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Truppenaufbau:Personal und Ausrüstung - eine Frage des Geldes

Der Wehretat bleibt denn auch weiterhin eine der Schlüsselfragen für die weitere Entwicklung der Truppe. Die Militärausgaben Deutschlands waren in den Jahren nach dem Kalten Krieg zunächst drastisch gesunken, hatten zuletzt trotz einiger Schwankungen insgesamt jedoch wieder deutlich zugelegt (siehe Grafik mit den Daten des Friedensforschungsinstituts Sipri, die allerdings etwas höher liegen als der reine Wehretat im Bundeshaushalt).

Von der Leyen hatte bei Verhandlungen im März im Bundeskabinett erwirkt, dass der Verteidigungsetat in den kommenden vier Jahren um mehrere Milliarden Euro anwachsen soll, so zumindest der Plan (mehr dazu im Bundeswehr-Journal).

Denn nicht nur die Personalstärke soll wachsen, auch die gravierenden Ausrüstungsmängel der Truppe sollen behoben werden. Bereits im Januar hatte die Verteidigungsministerin angekündigt, dass dafür bis zum Jahr 2030 jährlich neun Milliarden Euro ausgegeben werden sollten. Zudem sollten nicht nur beim Personal, sondern auch bei der Ausrüstung mit großen Waffensystemen starre Obergrenzen fallen. Die Bundeswehr solle je nach Lage und Aufgaben ausgerüstet werden, kündigte von der Leyen an.

Die Herausforderungen, die die Truppe zu bewältigen hat, unterliegen einem stetigen Wandel. Derzeit befinden sich etwa 3400 Soldaten im Auslandseinsatz. Das im Zuge der Ukraine-Krise wieder angespannte Verhältnis zu Russland und die anhaltenden Kämpfe mit der Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien und dem Irak haben neue Bedrohungsszenarien an den Nato-Außengrenzen geschaffen. Hinzu kommt der bis zum Jahr 2021 geplante Aufbau einer speziellen Cybertruppe. Neben den klassischen Bereichen Land, See, Luft und Weltraum soll die Bundeswehr dann auch dafür gerüstet sein, mögliche Angriffe in der virtuellen Welt zu vereiteln.

(Mit Material von den Agenturen)