An diesem Wochenende haben uns in der Redaktion die Epstein Files beschäftigt. Das US-Justizministerium hat kurz vor Ablauf der Frist Hunderttausende Akten und unzählige Fotos freigegeben, viele Seiten wurden geschwärzt. Natürlich kommt der 2019 verstorbene verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein häufig vor, aber auch andere Prominente. Auffällig ist dabei, dass der frühere US-Präsident Bill Clinton oft auftaucht, selten aber der jetzige Machthaber im Weißen Haus. Zufall? Hier soll etwas vertuscht werden, meint mein US-Kollege Peter Burghardt.
Für Missbrauchsopfer wie Virginia Giuffre war es schwer, mit den Enthüllungen und dem Umgang damit zurechtzukommen. Wie Giuffre gelitten hat, beschreiben ihr Bruder und ihre Schwägerin im Gespräch mit Mareen Linnartz.
Der neue US-Präsident hat jedenfalls dafür gesorgt, dass 2025 weltpolitisch ein turbulentes Jahr war. Sein Wahlversprechen, den Krieg in der Ukraine binnen 24 Stunden zu beenden, hat er noch nicht eingelöst. Bei den Verhandlungen an diesem Wochenende in Florida gab es nach übereinstimmenden Wahrnehmungen Fortschritte, aber keinen Durchbruch.
Herausfordernd für Unternehmen bleiben die wirtschaftlichen Bedingungen. Das bekommt jeder zu spüren. Was viele schon geahnt haben, zeigen neue Berechnungen: Dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern weniger netto vom Bruttolohn bleibt – wenn Sie gut verdienen. Worauf Sie sich im neuen Jahr einstellen müssen, zeigt Ihnen unser Steuerrechner.
Was heute wichtig ist
Verhandlungen in Florida enden ohne Ergebnis. Der US-Sondergesandte Witkoff hat in Miami mit Unterhändlern der Ukraine und Russlands gesprochen. Allseits wird betont, wie „produktiv und konstruktiv“ die Gespräche verlaufen seien. Bislang liegen aber keine konkreten Ergebnisse vor. Zum Liveblog zum Krieg in der Ukraine
Epstein-Akten: Hunderttausende Dokumente und viele Fragen – auch an den US-Präsidenten. Das US-Justizministerium hat damit begonnen, die „Epstein Files“ zu veröffentlichen. Opfer und Politiker kritisieren die vielen Schwärzungen. Auffällig oft taucht Ex-US-Präsident Bill Clinton auf. Sein Sprecher deutete an, Donald Trump könnte damit von dessen Freundschaft zum Sexualstraftäter Epstein ablenken wollen. Zum Artikel (SZ Plus)
EXKLUSIV 2026 wird kein gutes Jahr für das Nettogehalt. Neue Berechnungen des Nürnberger Sofwarehauses Datev zeigen, dass trotz der Steuersenkungen im nächsten Jahr kaum mehr netto vom Brutto übrigbleibt. Gut- und Topverdiener erhalten wegen der höheren Sozialabgaben zum Teil deutlich weniger. Zum Artikel (SZ Plus)
EXKLUSIV Gesundheitsministerin Warken streitet mit den Krankenkassen. Die Kritik an Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) ist heftig. Trotz ihres Versprechens, dass der Zusatzbeitrag im Schnitt nicht steigen würde, erhöhen die Krankenkassen Techniker und DAK ihre Beiträge zum Jahreswechsel. Kassen und Ministerin geben sich dafür gegenseitig die Schuld. Zum Artikel (SZ Plus)
EXKLUSIV „Wir werden ein Unternehmen mit Rüstungsgeschäft“. Schaeffler-Konzernchef Klaus Rosenfeld kündigt an, dass zehn Prozent des Umsatzes bis 2035 in „neuen Geschäften“ gemacht werden sollen – auch aus dem Verteidigungsbereich. Gerade erst hat das Unternehmen eine Kooperation mit dem Drohnen-Hersteller Helsing angekündigt. Zum Artikel (SZ Plus)
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- Liveblog zur Bundespolitik: Schleswig-Holsteins Regierungschef Günther für bundesweite Zuckersteuer
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Dossier Digitalwende: Der wachsende Einfluss von E-Health-Unternehmen. Unternehmen wie Doctolib wollen den Alltag in Arztpraxen digitalisieren. Fachleute warnen jedoch, dass die Abhängigkeit von privaten Plattformen im sensiblen Gesundheitsbereich Risiken birgt. Auch wichtig: Forschende haben ersten Einschätzungen zum Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche in Australien. Zum Briefing
Dossier Geoökonomie: Mercosur-Staaten drohen Europa mit anderen Handelsoptionen. Es wird eng für das Handelsabkommen zwischen der EU und der südamerikanischen Mercosur-Gruppe. Das glaubt zumindest Brasiliens Präsident Lula – und betont demonstrativ das Interesse anderer Handelspartner, mit denen Mercosur ebenfalls über Freihandelsverträge verhandelt. Der Druck auf Europa wächst – und die Zeit läuft im Januar ab. Zum Briefing Alle SZ Dossier-Fachbriefings

