Name und Geld

John Ellis "Jeb" Bush, 62, derzeit ohne politisches Amt, ist unter allen Kandidaten der zweifellos qualifizierteste. Er kann zwei Amtszeiten als Gouverneur des Staates Florida vorweisen, außerdem ist er als Sohn von Präsident George H. W. Bush in der politischen Welt aufgewachsen und hat damit besonders leichten Zugang zu den besten Beratern und Geldgebern. Von anderen weißen Republikanern unterscheidet er sich zum Beispiel dadurch, dass er mit einer Latina verheiratet ist und Mitgefühl mit Amerikas illegalen Einwanderern verspricht, was ihm in der wachsenden Wählergruppe der Hispanics helfen könnte. Der Name Bush ist nicht nur ein Vorteil: Die konservative Basis der republikanischen Partei misstraut gemäßigten, etablierten Politikern, und unter etlichen Amerikanern stehen die Bushs für den Krieg im Irak, den Jebs großer Bruder George W. im Jahr 2003 verantwortete. Jeb Bush ist in seiner Partei nicht der beliebteste, dennoch macht er sich berechtigte Hoffnungen auf die Nominierung: Finanziell ist er hervorragend ausgestattet und setzt darauf, dass er sich langfristig durchsetzt, mit Ruhe, Geduld, Kompetenz - und viel Geld.

Lesen Sie in diesem SZ-Leitartikel, wieso seine große Erfahrung für Jeb Bush nicht nur Vorteile bringt. Von Nicolas Richter

Bild: John Raoux/AP 5. August 2015, 17:402015-08-05 17:40:32 © SZ vom 5.8.2015/mati