Schon im Wahlkampf setzte Ugandas Präsident auf die eiserne Hand des Militärs, um das Rennen gegen die Opposition zu gewinnen. Sein Ziel hat er mit diesen Methoden längst erreicht, nach einer von massiver Einschüchterung begleiteten Wahl am 15. Januar hat ihm die Wahlkommission 71 Prozent der Stimmen zugesprochen und zum Sieger ausgerufen. Doch offenbar reicht das dem 81-jährigen Langzeitherrscher Yoweri Museveni nicht, der den ostafrikanischen Staat schon seit 40 Jahren führt. Er lässt seine Gegner auch nach der Wahl gängeln und mutmaßlich Hunderte gefangennehmen oder entführen, wie Familien und Bekannte von Verfolgten berichten. Viele haben so große Angst, dass sie nur sprechen wollen, wenn sie anonym bleiben.
Gewalt in OstafrikaUgandas Militär jagt den Popstar Bobi Wine
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Bobi Wine, Popstar und Oppositionsführer in Uganda, mit seiner Frau Barbara Kyagulanyi, genannt Barbie, am 12. Januar auf der Abschlusskundgebung ihres Wahlkampfs in der Hauptstadt Kampala.
LUIS TATO/AFPKidnapping, Morddrohungen, Prügel: Nach unfairen Wahlen in Uganda verschärft Langzeitherrscher Museveni die Repression – und traumatisiert offenbar auch die Frau des Oppositionsführers.
Von Arne Perras
