AutokratieWie Erdoğan die Türkei zur Scheindemokratie macht

Lesezeit: 4 Min.

Am Rathaus von Üsküdar hängt ein Porträt des Gründers der modernen Türkei,  Atatürk, während drinnen eine umstrittene Wahl des Bezirksparlaments stattfindet.
Am Rathaus von Üsküdar hängt ein Porträt des Gründers der modernen Türkei,  Atatürk, während drinnen eine umstrittene Wahl des Bezirksparlaments stattfindet.
Foto: Yusuf Iris/picture alliance/ZUMAPRESS

Ein Istanbuler Bezirk wählt eine Bürgermeisterin von der Opposition, trotzdem regiert dort nun ein Mann von Erdoğans AKP. Der Fall zeigt, mit welchen Mitteln der geschwächte Präsident um die Macht kämpft.

Von Raphael Geiger, Istanbul

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Sicher, sie wussten es vorher schon. Schon lange. Die Türkinnen und Türken kennen ja die Nachrichten der vergangenen Jahre, all die verhafteten Oppositionellen, im Mai war die Polizei in der Zentrale der größten Oppositionspartei. Wer sich in der Türkei nicht taub stellt, weiß, dass es gefährlich ist, dem Präsidenten gefährlich zu werden.

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Türkei
:„Natürlich gewinnen wir die nächste Wahl“

In der Türkei haben so viele immer wieder von einem Land ohne Erdoğan geträumt und mussten doch zusehen, wie die Demokratie bis zur Unkenntlichkeit verblasste. Jetzt ist da eine neue Oppositionspartei. Und wieder hoffen sie.

SZ PlusVon Raphael Geiger (Text und Fotos)

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