Türkei:Der Ton wird schärfer in der Türkei

Türkei: In Istanbul demonstrieren nun diejenigen, die gegen die Einführung eines Präsidialsystems in der Türkei gestimmt hatten.

In Istanbul demonstrieren nun diejenigen, die gegen die Einführung eines Präsidialsystems in der Türkei gestimmt hatten.

(Foto: Yasin Akgul/AFP)
  • Am Mittwoch hat die Oberste Wahlkommission der Türkei den Antrag der Opposition abgewiesen, die die Abstimmung annullieren lassen wollte.
  • Internationale Wahlbeobachter von OSZE und Europarat kritisierten, es sei kein Wille erkennbar, die Betrugsvorwürfe aufzuklären.
  • Die türkische Regierung beschuldigte die Beobachter daraufhin, parteiisch zu sein.

Von Mike Szymanski, Istanbul

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan ist ein leidenschaftlicher Fußballfan. Als junger Mann hat er selbst gespielt und davon geträumt, Profi zu werden. Es kam dann anders. Aber die Fußballvergleiche liebt er bis heute. Dem Sender CNN sagte er jetzt: "Es ist egal, ob man 1:0 oder 5:0 gewinnt. Das Ziel ist es, das Spiel zu gewinnen." Dem wäre nichts hinzuzufügen, wenn ihm seine Kritiker wie die Wahlbeobachter der OSZE nicht beharrlich vorwerfen würden, auf einem unebenen Spielfeld gebolzt zu haben.

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