraine keine Waffen erhalten wird, dann bin ich in dieser Frage machtlos, entschuldigen Sie. Ich habe unseren Freunden in Europa gesagt, dass man das Erpressung nennt.“
Selenskij erklärte weiter, dass Hindernisse häufig aus Ungarn kämen, das EU-Finanzierungen und Sanktionen regelmäßig blockiert oder verzögert habe – und zwar bereits „bevor all diese Druschba-Zwischenfälle“ aufgetreten seien. Diese Blockaden seien Teil einer dauerhaften politischen Linie der ungarischen Führung, sagte Selenskij. „Das ist eine konsequente Politik der heutigen Führung in Ungarn, die ständig nach Gründen sucht, etwas zu blockieren und Russland ein wenig zu unterstützen.“
Die Druschba-Pipeline verläuft durch die Westukraine. Sie transportiert Öl in die Binnenländer Slowakei und Ungarn. Ende Januar wurde sie von russischen Drohnen getroffen, wobei der größte Ölspeicher sowie Pumpanlagen schwer beschädigt wurden. Die Pipeline ist seit Beginn der russischen Invasion in die Ukraine mehr als 20 Mal getroffen worden. Die Schwere der jüngsten Schäden bedeute jedoch, dass die Wiederherstellung mehr Zeit benötigt, sagte Selenskij.
Zudem sagte Selenskij, er blockiere die Wiederherstellung nicht. „Ich blockiere es nicht. Aber wenn mir Bedingungen gestellt werden, dass die Ukraine keine Waffen erhalten wird, dann bin ich in dieser Frage machtlos, entschuldigen Sie. Ich habe unseren Freunden in Europa gesagt, dass man das Erpressung nennt.“
Selenskij erklärte weiter, dass Hindernisse häufig aus Ungarn kämen, das EU-Finanzierungen und Sanktionen regelmäßig blockiert oder verzögert habe – und zwar bereits „bevor all diese Druschba-Zwischenfälle“ aufgetreten seien. Diese Blockaden seien Teil einer dauerhaften politischen Linie der ungarischen Führung, sagte Selenskij. „Das ist eine konsequente Politik der heutigen Führung in Ungarn, die ständig nach Gründen sucht, etwas zu blockieren und Russland ein wenig zu unterstützen.“
Die Druschba-Pipeline verläuft durch die Westukraine. Sie transportiert Öl in die Binnenländer Slowakei und Ungarn. Ende Januar wurde sie von russischen Drohnen getroffen, wobei der größte Ölspeicher sowie Pumpanlagen schwer beschädigt wurden. Die Pipeline ist seit Beginn der russischen Invasion in die Ukraine mehr als 20 Mal getroffen worden. Die Schwere der jüngsten Schäden bedeute jedoch, dass die Wiederherstellung mehr Zeit benötigt, sagte Selenskij.
Öllager in Russland nach stundenlangem Brand gelöscht
Ein durch ukrainische Drohnenangriffe in der Nacht hervorgerufene Brand in einem Öllager im Süden Russlands ist gelöscht worden. Die Löscharbeiten dauerten rund einen halben Tag, wie der Krisenstab der Region Krasnodar mitteilte. Das Depot nahe der Stadt Tichorezk war in der Nacht in Flammen aufgegangen. Es war der zweite Angriff auf das Lager innerhalb weniger Tage. Bei der Attacke wurden offiziellen Angaben zufolge auch zwei Hochstromleitungen beschädigt. Tichorezk liegt Hunderte Kilometer von der Front entfernt.
Russland beschießt systematisch das Hinterland der Ukraine, dabei vor allem Energieanlagen. Im Gegenzug zielt Kiew in seinem Abwehrkampf neben militärischen Anlagen auch auf Objekte der russischen Öl- und Gasindustrie. Dies soll einerseits die Treibstoffversorgung des russischen Militärs, andererseits die Finanzierung des Kriegs für Moskau insgesamt erschweren.
Russland beschießt systematisch das Hinterland der Ukraine, dabei vor allem Energieanlagen. Im Gegenzug zielt Kiew in seinem Abwehrkampf neben militärischen Anlagen auch auf Objekte der russischen Öl- und Gasindustrie. Dies soll einerseits die Treibstoffversorgung des russischen Militärs, andererseits die Finanzierung des Kriegs für Moskau insgesamt erschweren.
Selenskij führt Moskaus Angriffe auf laxe Sanktionen zurück
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat angesichts schwerer russischer Angriffe auf sein Land und den Krieg im Nahen Osten zur stärkeren Einhaltung der Sanktionen gegen Moskau gemahnt. Allein in der vergangenen Woche habe Russland 1770 Kampfdrohnen sowie 86 Raketen und Marschflugkörper gegen die Ukraine eingesetzt, schrieb er auf Telegram. „Jede dieser Raketen beinhaltet mindestens 60 ausländische Bauteile, die Russland unter Umgehung der Sanktionen erhält.“ Das Schema der Sanktionsumgehung sei bekannt und müsse beendet werden, forderte er.
Selenskij erinnerte in dem Zusammenhang auch an den Krieg im Nahen Osten, in dem Iran die Angriffe der USA und Israels unter anderem mit Drohnenattacken gegen eine Reihe von Ländern im Nahen Osten beantwortet. Da die Welt nicht genügend Ressourcen habe, um eine Flugabwehr für Europa und den Nahen Osten auf die Beine zu stellen, sei es umso wichtiger, den Russen die Möglichkeit zu nehmen, Raketen in ihren Fabriken herzustellen, schrieb er.
Selenskij erinnerte in dem Zusammenhang auch an den Krieg im Nahen Osten, in dem Iran die Angriffe der USA und Israels unter anderem mit Drohnenattacken gegen eine Reihe von Ländern im Nahen Osten beantwortet. Da die Welt nicht genügend Ressourcen habe, um eine Flugabwehr für Europa und den Nahen Osten auf die Beine zu stellen, sei es umso wichtiger, den Russen die Möglichkeit zu nehmen, Raketen in ihren Fabriken herzustellen, schrieb er.
Ukraine will im Gegenzug für Hilfe für Nahost-Staaten Geld und Technologie
Die Ukraine will Geld und Technologie im Gegenzug für ihre Hilfe bei der Verteidigung der Staaten im Nahen Osten gegen iranische Kamikaze-Drohnen. Präsident Wolodimir Selenskij zufolge sind bereits Spezialisten in vier Länder der Region entsandt worden. Jedes Team bestehe aus Dutzenden Personen.
Sie könnten demonstrieren, wie Drohnenabwehrsysteme funktionieren sollten, sagt Selenskij in einer Erklärung vor der Presse. Die Ukraine hat viel Erfahrung mit der Abwehr iranischer Shahed-Drohnen, die seit Langem von den russischen Streitkräften im Krieg eingesetzt werden.
Sie könnten demonstrieren, wie Drohnenabwehrsysteme funktionieren sollten, sagt Selenskij in einer Erklärung vor der Presse. Die Ukraine hat viel Erfahrung mit der Abwehr iranischer Shahed-Drohnen, die seit Langem von den russischen Streitkräften im Krieg eingesetzt werden.
Selenskij: USA wollen nächste Woche trilaterale Gespräche abhalten
Die US-Vermittler wollen dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij zufolge nächste Woche in den USA trilaterale Gespräche mit Russland und der Ukraine über eine Beendigung des Krieges abhalten. Ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump sei nötig, unterstreicht Selenskij.
Die Suche nach einem Verhandlungsort gleiche einer Seifenoper, hatte Selenskij zuvor gesagt. Russland lehnt die USA als Ort ab und bevorzuge die Türkei oder die Schweiz, was Washington wiederum zurückweise. Die Ukraine sei zu Treffen in Miami, Washington, der Schweiz, der Türkei oder den Emiraten bereit, sagte Selenskij. Die Entscheidung liege nun bei den USA.
Seit Jahresbeginn fanden bereits zwei von den USA vermittelte Gesprächsrunden in den Vereinigten Arabischen Emiraten und eine weitere in Genf statt. Hauptstreitpunkt bleiben die Gebietsansprüche im Donbass.
Die Suche nach einem Verhandlungsort gleiche einer Seifenoper, hatte Selenskij zuvor gesagt. Russland lehnt die USA als Ort ab und bevorzuge die Türkei oder die Schweiz, was Washington wiederum zurückweise. Die Ukraine sei zu Treffen in Miami, Washington, der Schweiz, der Türkei oder den Emiraten bereit, sagte Selenskij. Die Entscheidung liege nun bei den USA.
Seit Jahresbeginn fanden bereits zwei von den USA vermittelte Gesprächsrunden in den Vereinigten Arabischen Emiraten und eine weitere in Genf statt. Hauptstreitpunkt bleiben die Gebietsansprüche im Donbass.
Trump verteidigt Lockerung von Öl-Sanktionen gegen Russland
US-Präsident Donald Trump hat die Lockerung von Sanktionen seiner Regierung gegen Russland infolge des Iran-Kriegs gerechtfertigt. „Ich will Öl für die Welt haben“, sagte Trump dem Sender NBC News auf die Frage zu seiner Entscheidung, angesichts der steigenden Energiepreise Kaufbeschränkungen zu lockern.
Zur Unterstützung der Ukraine in ihrem seit mehr als vier Jahren andauernden Abwehrkampf gegen Russlands Invasion waren beispiellose Sanktionen gegen Moskau verhängt worden. Doch vor wenigen Tagen hatte US-Finanzminister Scott Bessent mitgeteilt, dass russisches Öl, das sich bereits auf Schiffen befinde, vorerst doch wieder straflos verkauft werden dürfe. Ziel sei es, das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern, nachdem die Ölpreise infolge des Iran-Kriegs drastisch gestiegen waren. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.
Deutschland und andere Unterstützer der Ukraine hatten die Entscheidung massiv kritisiert und darauf verwiesen, dass der Druck auf Russland aufrechterhalten werden müsse, um den Krieg zu beenden.
Trump hingegen warf dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij in dem NBC-Interview erneut vor, ein größeres Hindernis für ein mögliches Ende des Krieges zu sein als Kremlchef Wladimir Putin. „Ich bin überrascht, dass Selenskij kein Abkommen schließen will. Sagen Sie Selenskij, er soll ein Abkommen schließen, denn Putin ist dazu bereit“, sagte Trump in dem NBC-Interview. „Mit Selenskij ist es weitaus schwieriger, eine Einigung zu erzielen.“
Zur Unterstützung der Ukraine in ihrem seit mehr als vier Jahren andauernden Abwehrkampf gegen Russlands Invasion waren beispiellose Sanktionen gegen Moskau verhängt worden. Doch vor wenigen Tagen hatte US-Finanzminister Scott Bessent mitgeteilt, dass russisches Öl, das sich bereits auf Schiffen befinde, vorerst doch wieder straflos verkauft werden dürfe. Ziel sei es, das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern, nachdem die Ölpreise infolge des Iran-Kriegs drastisch gestiegen waren. Die befristete Ausnahme von US-Sanktionen soll bis 11. April gelten.
Deutschland und andere Unterstützer der Ukraine hatten die Entscheidung massiv kritisiert und darauf verwiesen, dass der Druck auf Russland aufrechterhalten werden müsse, um den Krieg zu beenden.
Trump hingegen warf dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij in dem NBC-Interview erneut vor, ein größeres Hindernis für ein mögliches Ende des Krieges zu sein als Kremlchef Wladimir Putin. „Ich bin überrascht, dass Selenskij kein Abkommen schließen will. Sagen Sie Selenskij, er soll ein Abkommen schließen, denn Putin ist dazu bereit“, sagte Trump in dem NBC-Interview. „Mit Selenskij ist es weitaus schwieriger, eine Einigung zu erzielen.“
Viele Verletzte nach russischem Angriff auf Saporischschja
Bei einem Bombenangriff auf die ukrainische Großstadt Saporischschja sind nach Behördenangaben mindestens ein Mensch getötet und weitere 18 verletzt worden. Unter den Verletzten seien auch zwei Minderjährige, teilte Gebietsgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram mit. Die Zahl der Opfer könnte noch steigen, unter den Trümmern der Wohnhäuser wird nach weiteren Menschen gesucht. Nach Angaben Fedorows wurden zwölf größere Wohnblocks und weitere zwölf private Wohnhäuser bei dem Angriff getroffen.
Streit um Umgang mit Oligarchen: EU einigt sich bei Russland-Sanktionen
Die EU-Staaten haben sich nach wochenlangen schwierigen Diskussionen doch noch rechtzeitig auf eine Verlängerung von Sanktionen gegen Russland geeinigt. Ein Kompromiss sieht vor, dass die zwei prominenten Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman entgegen Forderungen der Slowakei und Ungarns vorerst mit Strafmaßnahmen belegt bleiben. Die Sanktionen gegen die beiden und insgesamt rund 2600 weitere Personen und Organisationen werden allerdings nur um sechs Monate und nicht, wie ursprünglich geplant, um zwölf Monate verlängert. Zudem werden die Sanktionen gegen zwei Personen nicht verlängert, bei denen es nur sehr schwache Hinweise auf eine Unterstützung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine gibt, wie der Rat der Mitgliedstaaten mitteilte. Die betreffenden Namen wurden zunächst nicht bekanntgegeben.
Die Sanktionen der EU umfassen in der Regel Reisebeschränkungen, das Einfrieren von Vermögenswerten sowie das Verbot der Bereitstellung von Geldern oder anderen wirtschaftlichen Ressourcen. Betroffen sind zahlreiche russische Politiker und Spitzenbeamte, aber auch etliche Unternehmer mit geschäftlichen Aktivitäten in der EU. Letztere werden von den Sanktionen besonders hart getroffen. Ohne die Verlängerungsentscheidung wären die Sanktionen an diesem Sonntag ausgelaufen.
Die Sanktionen der EU umfassen in der Regel Reisebeschränkungen, das Einfrieren von Vermögenswerten sowie das Verbot der Bereitstellung von Geldern oder anderen wirtschaftlichen Ressourcen. Betroffen sind zahlreiche russische Politiker und Spitzenbeamte, aber auch etliche Unternehmer mit geschäftlichen Aktivitäten in der EU. Letztere werden von den Sanktionen besonders hart getroffen. Ohne die Verlängerungsentscheidung wären die Sanktionen an diesem Sonntag ausgelaufen.
Tote und Verletzte nach russischem Angriff im Großraum Kiew
Nach ukrainischen Angaben sind im Umland von Kiew bei russischen Angriffen mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern mindestens vier Menschen getötet worden. Die Anzahl der Verletzten belaufe sich auf 15. „Drei davon sind schwer verletzt, zwei werden gerade operiert“, schrieb der Gouverneur der Region, Mykola Kalaschnyk, auf Telegram. Am schwersten getroffen wurden demnach die Gebiete um die Städte Browary und Obuchiw.
Insgesamt wurden laut Kalaschnyk etwa 30 Objekte getroffen und beschädigt, darunter private Wohnhäuser, größere Wohnblocks, Schulen, ein Kindergarten, Infrastrukturanlagen und Fahrzeuge. Auch die Hauptstadt Kiew selbst ist nach Medienberichten von den Folgen der Attacke betroffen. Wegen Stromausfällen fahren Straßenbahnen und Omnibusse in mehreren Stadtbezirken nicht.
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij richtete sich der Angriff mit rund 430 Drohnen und 68 Raketen auch gegen die Regionen Sumy, Charkiw, Dnipropetrowsk und Mykolajiw. Die meisten Geschosse seien von der Flugabwehr abgefangen worden.
Russische Behörden berichten unterdessen wiederum von Angriffen auf den Hafen Port Kawkas im Gebiet Krasnodar. Drei Menschen seien durch Drohnentrümmer verletzt, darüber hinaus die Infrastruktur des Hafens und ein Schiff beschädigt worden, teilte der Krisenstab der Region mit. Port Kawkas wird für die Versorgung der russischen Truppen im Krieg gegen die Ukraine genutzt.
Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, es habe in der Nacht 87 ukrainische Drohnen abgeschossen, davon 31 über dem Asowschen Meer und 16 über der Region Krasnodar. Russland gibt stets nur an, wie viele feindliche Drohnen oder Raketen abgefangen wurden, nicht wie viele die ukrainischen Streitkräfte abgefeuert haben.
Insgesamt wurden laut Kalaschnyk etwa 30 Objekte getroffen und beschädigt, darunter private Wohnhäuser, größere Wohnblocks, Schulen, ein Kindergarten, Infrastrukturanlagen und Fahrzeuge. Auch die Hauptstadt Kiew selbst ist nach Medienberichten von den Folgen der Attacke betroffen. Wegen Stromausfällen fahren Straßenbahnen und Omnibusse in mehreren Stadtbezirken nicht.
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij richtete sich der Angriff mit rund 430 Drohnen und 68 Raketen auch gegen die Regionen Sumy, Charkiw, Dnipropetrowsk und Mykolajiw. Die meisten Geschosse seien von der Flugabwehr abgefangen worden.
Russische Behörden berichten unterdessen wiederum von Angriffen auf den Hafen Port Kawkas im Gebiet Krasnodar. Drei Menschen seien durch Drohnentrümmer verletzt, darüber hinaus die Infrastruktur des Hafens und ein Schiff beschädigt worden, teilte der Krisenstab der Region mit. Port Kawkas wird für die Versorgung der russischen Truppen im Krieg gegen die Ukraine genutzt.
Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, es habe in der Nacht 87 ukrainische Drohnen abgeschossen, davon 31 über dem Asowschen Meer und 16 über der Region Krasnodar. Russland gibt stets nur an, wie viele feindliche Drohnen oder Raketen abgefangen wurden, nicht wie viele die ukrainischen Streitkräfte abgefeuert haben.



