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Tschechisch:Ungeliebte Endung

Gendern / international

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(Foto: SZ-Grafik)

Von Viktoria Großmann

Die tschechischen Frauen wollen keine Anhängsel ihrer Ehemänner und Väter mehr sein. Ihre Forderung: die Endung -ová an ihren Nachnamen soll weg. Eine Reform des Namensrechts wird schon lange diskutiert, erst 2020 sah es wieder danach aus, als könnte die Pflicht zur weiblichen Endung ganz abgeschafft werden. Bislang haben nur Frauen, die einen Ausländer heiraten und dann nicht Gomezová oder Jacksonová heißen wollen, dieses Recht. In Internetforen geben sich Frauen Tipps, wie sie das -ová loswerden können. Das Thema ist politisch, die progressive Piratenpartei, die sich anschickt, die nächsten Parlamentswahlen zu gewinnen, ist für das Ende der weiblichen Endung. Allgemein ist die Aufmerksamkeit für gerechte Sprache enorm gewachsen, dabei ist die wirklich schwierig herzustellen. Auch Verben und Adjektive passen sich an den Genus an, Sprachhüter warnen vor Deklinationsproblemen in den sieben Fällen. Die tschechische Sprache wird es verkraften, finden die Frauen.

© SZ vom 12.05.2021
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