Es war scheinbar ein Telefonat wie viele andere, das Donald Trump am Morgen des 25. Juli mit dem neuen ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij führte. Nichts Besonderes. Keine aufwendigen Sicherheitsvorkehrungen, wie er sie beispielsweise bei seinen Gesprächen mit Russlands Präsident Wladimir Putin zu treffen pflegt. Bis zu ein Dutzend Mitarbeiter haben den Anruf verfolgt, entweder haben sie in der Leitung mitgehört oder waren sogar im Oval Office anwesend. Das weiß der CIA-Mann nicht genau, den der Inhalt dieses Gesprächs so sehr beunruhigt hat, dass er sich darüber anonym, aber offiziell bei der Whistleblower-Stelle der US-Regierung beschwerte - und damit ein politisches Erdbeben ausgelöst hat: Es wird, wenn nicht alle Vorwürfe auf wundersame Weise in sich zusammenbrechen, ein Impeachment-Verfahren geben. Die schwerste Krise der Ära Trump.
Ukraine-Affäre:Das Netz um Trump zieht sich zu
Ukraine-Affäre Trump will Whistleblower treffen Zum Video Artikel
(Video: Reuters , Foto:dpa )- Die Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump in der Ukraine-Affäre sind massiv. Aller Voraussicht nach wird es zu einem Impeachment-Verfahren kommen.
- Es tauchen immer mehr Details zu mutmaßlichen Vertuschungsmanövern im Weißen Haus auf.
- Welche Strategie die Demokraten in den kommenden Wochen wählen werden, ist noch offen.
- Trump wehrt sich mit aller Gewalt, spricht von "Hexenjagd" und "Mobbing".
Von Reymer Klüver
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