Es waren Bilder der Hoffnung. 220 Kilometer von der eingeschlossenen Hafenstadt Mariupol entfernt hatte sich am Sonntag in der von ukrainischen Truppen kontrollierten Stadt Saporischschja eine Kolonne städtischer Autobusse auf den Weg gemacht, um 90 Tonnen Hilfsgüter zu liefern. Auf dem Rückweg sollten die Busse verzweifelte Einwohner Mariupols bergen und auf einem festgelegten Rettungskorridor nach Saporischschja und Dnipro bringen. Dazu war ein Waffenstillstand zwischen Kiew und Moskau vereinbart worden. Es sollte der Beginn einer Evakuierung von bis zu 200 000 Menschen sein.
MariupolÜberleben in der Hölle
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Angst vor den Bomben: In einem Vorort Kiews drängen sich Bewohner unter einer zerstörten Brücke zusammen.
Emilio Morenatti/APDie Hafenstadt Mariupol erlebt russische Kriegsführung in ihrer schlimmsten Tradition: Zivilisten und die überlebenswichtige Infrastruktur stehen unter Dauerbeschuss, zwei Evakuierungsmissionen scheitern. Die Menschen schmelzen Schnee, um an Wasser zu kommen.
Von Florian Hassel, Warschau
