Grönland ist die größte Insel der Welt und gleichzeitig ein sehr kleines Land, mit seinen knapp 57.000 Einwohnern. Vor allem aber ist Grönland die neueste fixe Idee von US-Präsident Donald Trump. Schon in seiner ersten Präsidentschaft hatte er Besitzansprüche auf das eisige Eiland im Nordatlantik erhoben.
Zunächst folgenlos, doch inzwischen vergeht kaum ein Tag ohne neue Verlautbarungen aus dem Weißen Haus, wie dringend man Grönland besitzen müsse, und sei es mit militärischer Gewalt.
Unser Skandinavien-Korrespondent Michael Neudecker ist in die grönländische Hauptstadt Nuuk gereist. Was die Menschen dort von Trumps Drohungen halten und was die neue „Donroe-Doktrin“ mit Grönland zu tun hat, haben er und unser Washington-Korrespondent Peter Burghardt in ihrer Reportage aufgeschrieben.
Die geopolitischen Manöver des US-Präsidenten halten natürlich auch das politische Berlin auf Betriebstemperatur. Doch auch andere Themen sorgen hierzulande für die ein oder andere Sorgenfalte. Das Klima im Bundestag beispielsweise hat sich verändert seit der Wahl 2025, bei der die AfD die Zahl ihrer Sitze fast verdoppeln konnte.
Seit Beginn der Legislaturperiode gingen 35 der insgesamt 42 Ordnungsrufe an die AfD, wie mein Kollege Tim Frehler berichtet. Gegen mehrere AfD-Parlamentarier ermitteln die Strafbehörden, sieben Mitarbeitern der Partei wurde aus Sicherheitsgründen der Hausausweis für den Bundestag verweigert. Derweil läuft die Partei sich schon für die Landtagswahlen warm.
Wenn Sie angesichts der Welt da draußen Sehnsucht nach etwas Eskapismus haben: Vielleicht hilft ein Besuch im Kino.
Was heute wichtig ist
Was Machado mit der Nobelpreismedaillen-Übergabe an Trump erreichen will. Die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado hat ihre Friedensnobelpreismedaille an US-Präsident Donald Trump übergeben. Bisher hat Trump nach dem Sturz von Diktator Nicolás Maduro mit dessen Vize-Präsidentin Delcy Rodríguez zusammengearbeitet. Trump stellt auch nach dem Gespräch mit Machado keinen Zeitplan für Neuwahlen in Aussicht. Zum Artikel
US-Flugzeugträger offenbar auf dem Weg in den Nahen Osten. Berichten zufolge hat US-Präsident Trump entschieden, einen Flugzeugträger in den Nahen Osten zu verlegen. Demnach soll die „USS Abraham Lincoln“ mitsamt Begleitschiffen in einer Woche in der Region ankommen. Eine offizielle Bestätigung gibt es bislang nicht. Zum Liveblog zu den Iran-Protesten
AfD-Wahlkampf im Superwahljahr: Rechtsextreme Sprüche und großes Selbstbewusstsein. In Sachsen-Anhalt strebt die AfD nach der Alleinregierung, die Umfragewerte befeuern ihren Traum noch. Dort gilt sie als gesichert rechtsextrem. Doch im Superwahljahr gelten auch die Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz als wichtiger Stimmungstest. In Karlsruhe hat die Partei sich zum „Gipfeltreffen“ verabredet. Zum Artikel
Öffentlicher Dienst: An Unikliniken, Hochschulen und Kitas wird gestreikt. Tausende Beschäftigte des öffentlichen Dienstes beteiligen sich seit Montag an Warnstreiks für höhere Gehälter. Gestreikt wird an Unikliniken, in Berlin auch an Kitas. Der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke hat jetzt den Druck erhöht: Es braue sich eine „explosive Stimmung“ zusammen, weil Überlastung und Anforderungen gewachsen seien. Verdi fordert sieben Prozent mehr Gehalt, die Länder weisen das zurück. Zum Artikel
Weitere wichtige Themen
- Handball-EM: Deutschland gewinnt Auftaktspiel gegen Österreich
- Gaskraftwerke: Bundesregierung kann 12 Gigawatt neue Kraftwerksleistung ausschreiben
Die Fachbriefings von SZ Dossier - mit SZ Pro-Abo
Dossier Digitalwende: Amazon startet „souveräne“ EU-Cloud in Brandenburg. Der US-Konzern hat eine neue Cloud in Betrieb genommen: Die AWS European Sovereign Cloud soll autonom in der EU laufen, die Daten Europa nicht verlassen. Doch nicht alle freuen sich über den Launch, manch einer spricht von „Souveränitäts-Washing“. Auch wichtig: Wie Brüssel mit dem Digital Networks Act die Telekommunikation verändern will. Zum Briefing
Dossier Geoökonomie: Strack-Zimmermann warnt vor US-Zugriff auf Island – und Irland. Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) hält es für möglich, dass Donald Trump als nächstes auch Island, Irland und sogar Zypern ins Visier nimmt. Die Bundesregierung und die EU müssten deswegen Trump aktiver widersprechen und bereit sein, Truppen zu schicken. Mit Beschwichtigung allein lasse Trump sich nicht aufhalten, sagt die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament im Interview. Zum Briefing

