UkraineDie einen nennen ihn „Schlächter“, für die anderen ist er ein Held

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Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyi im vergangenen November bei einem Briefing.
Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyi im vergangenen November bei einem Briefing. IMAGO/Ukraine Presidency

Oleksandr Syrskyj hat als Armeechef für taktische Siege große Verluste hingenommen. Während die Ukrainer seit Tagen gegen ihn protestieren, hält Präsident Selenskij an ihm fest. Noch.

Von Sebastian Gierke

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Die Macht der Straße ist in der Ukraine traditionell groß, selbst in Kriegszeiten. Das wissen auch die Demonstranten, die seit vier Tagen, seit der Regierungsumbildung durch Präsident Wolodimir Selenskij, in Kiew und anderen Städten mit ihren Pappschildern unterwegs sind. Zu Beginn war darauf Unterstützung für den gerade von Selenskij entlassenen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow zu lesen. Doch vor den Beistand für Fedorow schob sich zuletzt die öffentliche, die wütende Ablehnung von dessen internem Widersacher Oleksandr Syrskyj, Oberbefehlshaber der Armee. Harmlos waren dabei noch die immer mehr werdenden Schilder, auf denen Käsescheiben zu sehen waren. Der Name des Generals reimt sich im Ukrainischen auf Käse. Zum ersten Mal seit der russischen Vollinvasion im Jahr 2022 richtet sich deutlich vernehmlicher, öffentlicher Protest gegen einen hochrangigen Militärangehörigen.

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