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Tschechien-Russland:Weitere Diplomaten ausgewiesen

Tschechien möchte dauerhaft die russische Botschaft in Prag verkleinern und weist bis zu 70 weitere Mitarbeiter der Vertretung aus. Nachdem bekannt geworden war, dass der russische Militärgeheimdienst GRU für Explosionen in einem Munitionslager im mährischen Vrbětice im Jahr 2014 verantwortlich sein soll, hatte Prag 18 russische Diplomaten ausgewiesen. Moskau daraufhin 20 tschechische. Die Botschaft in Moskau sei damit kaum noch arbeitsfähig, erklärte der tschechische Außenminister Jakub Kulhánek am Donnerstagnachmittag. Die russische Vertretung solle im gleichen Maße verkleinert werden. Premier Andrej Babiš erklärte: "Es geht uns nicht um Eskalation." Russland habe nicht angemessen reagiert. Der tschechische Inlandsgeheimdienst BIS kritisiert die russische Botschaft seit Jahren als überdimensioniert.

© SZ vom 23.04.2021 / vgr
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