Dieser Liveblog ist archiviert und wird nicht mehr aktualisiert. Die aktuelle Berichterstattung finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg in der Ukraine .
Wichtige Updates
Europol-Ermittler entdecken 45 verschleppte ukrainische Kinder
Ukraine: Ranghoher Militär bei Drohnenangriff verletzt
Erneut Brand russischer Ölanlagen nach Drohnenangriff – Bericht über einen Toten
Orbán: Ungarn wird EU-Kredit an die Ukraine freigeben
USA erlauben weiterhin Kauf von russischem Öl
Drohungen aus Moskau gegen „potenzielle Ziele“ in Deutschland: Auswärtiges Amt bestellt Botschafter ein
Das Auswärtige Amt hat den russischen Botschafter in Deutschland einbestellt, wie es selbst auf X mitteilte. „Direkte Drohungen Russlands gegen Ziele in Deutschland sind ein Versuch, unsere Unterstützung für die Ukraine zu schwächen und unsere Geschlossenheit zu testen“, hieß es als Begründung. „Unsere Antwort ist klar: Wir lassen uns nicht einschüchtern. Solche Drohungen und alle Arten von Spionageaktivitäten in Deutschland sind vollkommen inakzeptabel“, schrieb das Amt weiter.
Vergangene Woche hatte das russische Außenministerium Adressen von europäischen Rüstungsfirmen veröffentlicht, darunter auch Standorte in München und Hanau. Dort würden Drohnen für die Ukraine produziert, hieß es. Wegen Sabotagegefahr werden die Standorte der Betriebe in Deutschland eigentlich geheim gehalten. Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew, der als Vizechef des nationalen Sicherheitsrats immer noch großen Einfluss hat, bezeichnete auf der Plattform X die aufgeführten Unternehmen als „Liste potenzieller Ziele für die russischen Streitkräfte“.
Lesen Sie dazu auch:
Vergangene Woche hatte das russische Außenministerium Adressen von europäischen Rüstungsfirmen veröffentlicht, darunter auch Standorte in München und Hanau. Dort würden Drohnen für die Ukraine produziert, hieß es. Wegen Sabotagegefahr werden die Standorte der Betriebe in Deutschland eigentlich geheim gehalten. Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew, der als Vizechef des nationalen Sicherheitsrats immer noch großen Einfluss hat, bezeichnete auf der Plattform X die aufgeführten Unternehmen als „Liste potenzieller Ziele für die russischen Streitkräfte“.
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Europol-Ermittler entdecken 45 verschleppte ukrainische Kinder
Internationale Ermittler haben gemeinsam mit Europol 45 mutmaßlich entführte ukrainische Kinder identifiziert und aufgespürt. Die Kinder seien vermutlich gewaltsam in die besetzten Gebiete der Ukraine, nach Russland oder Belarus verschleppt worden, teilte Europol in Den Haag mit. Die Informationen seien den ukrainischen Behörden übergeben worden.
Zwei Tage lang hatten Sonderermittler aus 18 Ländern sich in Den Haag an der Suche beteiligt. An der Europol-Aktion war auch der Internationale Strafgerichtshof beteiligt. Die Ergebnisse können nach Informationen von Europol zum Aufenthaltsort der deportierten Kinder führen.
Die Experten hatten online in digitalen Quellen und mit Gesichtserkennung versucht, die Kinder zu finden. Grundlage sind etwa Kinderfotos der Eltern. Es seien Routen ermittelt worden sowie Militäreinheiten, die an der Deportation beteiligt waren. Es ist die dritte internationale digitale Suchaktion von Europol zu den verschleppten Kindern der Ukraine.
Seit Beginn des Krieges vor gut vier Jahren wurden nach Angaben von Europol schätzungsweise mehr als 19 500 Kinder aus den besetzten Gebieten nach Russland oder Belarus verschleppt. Einige seien von Russen adoptiert worden, andere würden in Umerziehungslagern oder psychiatrischen Kliniken festgehalten. Der Internationale Strafgerichtshof leitete deshalb Ermittlungen ein und erließ internationale Haftbefehle gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin sowie die russische Beauftragte für Kinderrechte, Maria Lwowa-Belowa.
Wie es für ukrainische Kinder ist, wieder in die Heimat zurückzukehren, beschreibt SZ-Korrespondent Florian Hassel:
Zwei Tage lang hatten Sonderermittler aus 18 Ländern sich in Den Haag an der Suche beteiligt. An der Europol-Aktion war auch der Internationale Strafgerichtshof beteiligt. Die Ergebnisse können nach Informationen von Europol zum Aufenthaltsort der deportierten Kinder führen.
Die Experten hatten online in digitalen Quellen und mit Gesichtserkennung versucht, die Kinder zu finden. Grundlage sind etwa Kinderfotos der Eltern. Es seien Routen ermittelt worden sowie Militäreinheiten, die an der Deportation beteiligt waren. Es ist die dritte internationale digitale Suchaktion von Europol zu den verschleppten Kindern der Ukraine.
Seit Beginn des Krieges vor gut vier Jahren wurden nach Angaben von Europol schätzungsweise mehr als 19 500 Kinder aus den besetzten Gebieten nach Russland oder Belarus verschleppt. Einige seien von Russen adoptiert worden, andere würden in Umerziehungslagern oder psychiatrischen Kliniken festgehalten. Der Internationale Strafgerichtshof leitete deshalb Ermittlungen ein und erließ internationale Haftbefehle gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin sowie die russische Beauftragte für Kinderrechte, Maria Lwowa-Belowa.
Wie es für ukrainische Kinder ist, wieder in die Heimat zurückzukehren, beschreibt SZ-Korrespondent Florian Hassel:
Ukraine: Ranghoher Militär bei Drohnenangriff verletzt
In der Ukraine hat ein wichtiger Berater des ukrainischen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow nach eigenen Angaben einen russischen Drohnenangriff nur knapp überlebt. Der Drohneneinschlag habe sein Haus zerstört, teilte Serhij Beskrestnow mit. „Mich hat es getroffen, aber das Wichtigste: Wie durch ein Wunder bin ich am Leben“, schrieb er. Dazu veröffentlichte er ein Bild von sich aus dem Krankenhaus.
Der 51-jährige Beskrestnow gilt als Spezialist für militärische Funktechnologien. Seit Kriegsbeginn ist er an der Front in den Bereichen Funk, elektronische Kriegsführung und Aufklärung aktiv – und damit auch für den Drohnenkampf. Im Januar 2026 wurde er von Verteidigungsminister Fedorow zu dessen Berater auf dem Gebiet ernannt.
Der 51-jährige Beskrestnow gilt als Spezialist für militärische Funktechnologien. Seit Kriegsbeginn ist er an der Front in den Bereichen Funk, elektronische Kriegsführung und Aufklärung aktiv – und damit auch für den Drohnenkampf. Im Januar 2026 wurde er von Verteidigungsminister Fedorow zu dessen Berater auf dem Gebiet ernannt.
Erneut Brand russischer Ölanlagen nach Drohnenangriff – Bericht über einen Toten
Bei einem erneuten ukrainischen Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse in der Region Krasnodar ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Das teilte der zuständige Gouverneur Weniamin Kondratjew mit. Eine weitere Person sei verletzt worden, schrieb der Gouverneur auf der Plattform Telegram. Im Hafen brenne es, Drohnentrümmer hätten Gebäude in der Stadt beschädigt, darunter eine Schule und einen Kindergarten. Auch eine Gasleitung sei beschädigt worden. In sozialen Medien berichteten Anwohner von Explosionen, zwei brennenden Tanks der Raffinerie und hohen Flammen im Bereich des Hafens. Die Staatsanwaltschaft berichtete von Schäden an der Infrastruktur des Hafens.
Der Hafen war bereits vergangene Woche Ziel eines ukrainischen Angriffs. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift die Ukraine Russlands Ölindustrie an, die für Moskaus Finanzierung des Kriegs wichtig ist. Die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Schäden stehen in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen russischer Angriffe in der Ukraine.
Am Schwarzen Meer ist Tuapse einer der wichtigsten Häfen für den russischen Ölexport. Hier gibt es auch eine Raffinerie, die dem größten russischen Ölkonzern Rosneft gehört. Tuapse liegt etwa 75 Kilometer nordwestlich der Großstadt Sotschi.
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hatte am Sonntag mitgeteilt, die ukrainischen Angriffe auf Russlands Ölinfrastruktur hätten zu einem Verlust von mindestens 2,3 Milliarden Dollar an Einnahmen durch Ölverkäufe geführt. Das Onlineportal Kyiv Independent berichtete, durch Drohnenangriffe und Beschlagnahmung von Öltankern der sogenannten russischen Schattenflotte seien im April etwa 40 Prozent der russischen Öl-Exportkapazitäten lahmgelegt worden.
Der Hafen war bereits vergangene Woche Ziel eines ukrainischen Angriffs. Als Teil ihres Abwehrkampfes greift die Ukraine Russlands Ölindustrie an, die für Moskaus Finanzierung des Kriegs wichtig ist. Die Zahl der Opfer und das Ausmaß der Schäden stehen in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen russischer Angriffe in der Ukraine.
Am Schwarzen Meer ist Tuapse einer der wichtigsten Häfen für den russischen Ölexport. Hier gibt es auch eine Raffinerie, die dem größten russischen Ölkonzern Rosneft gehört. Tuapse liegt etwa 75 Kilometer nordwestlich der Großstadt Sotschi.
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hatte am Sonntag mitgeteilt, die ukrainischen Angriffe auf Russlands Ölinfrastruktur hätten zu einem Verlust von mindestens 2,3 Milliarden Dollar an Einnahmen durch Ölverkäufe geführt. Das Onlineportal Kyiv Independent berichtete, durch Drohnenangriffe und Beschlagnahmung von Öltankern der sogenannten russischen Schattenflotte seien im April etwa 40 Prozent der russischen Öl-Exportkapazitäten lahmgelegt worden.
Orbán: Ungarn wird EU-Kredit an die Ukraine freigeben
Ungarn hat sich bereiterklärt, den EU-Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro an die Ukraine freizugeben, sobald Kiew die Versorgung mit russischem Öl wiederherstellt. Das erklärt Ministerpräsident Viktor Orbán in einem Facebook-Post. Die Ukraine könne die Lieferungen über die Druschba-Pipeline möglicherweise bereits ab Montag wieder aufnehmen, schreibt Orbán unter Berufung auf „Signale aus der Ukraine über Vermittlung aus Brüssel“. „Ungarns Position hat sich nicht geändert“, so Orbán. „Wenn es Öl gibt, gibt es Geld.“
Ungarns EU-Minister János Bóka erklärt in einem separaten Post, der Kredit könne bereits am Mittwoch bei einem EU-Treffen in Brüssel freigegeben werden.
Ungarns EU-Minister János Bóka erklärt in einem separaten Post, der Kredit könne bereits am Mittwoch bei einem EU-Treffen in Brüssel freigegeben werden.
Mann erschießt sechs Menschen in Kiew – Verbindungen nach Russland werden untersucht
Am Samstag erschoss ein Mann in Kiew auf der Straße vier Menschen, verschanzte sich in einem Supermarkt und tötete dort eine weitere Person. Ein sechstes Opfer erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus. 14 weitere Personen wurden verletzt. Der Täter wurde von der Polizei erschossen. Es soll sich um einen in Moskau geborenen Ukrainer handeln, der lange in Russland und dann in Bachmut in der ukrainischen Region Donezk gelebt habe. Der Mann sei bereits polizeilich bekannt gewesen, sagte Präsident Wolodimir Selenskij. „Mein Beileid gilt den Familien und Lieben der Opfer“, erklärte er außerdem.
Der Guardian verweist auf russische Bankkonten des mutmaßlichen Täters und auf antisemitische und antiukrainische Äußerungen, die er online gepostet habe. Ob es einen direkten Auftrag aus Russland für den Anschlag gab, ist unklar. „Wir versuchen nun, so viel wie möglich über den Täter und seine Motive herauszufinden“, so Selenskij. Solche Anschläge sind in der Ukraine äußerst selten – und treffen die Bevölkerung wohl auch deshalb besonders schwer.
Der Guardian verweist auf russische Bankkonten des mutmaßlichen Täters und auf antisemitische und antiukrainische Äußerungen, die er online gepostet habe. Ob es einen direkten Auftrag aus Russland für den Anschlag gab, ist unklar. „Wir versuchen nun, so viel wie möglich über den Täter und seine Motive herauszufinden“, so Selenskij. Solche Anschläge sind in der Ukraine äußerst selten – und treffen die Bevölkerung wohl auch deshalb besonders schwer.
USA erlauben weiterhin Kauf von russischem Öl
Die USA haben die Ausnahmeregelung für den Kauf russischen Öls auf dem Seewege bis zum 16. Mai verlängert. Dies geht aus einem Dokument des US-Finanzministeriums hervor. Damit will die Regierung von US-Präsident Donald Trump die während des Iran-Krieges gestiegenen Energiepreise unter Kontrolle halten. Vor zwei Tagen hatte US-Finanzminister Scott Bessent erklärt, es werde keine Verlängerung der Ausnahmeregelung geben.
Der für Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland zuständige Kremlgesandte Kirill Dmitrijew lobte die Maßnahme. „Viele Länder, darunter die USA, verstehen die entscheidende und systemrelevante Bedeutung russischen Öls und Gases für die Stabilität der Weltmärkte“, schrieb er auf Telegram. Die zunächst befristete Aufhebung der Sanktionen werde dabei „Hysterie bei den Kriegstreibern in der EU und Großbritannien“ auslösen, freute er sich.
Die Maßnahme könnte die Bemühungen des Westens erschweren, Russland Einnahmen für seinen Krieg in der Ukraine zu entziehen. Der Kreml nutzt die Einnahmen aus der Ölindustrie zur Finanzierung seines Kriegs gegen die Ukraine. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte erklärt, es sei nicht die Zeit, die Sanktionen gegen Russland zu lockern.
Der für Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland zuständige Kremlgesandte Kirill Dmitrijew lobte die Maßnahme. „Viele Länder, darunter die USA, verstehen die entscheidende und systemrelevante Bedeutung russischen Öls und Gases für die Stabilität der Weltmärkte“, schrieb er auf Telegram. Die zunächst befristete Aufhebung der Sanktionen werde dabei „Hysterie bei den Kriegstreibern in der EU und Großbritannien“ auslösen, freute er sich.
Die Maßnahme könnte die Bemühungen des Westens erschweren, Russland Einnahmen für seinen Krieg in der Ukraine zu entziehen. Der Kreml nutzt die Einnahmen aus der Ölindustrie zur Finanzierung seines Kriegs gegen die Ukraine. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte erklärt, es sei nicht die Zeit, die Sanktionen gegen Russland zu lockern.
Ukrainische Drohnenangriffe auf Sewastopol und weitere Regionen
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russisch besetzte Marinestadt Sewastopol auf der Halbinsel Krim ist nach Behördenangaben in der Nacht ein Öldepot in Brand geraten. Das Feuer in einem Tank mit Kraftstoffresten sei durch abgeschossene Drohnen ausgelöst worden, schrieb der Verwaltungschef der Stadt, Michail Raswoschajew, auf der Plattform Telegram. Der Brand habe keine Auswirkungen auf die Treibstoffversorgung von Sewastopol.
Verletzte gebe es keine, hieß es weiter. Darüber hinaus habe die Flugabwehr über der Stadt zwei weitere Drohnen abgeschossen. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden. Russland hatte die ukrainische Halbinsel 2014 nach einem international nicht anerkannten Referendum annektiert.
Im Gebiet Samara in Russland ist nach Medienangaben die Ölraffinerie in Nowokuibyschewsk von Drohnen getroffen worden. In sozialen Netzwerken kursierende Bilder und Videos zeigen Brände, die von der Anlage stammen sollen. Offiziell wurden die Berichte bislang nicht bestätigt. Zuletzt lag die Produktionsleistung der Raffinerie bei 8,8 Millionen Tonnen pro Jahr – und war damit eine der größeren Anlagen im Land. In letzter Zeit hat die Ukraine angesichts des Iran-Kriegs seine Angriffe auf die russische Öl-Industrie verstärkt, um die Einnahmen Moskaus durch Öl-Exporte zu schmälern.
Im Gebiet Leningrad, das an St. Petersburg (früher Leningrad) grenzt, war der Hafen von Wyssozk Ziel ukrainischer Angriffe, wie Gouverneur Alexander Drosdenko auf Telegram mitteilte. Dort werde versucht, einen Brand zu löschen. 27 ukrainische Drohnenangriffe seien abgewehrt worden.
Auch in der südrussischen Region Krasnodar melden Behörden einen Großbrand in einem Ölterminal. 224 Feuerwehrleute und 56 Fahrzeuge seien im Einsatz, um den Brand in dem Terminal in Tichorezk zu bekämpfen, teilt der regionale Krisenstab auf Telegram mit. Verletzte wurden nicht gemeldet. Zur Brandursache gibt es keine Angaben.
Verletzte gebe es keine, hieß es weiter. Darüber hinaus habe die Flugabwehr über der Stadt zwei weitere Drohnen abgeschossen. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden. Russland hatte die ukrainische Halbinsel 2014 nach einem international nicht anerkannten Referendum annektiert.
Im Gebiet Samara in Russland ist nach Medienangaben die Ölraffinerie in Nowokuibyschewsk von Drohnen getroffen worden. In sozialen Netzwerken kursierende Bilder und Videos zeigen Brände, die von der Anlage stammen sollen. Offiziell wurden die Berichte bislang nicht bestätigt. Zuletzt lag die Produktionsleistung der Raffinerie bei 8,8 Millionen Tonnen pro Jahr – und war damit eine der größeren Anlagen im Land. In letzter Zeit hat die Ukraine angesichts des Iran-Kriegs seine Angriffe auf die russische Öl-Industrie verstärkt, um die Einnahmen Moskaus durch Öl-Exporte zu schmälern.
Im Gebiet Leningrad, das an St. Petersburg (früher Leningrad) grenzt, war der Hafen von Wyssozk Ziel ukrainischer Angriffe, wie Gouverneur Alexander Drosdenko auf Telegram mitteilte. Dort werde versucht, einen Brand zu löschen. 27 ukrainische Drohnenangriffe seien abgewehrt worden.
Auch in der südrussischen Region Krasnodar melden Behörden einen Großbrand in einem Ölterminal. 224 Feuerwehrleute und 56 Fahrzeuge seien im Einsatz, um den Brand in dem Terminal in Tichorezk zu bekämpfen, teilt der regionale Krisenstab auf Telegram mit. Verletzte wurden nicht gemeldet. Zur Brandursache gibt es keine Angaben.
Selenskij warnt Belarus vor Beteiligung am russischen Krieg
Belarus hat nach Angaben aus Kiew in grenznahen Gebieten zur Ukraine mit dem Ausbau von Straßen und dem Bau von Artilleriestellungen begonnen. „Wir gehen davon aus, dass Russland ein weiteres Mal versuchen wird, Belarus in seinen Krieg (gegen die Ukraine) hineinzuziehen“, schrieb der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij bei Telegram. Er habe Anweisung gegeben, Minsk vor den Folgen zu warnen. Die Ukraine sei bereit, ihr Hoheitsgebiet und ihre Unabhängigkeit zu verteidigen.
„Die Art und die Folgen der jüngsten Ereignisse in Venezuela sollten die Führung von Belarus davon abhalten, Fehler zu begehen“, fügte er hinzu. Anfang Januar wurde der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro mit seiner Frau von US-amerikanischen Truppen über Nacht in die USA festgenommen und vor Gericht gestellt.
Belege für die Bautätigkeiten in Belarus legte Selenskij nicht vor. Im Februar 2022 war die russische Armee auch von belarussischem Territorium in die Ukraine einmarschiert.
„Die Art und die Folgen der jüngsten Ereignisse in Venezuela sollten die Führung von Belarus davon abhalten, Fehler zu begehen“, fügte er hinzu. Anfang Januar wurde der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro mit seiner Frau von US-amerikanischen Truppen über Nacht in die USA festgenommen und vor Gericht gestellt.
Belege für die Bautätigkeiten in Belarus legte Selenskij nicht vor. Im Februar 2022 war die russische Armee auch von belarussischem Territorium in die Ukraine einmarschiert.
Schäden an Hafenanlagen und Häusern in Region Odessa nach russischem Angriff
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Region Odessa sind in der Nacht Hafen-, Verkehrs- und Wohnanlagen beschädigt worden. Der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, teilt über den Kurznachrichtendienst Telegram mit, dass an mehreren Orten Brände ausgebrochen seien. Unter anderem seien Verwaltungsgebäude, Container und mindestens sechs Wohnhäuser getroffen worden. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand.
Viertel in Tschernihiw erneut ohne Strom
Das russische Militär hat in der Nacht die ukrainische Stadt Tschernihiw angegriffen und mehrere Viertel von der Stromversorgung abgeschnitten. Nach Angaben des regionalen Militärverwalters Dmytro Bryschinskyj wurden am frühen Morgen mehrere Objekte der Energieinfrastruktur getroffen und in Brand gesetzt. Vorerst gab es keine Berichte über mögliche Verletzte. Bryschinskyj machte in seiner Mitteilung auf Telegram keine Angaben, welche Waffen bei dem Angriff eingesetzt wurden. Erst vor knapp zehn Tagen hatte das russische Militär die Energieversorgung von Tschernihiw schwer getroffen.
EU stellt Ukraine weitere Milliardenhilfen in Aussicht
Die EU will nach Fortschritten bei Reformen in der Ukraine in Kürze weitere Milliardenhilfen an das Land auszahlen. Es gehe um 2,5 bis 2,7 Milliarden Euro, teilte EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos am Rande der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington mit. Das ukrainische Parlament habe in der vergangenen Woche die dafür notwendigen Gesetze verabschiedet. „Es gibt einen Ukraine-Plan, in dem 173 Reformen aufgeführt sind, die sie umsetzen müssen und wenn sie diese erfüllen, können wir ihnen das Geld geben“, sagte Kos der Nachrichtenagentur Reuters.
Sie begrüßte auch die jüngsten Wahlergebnisse in Ungarn, das den weitaus größeren EU-Kredit an die Ukraine blockiert hatte. Die EU werde nun definitiv den separat zugesagten Kredit über 90 Milliarden Euro gewähren, dies sei nach der Abwahl von Viktor Orbán zu „100 Prozent“ sicher, sagte Kos. Die EU-Spitze stehe bereits in Kontakt mit dem voraussichtlichen neuen ungarischen Regierungschef Peter Magyar. Der ukrainische Finanzminister Serhij Martschenko erklärte, mit dem EU-Kredit sei die Finanzierungslücke seines Landes für das Jahr 2026 in Höhe von 52 Milliarden Dollar geschlossen. Über den Bedarf für 2027 liefen jedoch noch Gespräche. Die EU habe fast zwei Drittel des ukrainischen Finanzierungsbedarfs gedeckt, andere große Staaten müssten nachziehen.
Sie begrüßte auch die jüngsten Wahlergebnisse in Ungarn, das den weitaus größeren EU-Kredit an die Ukraine blockiert hatte. Die EU werde nun definitiv den separat zugesagten Kredit über 90 Milliarden Euro gewähren, dies sei nach der Abwahl von Viktor Orbán zu „100 Prozent“ sicher, sagte Kos. Die EU-Spitze stehe bereits in Kontakt mit dem voraussichtlichen neuen ungarischen Regierungschef Peter Magyar. Der ukrainische Finanzminister Serhij Martschenko erklärte, mit dem EU-Kredit sei die Finanzierungslücke seines Landes für das Jahr 2026 in Höhe von 52 Milliarden Dollar geschlossen. Über den Bedarf für 2027 liefen jedoch noch Gespräche. Die EU habe fast zwei Drittel des ukrainischen Finanzierungsbedarfs gedeckt, andere große Staaten müssten nachziehen.
Slowakei droht weiter mit Blockade von Russland-Sanktionen
Die Slowakei will das nächste EU-Sanktionspaket gegen Russland so lange blockieren, bis durch die Druschba-Pipeline wieder russisches Öl über die Ukraine in das Land fließt. Das sagte Außenminister Juraj Blanar am Donnerstag im slowakischen Parlament.
Die Nachrichtenagentur TASR zitierte den linksnationalen Politiker mit der Drohung: „Wenn die Druschba-Ölleitung nicht wieder in Betrieb geht und schon das 20. Sanktionspaket zur Abstimmung auf dem Tisch liegt, werden wir nicht zustimmen“. Zur Begründung erklärte er: „Wir haben keine anderen Instrumente, um zu erzwingen, dass der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij gemeinsam mit der EU-Kommission die Druschba wieder freigibt.“
Die Nachrichtenagentur TASR zitierte den linksnationalen Politiker mit der Drohung: „Wenn die Druschba-Ölleitung nicht wieder in Betrieb geht und schon das 20. Sanktionspaket zur Abstimmung auf dem Tisch liegt, werden wir nicht zustimmen“. Zur Begründung erklärte er: „Wir haben keine anderen Instrumente, um zu erzwingen, dass der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij gemeinsam mit der EU-Kommission die Druschba wieder freigibt.“
Newsdesk
Mehrere Tote bei russischen Angriffen auf Kiew, Odessa und Dnipro
Russland und die Ukraine haben einander in der Nacht zu Donnerstag massiv angegriffen. In der Ukraine wurden mindestens 16 Menschen getötet - das ist die höchste Zahl an Todesopfern in diesem Jahr. Unter den Toten sei ein zwölfjähriges Kind. Rund 100 Menschen seien verletzt worden.
Die ukrainische Luftwaffe teilte am Morgen mit, sie habe in den vergangenen 24 Stunden 31 russische Raketen und 636 Drohnen abgefangen; zwölf Raketen und zwanzig Drohnen seien jedoch eingeschlagen. Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht 207 ukrainische Drohnen abgefangen. Wie viele Drohnen die Ukraine tatsächlich abgefeuert hat und wie viele Ziele getroffen haben, teilt Russland in der Regel nicht mit. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben nicht.
Unter den vier Toten in Kiew sei ein zwölfjähriges Kind, sagte der Bürgermeister der Hauptstadt, Vitali Klitschko. 60 Menschen seien verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Klitschko zufolge wurden etliche Gebäude schwer beschädigt. Die Stadt sei am frühen Donnerstagmorgen erneut angegriffen worden, sagte er. Eine sehr niedrig fliegende Drohne sei in einem 18-stöckigen Gebäude eingeschlagen. Zudem seien Raketentrümmer auf den sechsten Stock eines Wohnhauses im zentralen Bezirk Podil gestürzt. Rettungskräfte hätten eine Mutter und ihr Kind aus einem Gebäude befreit. In einem nördlichen Stadtteil sei ein Großbrand ausgebrochen, bei dem vier Mitarbeiter des Rettungsdienstes verletzt worden seien.
Auch andere Landesteile waren Ziel der russischen Angriffe, so die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer. Dort sind dem Leiter der örtlichen Militärverwaltung von Odessa, Serhij Lyssak, zufolge acht Menschen getötet und mehr als zwanzig verletzt worden. In Dnipro kamen dem Regionalgouverneur Olexander Ganscha zufolge vier Menschen ums Leben, 30 wurden verletzt. Aus der nach Kiew zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw im Nordosten wurden zwei Verletzte durch Drohnenangriffe gemeldet.
Die ukrainische Luftwaffe teilte am Morgen mit, sie habe in den vergangenen 24 Stunden 31 russische Raketen und 636 Drohnen abgefangen; zwölf Raketen und zwanzig Drohnen seien jedoch eingeschlagen. Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht 207 ukrainische Drohnen abgefangen. Wie viele Drohnen die Ukraine tatsächlich abgefeuert hat und wie viele Ziele getroffen haben, teilt Russland in der Regel nicht mit. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben nicht.
Unter den vier Toten in Kiew sei ein zwölfjähriges Kind, sagte der Bürgermeister der Hauptstadt, Vitali Klitschko. 60 Menschen seien verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Klitschko zufolge wurden etliche Gebäude schwer beschädigt. Die Stadt sei am frühen Donnerstagmorgen erneut angegriffen worden, sagte er. Eine sehr niedrig fliegende Drohne sei in einem 18-stöckigen Gebäude eingeschlagen. Zudem seien Raketentrümmer auf den sechsten Stock eines Wohnhauses im zentralen Bezirk Podil gestürzt. Rettungskräfte hätten eine Mutter und ihr Kind aus einem Gebäude befreit. In einem nördlichen Stadtteil sei ein Großbrand ausgebrochen, bei dem vier Mitarbeiter des Rettungsdienstes verletzt worden seien.
Auch andere Landesteile waren Ziel der russischen Angriffe, so die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer. Dort sind dem Leiter der örtlichen Militärverwaltung von Odessa, Serhij Lyssak, zufolge acht Menschen getötet und mehr als zwanzig verletzt worden. In Dnipro kamen dem Regionalgouverneur Olexander Ganscha zufolge vier Menschen ums Leben, 30 wurden verletzt. Aus der nach Kiew zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw im Nordosten wurden zwei Verletzte durch Drohnenangriffe gemeldet.
Erste Aufnahmen des ukrainischen Militärs nach den Angriffen auf Dnipro. AFP/ DNIPROPETROVSK REGIONAL MILITARY ADMINISTRATION
Russischer Gouverneur berichtet von totem Kind und weiterem Todesopfer bei ukrainischem Angriff
In der russischen Hafenstadt Tuapse ist nach russischen Angaben bei einem ukrainischen Drohnenangriff ein Kind getötet worden. Es handele sich um ein 14-jähriges Mädchen, teilt der Gouverneur der Oblast Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, mit. Außerdem sei eine Frau gestorben, sieben Menschen seien verletzt worden. Er spricht von einem massiven Angriff auf die Stadt am Schwarzen Meer, der einen großen Brand ausgelöst habe. Tuapse ist einer der wichtigsten Häfen im Süden Russlands und dient als Drehscheibe für den Export von Erdölprodukten, Kohle und Düngemittel. Außerdem befindet sich dort eine große Ölraffinerie gleichen Namens, die Rosneft, Russlands größtem Ölproduzenten, gehört.
Das ukrainische Militär bestätigt den Angriff auf Tuapse. Dort sei Infrastruktur getroffen worden, teilt der Kommandeur der Drohneneinheiten auf Telegram mit. Außerdem seien zwei Öllager auf der ukrainischen Halbinsel Krim getroffen worden, die bereits 2014 von Russland annektiert wurde.
Das ukrainische Militär bestätigt den Angriff auf Tuapse. Dort sei Infrastruktur getroffen worden, teilt der Kommandeur der Drohneneinheiten auf Telegram mit. Außerdem seien zwei Öllager auf der ukrainischen Halbinsel Krim getroffen worden, die bereits 2014 von Russland annektiert wurde.


