Dieser Liveblog ist archiviert und wird nicht mehr aktualisiert. Die aktuelle Berichterstattung finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in der Ukraine .
Wichtige Updates
Russland lockert Diesel-Exportverbot nach Einigung mit Trump
Trump attackiert Selenskij: Ukraine sollte „sich einen neuen Anführer suchen“
Tote bei russischen Angriffen auf Saporischschja - Ukraine reagiert mit Gegenangriffen
Trump kündigt große Diesellieferungen aus Russland an
Ukraine: 33 Tote nach russischem Angriff auf Linienbusse in der Ostukraine
Trump attackiert Selenskij: Ukraine sollte „sich einen neuen Anführer suchen“
US-Präsident Donald Trump verlangt einen Führungswechsel in der Ukraine und ein Ende der ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij solle diese Angriffe „verdammt noch mal“ einstellen, sagte Trump vor Journalisten im Weißen Haus. „Ich schlage vor, dass sie sich einen neuen Anführer suchen, der einen Deal machen kann“, erklärte er weiter.
Selenskij hatte sich mehrfach zu direkten Gesprächen mit Putin bereiterklärt, aber Einladungen nach Moskau kategorisch abgelehnt. Ein Wechsel an der Staatsspitze der Ukraine ist aktuell nicht möglich, da laut Verfassung eine Wahl zu Kriegszeiten ausgeschlossen ist.
Trump ist vor den US-Wahlen am 3. November innenpolitisch unter Druck geraten, weil die Benzinpreise infolge des von ihm begonnenen Iran-Kriegs gestiegen sind. Deswegen hat Trump mit dem Kreml vereinbart, dass Russland entgegen bisherigen Sanktionen Diesel in die USA und auf den Weltmarkt liefert, damit die Preise sinken. Selenskij hatte die Vereinbarung kritisiert, da sie Russland Mittel zur Kriegsfinanzierung verschaffe.
Trump beschuldigte Selenskij zudem, mit Angriffen auf den russischen Energiesektor zur Knappheit an Diesel beigetragen zu haben. „Er will unseren Landwirten und Viehzüchtern Probleme mit Dieselkraftstoff bereiten, denn Russland liefert einen großen Teil des Dieselkraftstoffs weltweit“, behauptete Trump. Tatsächlich waren die Preise für Rohöl und Diesel infolge des Iran-Kriegs in die Höhe geschossen, den die USA und Israel im vergangenen Februar begonnen hatten.
Selenskij hatte sich mehrfach zu direkten Gesprächen mit Putin bereiterklärt, aber Einladungen nach Moskau kategorisch abgelehnt. Ein Wechsel an der Staatsspitze der Ukraine ist aktuell nicht möglich, da laut Verfassung eine Wahl zu Kriegszeiten ausgeschlossen ist.
Trump ist vor den US-Wahlen am 3. November innenpolitisch unter Druck geraten, weil die Benzinpreise infolge des von ihm begonnenen Iran-Kriegs gestiegen sind. Deswegen hat Trump mit dem Kreml vereinbart, dass Russland entgegen bisherigen Sanktionen Diesel in die USA und auf den Weltmarkt liefert, damit die Preise sinken. Selenskij hatte die Vereinbarung kritisiert, da sie Russland Mittel zur Kriegsfinanzierung verschaffe.
Trump beschuldigte Selenskij zudem, mit Angriffen auf den russischen Energiesektor zur Knappheit an Diesel beigetragen zu haben. „Er will unseren Landwirten und Viehzüchtern Probleme mit Dieselkraftstoff bereiten, denn Russland liefert einen großen Teil des Dieselkraftstoffs weltweit“, behauptete Trump. Tatsächlich waren die Preise für Rohöl und Diesel infolge des Iran-Kriegs in die Höhe geschossen, den die USA und Israel im vergangenen Februar begonnen hatten.
Russland lockert Diesel-Exportverbot nach Einigung mit Trump
Nach der Vereinbarung zwischen Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump hebt die russische Regierung ihr Exportverbot für Diesel teilweise auf. Die Lockerung gelte mit sofortiger Wirkung, teilt die Führung in Moskau mit. Demnach sollen die USA und die Weltmärkte wieder mit russischem Treibstoff versorgt werden. „Die Produktionsmengen reichen aus, um sowohl die Inlandsnachfrage vollständig zu decken als auch die Exporte auf den Weltmarkt in den festgelegten Mengen zu bedienen“, erklärt der russische Vizeregierungschef Alexander Nowak.
Tote bei russischen Angriffen auf Saporischschja - Ukraine reagiert mit Gegenangriffen
Bei russischen Angriffen sind im Südosten der Ukraine mindestens 15 Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern seien drei Minderjährige, 16 Menschen seien bei der Attacke verletzt worden, teilte der ukrainische Zivilschutz mit. Such- und Rettungsarbeiten dauern demnach an. Informationen über zwölf weitere Personen, die womöglich vor Ort waren, würden noch geprüft. Der Militärgouverneur der gleichnamigen Region veröffentlichte Fotos und Videos, die zerstörte Wohnhäuser und ausgebrannte Autos zeigen.
Russland habe fünf Gleitbomben auf Wohnhäuser in Saporischschja abgeworfen, schrieb der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij in den sozialen Medien. Insgesamt seien 13 ukrainische Regionen attackiert und Wohnhäuser, Infrastruktur und Eisenbahneinrichtungen beschädigt worden.
Die Ukraine nahm bei Gegenangriffen ihrerseits das südrussische Gebiet Rostow ins Visier. Auf der Nasa-Website Firms, die weltweit Brandherde erfasst, waren mehrere Feuer dort zu sehen, wo sich ein Erdöl verarbeitendes Unternehmen befindet. Der Gouverneur der Region schrieb bei Telegram von Bränden und Schäden an Wohnhäusern infolge ukrainischer Angriffe. Zudem sei eine Eisenbahnbrücke beschädigt worden. Sechs Menschen benötigten demnach ärztliche Hilfe.
Mehr als 100 Drohnen seien über dem Gebiet Rostow abgewehrt worden. Das Verteidigungsministerium in Moskau gab an, in der Nacht 560 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten und der annektierten Krim abgewehrt zu haben.

Rettungskräfte bergen eine Familie aus den Trümmern eines Wohnhauses. Kateryna Klochko/AP/dpa

Sieben Menschen konnten von den Einsatzkräften nur noch tot geborgen werden. Kateryna Klochko/AP/dpa

Viele Gebäude in Saporischschja sind komplett zerstört. Kateryna Klochko/AP/dpa
Barbara Klimke
Großbritannien will trotz des US-Diesel-Deals die Russlandsanktionen fortsetzen
Auch nach der Ankündigung des Diesel-Geschäfts zwischen den USA und Russland will Großbritannien an seiner Unterstützung für die Ukraine und an den Sanktionen gegen Moskau festhalten. „Die Haltung Großbritanniens könnte nicht klarer sein“, sagte ein Regierungssprecher: „Wir werden weiter eng mit internationalen Partnern zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Ukraine die militärische und finanzielle Unterstützung erhält, die sie zur Selbstverteidigung braucht. Wir werden zudem den Druck auf Russland durch das härteste Sanktionsregime aufrechterhalten, das Großbritannien je verhängt hat.“
US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, Russland werde Diesel an die USA und den Weltmarkt liefern. Das US-Finanzministerium erteilte gleichzeitig eine befristete Genehmigung für den Import von russischem Diesel. Das bedeutete faktisch eine Lockerung der Sanktionen, die wegen des russischen Überfalls auf die Ukraine gegen Russland verhängt wurden.
Trump kündigt große Diesellieferungen aus Russland an
US-Präsident Donald Trump hat nach einem Gespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin Hunderttausende Tonnen an Diesel aus Russland in Aussicht gestellt. Er habe mit Putin unter anderem vereinbart, dass „umgehend“ mehr als 300 000 Tonnen Diesel für die USA und den Weltmarkt zur Verfügung gestellt würden, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Im Laufe des Novembers solle eine weitere halbe Million Tonnen Diesel freigegeben werden sowie eine Million Tonnen „sofort danach“ Wegen bestehender Sanktionen gegen Russland stellte das US-Finanzministerium dafür eine temporäre Erlaubnis aus.
Der Schritt soll zu fallenden Spritpreisen in den USA führen. Die Preise sind wegen Trumps Krieg gegen Iran gestiegen, seine Republikaner stehen bei den anstehenden Zwischenwahlen im November massiv unter Druck.
Der Kreml bestätigte die Vereinbarung. „Bei der Diskussion der Situation auf dem weltweiten Energiemarkt bestätigte die russische Seite ihre Bereitschaft, Erdöl und Erdölprodukte auf den amerikanischen und die Weltmärkte zu liefern“, hieß es in der schriftlichen Erklärung Putins. Das werde sich positiv auf die „gesamte Weltwirtschaft“ auswirken. Telefonisch seien mit Trump sowohl Russlands Angriffe auf die Ukraine als auch die Iran-Situation besprochen worden.
Scharfe Kritik kam vom ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij: „Die Erlaubnis für Russland, Erdölprodukte zu verkaufen, ist eine Investition in den Krieg (gegen die Ukraine), den man beenden und nicht verlängern muss.“ Moskau werde mit weiterem „Terror und Gemeinheiten“ danken.
Der Kreml bestätigte die Vereinbarung. „Bei der Diskussion der Situation auf dem weltweiten Energiemarkt bestätigte die russische Seite ihre Bereitschaft, Erdöl und Erdölprodukte auf den amerikanischen und die Weltmärkte zu liefern“, hieß es in der schriftlichen Erklärung Putins. Das werde sich positiv auf die „gesamte Weltwirtschaft“ auswirken. Telefonisch seien mit Trump sowohl Russlands Angriffe auf die Ukraine als auch die Iran-Situation besprochen worden.
Scharfe Kritik kam vom ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij: „Die Erlaubnis für Russland, Erdölprodukte zu verkaufen, ist eine Investition in den Krieg (gegen die Ukraine), den man beenden und nicht verlängern muss.“ Moskau werde mit weiterem „Terror und Gemeinheiten“ danken.
Im US-Nachrichtenportals Axios nannte Selenskij die Vereinbarung „unfair und nicht ehrlich“. Besonders verärgert zeigte er sich darüber, dass Trumps Gesandte Steve Witkoff und Jared Kushner parallel zu der Vereinbarung mit Putin in Miami mit ukrainischen Unterhändlern über ein mögliches Ende des Krieges verhandelten. Von dem geplanten Diesel-Abkommen sei dabei keine Rede gewesen.
Auf die Selenskijs Kritik angesprochen, verteidigte Trump die Vereinbarung. „Wir brauchen Öl für die Welt“, sagte er. Man sei sehr froh, die Lieferungen zu bekommen.
Anna Schimpp

Selenskij: 78 Tote innerhalb von zwei Tagen durch russische Angriffe
Bei gegenseitigen Angriffen hat es in Russland und der Ukraine mehrere Tote und Verletzte gegeben. Auf ukrainischer Seite wurde bei russischen Angriffen auf die Stadt Saporischschja mindestens ein Mensch getötet. Zudem gab es nach Angaben örtlicher Behörden mehrere Verletzte, darunter ein Kind.
Bei Angriffen in der gesamten Ukraine wurden nach Angaben von Präsident Wolodimir Selenskij in den vergangenen zwei Tagen 78 Menschen getötet und 215 weitere verletzt. In einer Rede in der Stadt Pryluky forderte der ukrainische Präsident erneut einen erweiterten Zugang zum US-Satellitendienst Starlink. Dies könne der Ukraine helfen, russische Abschussrampen für ballistische Raketen anzugreifen.
Ein ukrainischer Angriff auf die russische Grenzregion Belgorod forderte zwei Todesopfer und vier Verletzte, wie die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf lokale Behörden meldete. Bei einem Drohnenangriff in der Region Kaluga seien zudem neun Menschen verletzt worden. In der russischen Region Twer hat nach einem ukrainischen Drohnenangriff eine Fabrik in Redkino gebrannt. Das Feuer wurde dem Gouverneur zufolge inzwischen jedoch gelöscht.
Bei Angriffen in der gesamten Ukraine wurden nach Angaben von Präsident Wolodimir Selenskij in den vergangenen zwei Tagen 78 Menschen getötet und 215 weitere verletzt. In einer Rede in der Stadt Pryluky forderte der ukrainische Präsident erneut einen erweiterten Zugang zum US-Satellitendienst Starlink. Dies könne der Ukraine helfen, russische Abschussrampen für ballistische Raketen anzugreifen.
Ein ukrainischer Angriff auf die russische Grenzregion Belgorod forderte zwei Todesopfer und vier Verletzte, wie die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf lokale Behörden meldete. Bei einem Drohnenangriff in der Region Kaluga seien zudem neun Menschen verletzt worden. In der russischen Region Twer hat nach einem ukrainischen Drohnenangriff eine Fabrik in Redkino gebrannt. Das Feuer wurde dem Gouverneur zufolge inzwischen jedoch gelöscht.
Erneut Rechenzentrum von Yandex in Russland von Drohnen getroffen
Beim russischen Technologiekonzern Yandex hat ein Drohnenangriff mehrere Module eines Rechenzentrums in der Region Kaluga vollständig außer Betrieb gesetzt. Es könne zu Beeinträchtigungen bei einigen Dienstleistungen des Unternehmens kommen, teilt Yandex mit.
Am Donnerstag hatten ukrainische Drohnen erstmals ein wichtiges Rechenzentrum der Firma getroffen. Yandex bietet unter anderem mit YandexGPT eines der führenden russischen Modelle für künstliche Intelligenz an. Auch eine Suchmaschine gleichen Namens sowie Fahrdienst und weitere Technologiedienste gehören zum Portfolio des Unternehmens.
Am Donnerstag hatten ukrainische Drohnen erstmals ein wichtiges Rechenzentrum der Firma getroffen. Yandex bietet unter anderem mit YandexGPT eines der führenden russischen Modelle für künstliche Intelligenz an. Auch eine Suchmaschine gleichen Namens sowie Fahrdienst und weitere Technologiedienste gehören zum Portfolio des Unternehmens.
Selenskij kritisiert fehlende US-Hilfe: „Das nennt man Unwillen!“
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij wirft den USA vor, seinem Land nicht helfen zu wollen. „Wo liegt also hier die Wahrheit, wo ist die Ehrlichkeit? Wo ist die Pattsituation? (…) Das nennt man Unwillen!“, sagte Selenskij in einer emotionalen Rede und bezog sich dabei auf Äußerungen von US-Außenminister Marco Rubio. Dieser hatte zuvor gesagt, der Krieg sei in einer Pattsituation und die USA würden weiter auf eine Lösung des Konflikts hinarbeiten.
Die USA seien an wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland interessiert und zugleich wollten sie in dem Krieg vermitteln, kritisierte Selenskij. „Man kann nicht einerseits mit den Russen über zukünftige Wirtschaftsprojekte verhandeln und andererseits behaupten, wir befänden uns in einer Art (…) diplomatischer Pattsituation“, sagte er. US-Präsident Donald Trump müsse den Sanktionsdruck auf Russland verstärken. Nach Selenskijs Angaben reisen ukrainische Unterhändler am Freitag zu Gesprächen in die USA.
Selenskij forderte zudem eine Öffnung des US-Satellitennetzwerks Starlink für die Ukraine: „Gebt es uns, helft uns, unseren Luftraum zu verteidigen und dort die Oberhand zu gewinnen. Und dann wird sich Putin an den Verhandlungstisch setzen.“ Ein uneingeschränkter Starlink-Zugang könnte Kiew die Bekämpfung russischer Raketen-Abschussanlagen erleichtern.
Selenskij äußerte sich auf einer Pressekonferenz in der Stadt Pryluky etwa 130 Kilometer östlich der Hauptstadt Kiew. Dort waren zuletzt 22 Menschen bei einem russischen Angriff auf ein Wohnhaus getötet worden.
Die USA seien an wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland interessiert und zugleich wollten sie in dem Krieg vermitteln, kritisierte Selenskij. „Man kann nicht einerseits mit den Russen über zukünftige Wirtschaftsprojekte verhandeln und andererseits behaupten, wir befänden uns in einer Art (…) diplomatischer Pattsituation“, sagte er. US-Präsident Donald Trump müsse den Sanktionsdruck auf Russland verstärken. Nach Selenskijs Angaben reisen ukrainische Unterhändler am Freitag zu Gesprächen in die USA.
Selenskij forderte zudem eine Öffnung des US-Satellitennetzwerks Starlink für die Ukraine: „Gebt es uns, helft uns, unseren Luftraum zu verteidigen und dort die Oberhand zu gewinnen. Und dann wird sich Putin an den Verhandlungstisch setzen.“ Ein uneingeschränkter Starlink-Zugang könnte Kiew die Bekämpfung russischer Raketen-Abschussanlagen erleichtern.
Selenskij äußerte sich auf einer Pressekonferenz in der Stadt Pryluky etwa 130 Kilometer östlich der Hauptstadt Kiew. Dort waren zuletzt 22 Menschen bei einem russischen Angriff auf ein Wohnhaus getötet worden.
Ukrainischer Bischof verkauft Kleriker-Papiere als Schutz vor Kriegsdienst
Ein orthodoxer Bischof in der Ukraine hat 291 Wehrpflichtigen falsche Klerikerausweise und Weiheurkunden gegeben, damit sie vom Kriegsdienst in der ukrainischen Armee befreit werden. Für je 2000 Dollar bescheinigte er den ukrainischen Männern, als Diakon tätig zu sein, obwohl sie tatsächlich gar keine Geistlichen waren, wie ein Gericht nun im westukrainischen Kalusch feststellte.
Es verurteilte den Bischof wegen Behinderung der Arbeit der ukrainischen Streitkräfte im Abwehrkampf gegen Russland zu drei Jahren Haft auf Bewährung. Der entsprechende Artikel des Strafgesetzbuchs sieht eigentlich fünf bis acht Jahre Haft vor.
Als strafmildernde Umstände führt das Gericht in seinem Urteil an, der Angeklagte habe seine Schuld bekannt, aufrichtige Reue gezeigt und aktiv an der Aufklärung der Straftat mitgewirkt. Zudem habe er den ukrainischen Streitkräften umgerechnet knapp 10 000 Euro gespendet.
Es verurteilte den Bischof wegen Behinderung der Arbeit der ukrainischen Streitkräfte im Abwehrkampf gegen Russland zu drei Jahren Haft auf Bewährung. Der entsprechende Artikel des Strafgesetzbuchs sieht eigentlich fünf bis acht Jahre Haft vor.
Als strafmildernde Umstände führt das Gericht in seinem Urteil an, der Angeklagte habe seine Schuld bekannt, aufrichtige Reue gezeigt und aktiv an der Aufklärung der Straftat mitgewirkt. Zudem habe er den ukrainischen Streitkräften umgerechnet knapp 10 000 Euro gespendet.
Anne Eberhard

Ukraine: 33 Tote nach russischem Angriff auf Linienbusse in der Ostukraine
Bei einem russischen Bombenangriff auf die ostukrainische Stadt Kramatorsk sind nach Angaben der örtlichen Behörden mindestens 33 Menschen getötet worden. Es gebe zudem 18 Verletzte, teilte der Donezker Militärgouverneur Wadym Filaschkin mit. Von unabhängiger Seite sind die Angaben nicht überprüfbar. Der Angriff traf eine Straße in der frontnahen Stadt, auf der zu diesem Zeitpunkt zwei Linienbusse unterwegs waren. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij sprach von einer Bushaltestelle.
Bilder der Polizei zeigten Trümmer und Leichen auf der Straße sowie das ausgebrannte Wrack eines Busses. Filaschkin veröffentlichte in seinem Telegram-Kanal Fotos von einem ausgebrannten Bus. „Das sind Menschen, die von der russischen Armee getötet wurden“, sagte er. „Dafür gibt es keine Rechtfertigung und kann es auch keine geben.“ Filaschkin rief die noch im Gebiet Donezk verbliebenen Menschen dazu auf, in sicherere Regionen der Ukraine zu fliehen.
Angesichts der „drastischen Verschlechterung der Sicherheitslage“ wies er die städtischen Militärverwaltungen von Kramatorsk und Slowjansk an, den öffentlichen Nahverkehr einzustellen. Das Leben von Fahrgästen und Fahrern dürfe nicht gefährdet werden. Trotz der Evakuierungsappelle weigern sich immer wieder viele Bewohnerinnen und Bewohner, ihr Hab und Gut zurückzulassen.
„Die Russen greifen gezielt Zivilisten an. Für sie ist ein Bus mit Fahrgästen ein attraktives Ziel, gerade weil man mit einem einzigen Schlag so viele Menschen wie möglich töten kann“, sagte Filaschkin. „Russland missachtet bewusst alle denkbaren Regeln der Kriegsführung und die Normen des humanitären Völkerrechts. Es wählt Ziele dort aus, wo es der Zivilbevölkerung den größten Schaden zufügen kann.“ Eine Stellungnahme aus Moskau lag nicht vor. Russland bestreitet, gezielt Zivilisten zu beschießen.
Bilder der Polizei zeigten Trümmer und Leichen auf der Straße sowie das ausgebrannte Wrack eines Busses. Filaschkin veröffentlichte in seinem Telegram-Kanal Fotos von einem ausgebrannten Bus. „Das sind Menschen, die von der russischen Armee getötet wurden“, sagte er. „Dafür gibt es keine Rechtfertigung und kann es auch keine geben.“ Filaschkin rief die noch im Gebiet Donezk verbliebenen Menschen dazu auf, in sicherere Regionen der Ukraine zu fliehen.
Angesichts der „drastischen Verschlechterung der Sicherheitslage“ wies er die städtischen Militärverwaltungen von Kramatorsk und Slowjansk an, den öffentlichen Nahverkehr einzustellen. Das Leben von Fahrgästen und Fahrern dürfe nicht gefährdet werden. Trotz der Evakuierungsappelle weigern sich immer wieder viele Bewohnerinnen und Bewohner, ihr Hab und Gut zurückzulassen.
„Die Russen greifen gezielt Zivilisten an. Für sie ist ein Bus mit Fahrgästen ein attraktives Ziel, gerade weil man mit einem einzigen Schlag so viele Menschen wie möglich töten kann“, sagte Filaschkin. „Russland missachtet bewusst alle denkbaren Regeln der Kriegsführung und die Normen des humanitären Völkerrechts. Es wählt Ziele dort aus, wo es der Zivilbevölkerung den größten Schaden zufügen kann.“ Eine Stellungnahme aus Moskau lag nicht vor. Russland bestreitet, gezielt Zivilisten zu beschießen.

Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen einen brennenden Bus nach einer russischen Attacke. . Foto: Ukrainian Emergency Service via ap
Kiew und ukrainische Regionen nach Angriffen ohne Strom
Für die Ukraine bringen die verstärkten russischen Luftangriffe auf die Energieversorgung wieder mehr Stromausfälle und Abschaltungen. In der Hauptstadt Kiew und in einigen Landkreisen im Umland sei der Strom notfallmäßig abgeschaltet worden, teilte Vizeenergieminister Artem Nekrassow auf Telegram mit. Der russische Beschuss habe Anlagen beschädigt, es gebe Spannungsabfälle im Hochspannungsnetz.
Für die Millionenstadt bedeutete dies, dass in einigen Teilen auch die Pumpen der Wasserversorgung ausfielen. Bei Luftangriffen auf Kiew am Mittwochabend waren zwei Menschen getötet worden, wie der Zivilschutz mitteilte. Eine Drohne hatte ein Hochhaus getroffen.
Auch in den frontnahen Gebieten Sumy, Charkiw, Donezk und Saporischschja brach nach russischen Angriffen die Stromversorgung zusammen. Soweit die Sicherheitslage es zulasse, werde an der Wiederherstellung gearbeitet, sagte Nekrassow.
Für die Millionenstadt bedeutete dies, dass in einigen Teilen auch die Pumpen der Wasserversorgung ausfielen. Bei Luftangriffen auf Kiew am Mittwochabend waren zwei Menschen getötet worden, wie der Zivilschutz mitteilte. Eine Drohne hatte ein Hochhaus getroffen.
Auch in den frontnahen Gebieten Sumy, Charkiw, Donezk und Saporischschja brach nach russischen Angriffen die Stromversorgung zusammen. Soweit die Sicherheitslage es zulasse, werde an der Wiederherstellung gearbeitet, sagte Nekrassow.
Ukraine trifft russisches Datenzentrum
Die Ukraine hat bei einem Gegenangriff im Abwehrkampf gegen Moskaus Invasion ein Rechenzentrum des größten russischen Internetkonzerns Yandex getroffen. Yandex bietet mit Yandex GPT eines der führenden russischen Modelle für künstliche Intelligenz an.
Das Unternehmen selbst teilte am Morgen laut russischen Medien lediglich mit, dass es einen „Vorfall“ in einem Datenzentrum in Sassowo im Gebiet Rjasan gegeben habe. Teile der Infrastruktur seien betroffen. Die Arbeit und der Betrieb dort sei vollständig eingestellt worden. Das Unternehmen arbeite an der Beseitigung der Folgen und der Wiederherstellung der betroffenen Dienste. Auf der Webseite seines Cloud-Dienstes teilte Yandex zudem mit, es gebe Probleme mit der Stromversorgung in einem Bereich des Rechenzentrums. Es gebe keine Verletzten, gab das mitunter auch als russisches Google bezeichnete Technologieunternehmen bekannt. Die Lage sei unter Kontrolle. Die wichtigsten Yandex-Dienste funktionierten, teils könne es aber Probleme geben, hieß es. Von einem ukrainischen Angriff war nicht die Rede in der Unternehmensmitteilung, nachdem es in der Region Drohnenalarm gegeben hatte.
Medien in Kiew meldeten, dass bei dem Angriff Raketen oder Drohnen eingesetzt worden seien. Zuvor hatten Augenzeugen in sozialen Netzwerken von einem Brand in dem Datenzentrum berichtet. Ukrainische Medien sprachen von einer für das russische Militär wichtigen Anlage auf dem Gelände eines Maschinenbauunternehmens. Auch Moskau hatte in der Ukraine immer wieder Datenzentren angegriffen.
Zudem brach in der russischen Stadt Salawat in der Region Baschkortostan nach dem Absturz von Drohnenteilen ein Feuer auf einem Industriegelände aus, wie örtliche Behörden mitteilten. Es habe keine Verletzten gegeben. Der Betrieb des Unternehmens laufe weiter.
Das Unternehmen selbst teilte am Morgen laut russischen Medien lediglich mit, dass es einen „Vorfall“ in einem Datenzentrum in Sassowo im Gebiet Rjasan gegeben habe. Teile der Infrastruktur seien betroffen. Die Arbeit und der Betrieb dort sei vollständig eingestellt worden. Das Unternehmen arbeite an der Beseitigung der Folgen und der Wiederherstellung der betroffenen Dienste. Auf der Webseite seines Cloud-Dienstes teilte Yandex zudem mit, es gebe Probleme mit der Stromversorgung in einem Bereich des Rechenzentrums. Es gebe keine Verletzten, gab das mitunter auch als russisches Google bezeichnete Technologieunternehmen bekannt. Die Lage sei unter Kontrolle. Die wichtigsten Yandex-Dienste funktionierten, teils könne es aber Probleme geben, hieß es. Von einem ukrainischen Angriff war nicht die Rede in der Unternehmensmitteilung, nachdem es in der Region Drohnenalarm gegeben hatte.
Medien in Kiew meldeten, dass bei dem Angriff Raketen oder Drohnen eingesetzt worden seien. Zuvor hatten Augenzeugen in sozialen Netzwerken von einem Brand in dem Datenzentrum berichtet. Ukrainische Medien sprachen von einer für das russische Militär wichtigen Anlage auf dem Gelände eines Maschinenbauunternehmens. Auch Moskau hatte in der Ukraine immer wieder Datenzentren angegriffen.
Zudem brach in der russischen Stadt Salawat in der Region Baschkortostan nach dem Absturz von Drohnenteilen ein Feuer auf einem Industriegelände aus, wie örtliche Behörden mitteilten. Es habe keine Verletzten gegeben. Der Betrieb des Unternehmens laufe weiter.
Selenskij: Mindestens 32 Tote und 100 Verletzte bei Großangriffen an Putins Geburtstag
Ukraines Präsident Wolodimir Selenskij zieht eine blutige Bilanz des russischen Großangriffs zu Putins Geburtstag: Die in der Nacht begonnenen russischen Attacken auf Städte der Ukraine hätten mindestens 32 Menschenleben gefordert, unter ihnen fünf Kinder. Die Gesamtzahl der Verletzten gab Selenskij mit mindestens 100 an. Bei den Angriffen hatte das russische Militär einen Waffenmix von Drohnen, ballistischen Raketen und Marschflugkörpern eingesetzt. Kremlchef Wladimir Putin, der am Mittwoch seinen 74. Geburtstag feierte, habe sich dies zum Geschenk gemacht: „Die Ermordung von Kindern, die Ermordung von Menschen.“
Seiner Ansicht nach beabsichtige Russland, diesen Kurs beizubehalten. „Putin hat nicht das Gefühl, dass ihm das Probleme bereitet“, sagte Selenskij. Die Sanktionen gegen Russland seien in vielerlei Hinsicht abgeschwächt, und die Signale zur Aufhebung der Sanktionen gegen die Oligarchen seien in Wirklichkeit Signale für eine Normalisierung des Krieges.
EU verschärft Sanktionen gegen Russland - auch Nordkorea betroffen
Die EU-Botschafter billigen 1646 neue Einträge auf der Sanktionsliste gegen Russland. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem militärisch-industriellen Komplex des Landes. Mehr als die Hälfte der neu sanktionierten Unternehmen und Personen ist an der Produktion russischer ballistischer Raketen wie der Iskander-M beteiligt. Diese können nur von US-Patriot-Luftabwehrsystemen abgefangen werden.
Der Ukraine fehlen diese Abfangraketen jedoch fast vollständig, da das US-Militär Ressourcen in die Golfregion verlagert. Russland nutzt diese Schwachstelle für verstärkte Raketenangriffe. Wegen der engen Beziehungen zwischen Russland und Nordkorea sanktioniert die EU auch sieben nordkoreanische Organisationen und Personen.
Der Ukraine fehlen diese Abfangraketen jedoch fast vollständig, da das US-Militär Ressourcen in die Golfregion verlagert. Russland nutzt diese Schwachstelle für verstärkte Raketenangriffe. Wegen der engen Beziehungen zwischen Russland und Nordkorea sanktioniert die EU auch sieben nordkoreanische Organisationen und Personen.
Barbara Klimke
Schwere russische Luftangriffe auf die Ukraine: Tote und Verletzte
Russland hat die Ukraine erstmals in diesem Herbst mit einem der gefürchteten kombinierten Angriffe mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Kampfdrohnen überzogen. Allein in der Stadt Pryluky wurden mindestens 18 Menschen getötet und 55 weitere verletzt, wie der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij mitteilte. Unter den Toten waren nach diesen Angaben auch vier Kinder, fünf weitere Kinder wurden verletzt. In der Stadt etwa 120 Kilometer östlich von Kiew sei ein fünfstöckiger Wohnblock getroffen worden. Unter den Trümmern würden noch Verschüttete vermutet. Aus Krementschuk wurden 34 Verletzte nach einem russischen Drohnenangriff gemeldet. In der zentralen Oblast Kirowohrad starben zwei Menschen bei einem Angriff auf einen nicht näher beschriebenen Betrieb. Drei Menschen seien dabei verletzt worden.
Nach Angaben von Präsident Wolodimir Selenskij feuerte Russland insgesamt 70 Raketen, darunter viele ballistische Flugkörper, sowie zahlreiche Drohnen ab. Hauptziel sei die ukrainische Energieinfrastruktur gewesen. Die Ukraine befürchtet, dass Russland wie in den vergangenen Wintern darauf zielt, die Energieversorgung lahmzulegen. „Dies war einer der abscheulichsten Angriffe“, erklärte Selenskij über den Kurznachrichtendienst Telegram. Wegen der Schäden leitete das Energieministerium in fünf Regionen Notabschaltungen des Stromnetzes ein.
Auch die ukrainische Hauptstadt war den Angaben zufolge ein Schwerpunkt des massiven Luftangriffs. In den frühen Morgenstunden waren in Kiew viele Explosionen zu hören, wie das Portal Kyiv Independent berichtete. „Die Raketen schlagen eine nach der anderen ein. Soweit ich zählen kann, sind es mindestens zehn bis zwölf Explosionen. In der Innenstadt ist es ziemlich laut“, sagte ein Reporter. Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete morgens von mindestens zwei Toten. Sie seien in den Trümmern von Garagen im östlichen Stadtteil Darnyzja gefunden worden. Zwei weitere Menschen seien dort lebend geborgen worden. Auch die Industriestädte Dnipro und Saporischschja wurden demnach massiv beschossen. Tote wurden auch aus der Stadt Olexandrija in der Zentralukraine gemeldet.
Nach Angaben von Präsident Wolodimir Selenskij feuerte Russland insgesamt 70 Raketen, darunter viele ballistische Flugkörper, sowie zahlreiche Drohnen ab. Hauptziel sei die ukrainische Energieinfrastruktur gewesen. Die Ukraine befürchtet, dass Russland wie in den vergangenen Wintern darauf zielt, die Energieversorgung lahmzulegen. „Dies war einer der abscheulichsten Angriffe“, erklärte Selenskij über den Kurznachrichtendienst Telegram. Wegen der Schäden leitete das Energieministerium in fünf Regionen Notabschaltungen des Stromnetzes ein.
Auch die ukrainische Hauptstadt war den Angaben zufolge ein Schwerpunkt des massiven Luftangriffs. In den frühen Morgenstunden waren in Kiew viele Explosionen zu hören, wie das Portal Kyiv Independent berichtete. „Die Raketen schlagen eine nach der anderen ein. Soweit ich zählen kann, sind es mindestens zehn bis zwölf Explosionen. In der Innenstadt ist es ziemlich laut“, sagte ein Reporter. Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete morgens von mindestens zwei Toten. Sie seien in den Trümmern von Garagen im östlichen Stadtteil Darnyzja gefunden worden. Zwei weitere Menschen seien dort lebend geborgen worden. Auch die Industriestädte Dnipro und Saporischschja wurden demnach massiv beschossen. Tote wurden auch aus der Stadt Olexandrija in der Zentralukraine gemeldet.
Russland griff nach eigenen Angaben die Rüstungsindustrie in der Ukraine massiv an. Dabei seien boden-, see- und luftgestützte Präzisionswaffen sowie Drohnen zum Einsatz gekommen, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Zu den Zielen hätten unter anderem Anlagen des Rüstungsunternehmens Fire Point in Kiew gehört, wo Marschflugkörper vom Typ Flamingo sowie Drohnen mit mittlerer und großer Reichweite hergestellt und gelagert würden.
Weitere Angriffe habe es nach russischen Angaben in den Regionen Kiew, Tschernihiw, Kirowohrad, Dnipropetrowsk, Poltawa und Charkiw gegeben. Zudem seien die Hafen- und Werftinfrastruktur in der Schwarzmeer-Region Odessa sowie Schiffe ins Visier genommen worden. Letztere seien für die ukrainischen Streitkräfte genutzt worden, so das Ministerium.
Weitere Angriffe habe es nach russischen Angaben in den Regionen Kiew, Tschernihiw, Kirowohrad, Dnipropetrowsk, Poltawa und Charkiw gegeben. Zudem seien die Hafen- und Werftinfrastruktur in der Schwarzmeer-Region Odessa sowie Schiffe ins Visier genommen worden. Letztere seien für die ukrainischen Streitkräfte genutzt worden, so das Ministerium.

