Korruption in der UkraineDer tiefe Fall des Andrij Jermak

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Andrij Jermak, 54, leitete bis November das ukrainische Präsidialamt. Er soll am „Midasgate“-Skandal um Bestechungsgelder im Atomkonzern Energoatom beteiligt gewesen sein.
Andrij Jermak, 54, leitete bis November das ukrainische Präsidialamt. Er soll am „Midasgate“-Skandal um Bestechungsgelder im Atomkonzern Energoatom beteiligt gewesen sein. IMAGO/ABACAPRESS

Der Ex-Stabschef von Wolodimir Selenskij sitzt wegen Bestechungsvorwürfen in Untersuchungshaft. Viele Ukrainer fragen sich, ob der Präsident von Jermaks Manövern wusste.

Von Florian Hassel, Belgrad

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Seit dem 27. November 2025 fragten sich viele Ukrainer, wie weit die Gerechtigkeit in ihrem Land im Zweifelsfall reicht. An diesem Tag durchsuchten das Antikorruptionsbüro Nabu und die Spezialstaatsanwaltschaft Sapo eine Wohnung und ein Büro von Andrij Jermak. Der damalige Stabschef von Präsident Wolodimir Selenskij war der zweitmächtigste Mann in der Ukraine. Nabu und Sapo hatten Gespräche und Telefonate abgehört, in denen jemand unter dem Tarnnamen „Ali Baba“ befahl, die Detektive und Staatsanwälte der beiden unabhängigen Institutionen zur Korruptionsbekämpfung juristisch zu verfolgen. Hinweisen zufolge war „Ali Baba“ kein anderer als Andrij Jermak. Er wird der Geldwäsche im großen Stil verdächtigt.

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