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Verkündet er bald das Kriegsende?
Verkündet er bald das Kriegsende? Mark Schiefelbein/AP

SZ am Morgen.

Von Nicolas Richter

US-Präsident Donald Trump will seinen Krieg gegen Iran offenbar in absehbarer Zeit beenden. „Wir werden sehr bald gehen“, sagte er am Dienstag im Oval Office. Für den heutigen Mittwochabend kündigte das Weiße Haus eine Fernsehansprache Trumps an, um die amerikanische Bevölkerung über die Pläne zu informieren. Seit mehr als einem Monat führen Israel und die USA Krieg gegen Iran.

Für die allermeisten Menschen in Deutschland ist der Krieg eine schwer greifbare Sache. Mittlerweile beschäftigt er das Land im fünften Jahr, seit dem Großangriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022.

In dieser Woche haben mich zwei Schicksale daran erinnert, wie der Krieg das Leben von Menschen erschüttern kann. Ein Schicksal handelt von einem jungen Kenianer namens David Mburu. Mit der Aussicht auf einen Job wurde er nach Europa gelockt. Aber dann landete er als Söldner in Russland und musste in den Angriffskrieg gegen die Ukraine ziehen. Was ihm dabei passiert ist, hat unser Afrika-Korrespondent Paul Munzinger in einer lesenswerten Reportage aufgeschrieben. Mburu hat demnach bis heute keine Ruhe gefunden. Immer wieder, berichtet er, habe er Albträume, etwa von einem Angriff aus der Luft.

Die zweite Geschichte ist die eines Russen. Er heißt Georgi Avaliani und sollte in der russischen Armee gegen die Ukraine kämpfen. Gegen seinen Willen allerdings, weshalb er Zuflucht in Deutschland gesucht hat. Aber das Land, von dem er sich Schutz erhofft, will ihn jetzt nach Russland zurückschicken. Frank Nienhuysen, Russland-Experte der SZ, hat die Geschichte von Georgi Avaliani recherchiert – und festgestellt, dass nicht alle Politiker in Berlin großes Mitgefühl für Menschen wie Avaliani empfinden. Eher gelten russische Deserteure manchen als potenzielles Sicherheitsrisiko. Während Avaliani auf das Urteil der deutschen Justiz wartet, bleibt er zuversichtlich. „Deutschland“, sagt er, „ist auf jeden Fall ein gastfreundliches Land.“

Und in Deutschland ist der Krieg, zum Glück, weit weg.

Was heute wichtig ist

US-Präsident Trump will Iran „sehr bald“ verlassen. Trump behauptet, sein Kriegsziel erreich zu haben: Man habe dafür gesorgt, dass die Machthaber des Islamischen Republik keine Atomwaffen bauen könnten. Mit der Sicherung der Straße von Hormus soll die USA laut seinen Angaben „nichts zu tun“ haben. Für den Abend hat das Weiße Haus eine Fernsehansprache des Präsidenten angekündigt. Zum Liveblog zum Krieg in Nahost

  • Überprüfung der Staatsbürgerschaft: Trump drückt Teil umstrittener Wahlreform per Dekret durch
  • Umstrittener Neubau: Gericht stoppt Bau des neuen Festsaals am Weißen Haus

Raumfahrt: Start der Mondumrundung Artemis 2 steht bevor.   Erstmals seit mehr als 50 Jahren will die Nasa wieder Menschen Richtung Mond schicken, Astronauten sollen den Mond umrunden. Der frühestmögliche Startzeitpunkt ist heute Abend um 18.24 Uhr. Bis dahin muss die Nasa unter anderem Druck und Dichtigkeit der Raumanzüge prüfen. Betankt wird die Rakete mit flüssigem Wasserstoff. Zum Liveblog zur Mondmission

Drama im Elfmeterschießen: Italien verpasst zum dritten Mal nacheinander die Fußball-WM. Nach einer roten Karte spielt Italien in Zenica lange in Unterzahl und rettet sich ins Elfmeterschießen. Doch es reicht nicht, um erstmals seit 2014 zur WM zu fahren. Neben Bosnien-Herzegowina feiern die Türkei, Schweden und Tschechien. Zum Artikel

Spritpreise: Ab sofort gilt die neue Tankstellen-Regel. Nur noch einmal täglich dürfen Tankstellen ihre Kraftstoffpreise ab heute erhöhen. Dadurch könnte es künftig zu höheren Preisschwankungen kommen. Kurz vor der Preiserhöhung um 12 Uhr dürfte Benzin wohl am günstigsten sein. Der ADAC warnt, für Verbraucher könnte es teurer werden. Zum Artikel

Müssen wirklich so viele Syrer zurück? Rund 80 Prozent der Syrerinnen und Syrer in Deutschland sollten in den nächsten drei Jahre in ihr Heimatland zurückkehren, hatte Kanzler Merz am Montag gesagt. Das sei der Wunsch von Syriens Übergangspräsident al-Scharaa. Rund 900 000 Syrerinnen und Syrer leben hier. Welchen Aufenthaltsstatus sie haben und warum gar nicht so wenige von ihnen gute Aussichten haben, bleiben zu können. Der Überblick.   Zum Artikel

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Dossier Digitalwende: EU-Länder preschen bei Social-Media-Altersgrenzen vor. Frankreich macht Tempo: Der Senat hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der Jugendlichen unter 15 den Zugang zu besonders risikoreichen Social-Media-Plattformen verwehren soll. Paris versucht dabei, das Vorhaben mit EU-Recht in Einklang zu bringen. Auch wichtig: Wer steckt hinter dem Cyberangriff auf die Linke? Zum Briefing

Dossier Geoökonomie: Wie Europa im Gas-Wettlauf mit Asien ins Hintertreffen gerät. Der Iran-Krieg hat die weltgrößte LNG-Anlage in Katar für Jahre lahmgelegt. 20 Prozent des Flüssiggas-Angebots fehlen nun. Europa wird mit Asien um die Ressource konkurrieren – und voraussichtlich unterliegen, denn die Zahlungsbereitschaft dort ist höher. Doch die Bundesregierung bleibt bislang erstaunlich gelassen. Zum Briefing

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