Donald Trump:Antreten, ehe es schlimmer wird?

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Donald Trump: Er soll erwägen, noch vor den Halbzeitwahlen im Herbst seine neuerliche Bewerbung als Präsidentschaftskandidat bekannt zu geben: Donald Trump bei einem Auftritt kürzlich in Memphis/Tennessee.

Er soll erwägen, noch vor den Halbzeitwahlen im Herbst seine neuerliche Bewerbung als Präsidentschaftskandidat bekannt zu geben: Donald Trump bei einem Auftritt kürzlich in Memphis/Tennessee.

(Foto: KAREN PULFER FOCHT/REUTERS)

Möglicherweise will Donald Trump schon bald seine nächste Präsidentschaftskandidatur ankündigen - bevor sein Image noch mehr beschädigt ist und das Joe Bidens vielleicht besser wird.

Der frühere US-Präsident Donald Trump erwägt Berichten der New York Times und des Senders CNN zufolge, vorzeitig seine Präsidentschaftskandidatur für die Wahlen 2024 anzukündigen. Diese Entscheidung sei für ihn dringlicher geworden, weil er versuchen wolle, Kontrolle über sein Ansehen zurückzugewinnen. Der Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses zum Sturm auf das Kapitol in Washington am 6. Januar 2021 brachte in den vergangenen Wochen eine Reihe von Enthüllungen durch Zeugen über Trumps Rolle an die Öffentlichkeit, die den Ex-Präsidenten schwer belasten.

Vergangene Woche habe Trump, so der CNN-Bericht, seinen Mitarbeitern gesagt, er sei bestrebt, noch in diesem Monat eine weitere Präsidentschaftskampagne zu starten, um aus den zunehmend schlechten Umfragewerten von Präsident Joe Biden Kapital zu schlagen und gegenüber potenziellen Rivalen in der Republikaner-Partei ein Zeichen zu setzen.

Hutchinsons Auftritt befeuert die Hektik offenbar

Sein Wunsch, eine Wahlkampfankündigung zu beschleunigen - und ursprüngliche Pläne aufzugeben, bis nach den Zwischenwahlen im November zu warten -, sei noch größer geworden, nachdem die frühere Mitarbeiterin des Weißen Hauses, Cassidy Hutchinson, vergangene Woche in einer im Fernsehen übertragenen Kongressanhörung schwerwiegende Fragen zu Trumps Verhalten in den letzten Monaten seiner Amtszeit aufgeworfen hatte, so CNN unter Berufung auf Quellen, die mit den Vorgängen vertraut seien.

Donald Trump: Cassidy Hutchinsons Aussage über Donald Trumps Verhalten am 6. Januar 2021 erschreckte viele.

Cassidy Hutchinsons Aussage über Donald Trumps Verhalten am 6. Januar 2021 erschreckte viele.

(Foto: ANDREW HARNIK/AFP)

Inzwischen hätten auch einige Trump-Verbündete privat eingeräumt, dass sich die öffentlichen Anhörungen des Repräsentantenhaus-Ausschusses als schädlicher als erwartet erwiesen hätten. Die Ermittler des Kongresses strahlen weiterhin Ausschnitte eidesstattlicher Aussagen aktueller und ehemaliger Berater des Ex-Präsidenten aus, die seine falschen Behauptungen über die Wahlen 2020 untergraben und neue Fragen dazu aufwerfen, welche Gefahr Trump für Recht und Gesetz darstelle.

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