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Seit einem Jahr ist die AfD mit einem großen Block im Bundestag vertreten.
Seit einem Jahr ist die AfD mit einem großen Block im Bundestag vertreten. Harald Tittel/dpa

SZ am Morgen.

Von Jens Schneider

es ist ein Jahrestag, der den Beginn einer besonderen Herausforderung markiert: Wie geht man um mit einer Partei, deren Abgeordnete Provokationen und Regelverstöße als Teil ihres Geschäftsmodells sehen? Vor einem Jahr trat der neu gewählte Bundestag in Berlin erstmals zusammen, mit einem nun gewaltigen Block der AfD, die inzwischen 150 Abgeordnete hat. Das Parlament hat sich seither verändert. In ihrer Reportage „Man muss die Samthandschuhe ausziehen“ zeichnen Georg Ismar und Robert Roßmann die Entwicklung nach.

Wie kann der Aufstieg der AfD gebremst werden? Nach ihrem Rekordergebnis in Rheinland-Pfalz, wo die extrem rechte Partei ihr bisher bestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in Westdeutschland erzielte, gingen viele Beobachter erstaunlich routiniert mit diesem Erfolg um. Als wäre alles nicht so schlimm, weil die Partei ja noch weit von einer Regierungsbeteiligung entfernt ist. Dieser Gleichmut ist irritierend, dürfte aber spätestens im Spätsommer verfliegen.

Dann wird in Sachsen-Anhalt gewählt, wo noch der Christdemokrat Sven Schulze in der Staatskanzlei in Magdeburg regiert, die AfD aber in Umfragen klar vorn liegt. Schulze will nun die AfD von der 40-Prozent-Marke fernhalten. Unsere Korrespondentin Iris Mayer beschreibt seine schwierige Lage: Kann die CDU die Stimmung in Sachsen-Anhalt noch drehen?

Der amerikanische Präsident Trump wäre der Letzte, der von sich aus einräumen würde, dass er sich in eine schwierige Lage manövriert hat – aber sein erratisches Vorgehen offenbart es aktuell umso mehr. Er redet von Verhandlungen mit Teheran und US-Medien schreiben von einem 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges. Derweil bestätigt das Pentagon die Verlegung von Fallschirmjägern in den Nahen Osten. Unser Korrespondent Bernd Dörries beschreibt die aktuelle Situation, Tomas Avenarius analysiert sie in seinem Kommentar: Trump findet keinen Ausweg aus seinem Krieg gegen Iran.

Was heute wichtig ist

Krieg in Iran: Trump schickt Tausende Fallschirmjäger in den Nahen Osten. Das Pentagon soll die Soldaten der 82nd Airborne Division in die Nähe von Iran beordert haben. Als Angriffsziel gilt die Ölplattforminsel Kharg. US-Medien hatten kurz zuvor über einen 15-Punkte-Friedensplan der Trump-Regierung berichtet. Zum Liveblog zum Krieg in Nahost

  • Liveblog zur US-Politik: Trumps Umfragewerte auf Rekordtief

Erster Castor-Transport erreicht Ahaus. In der Nacht auf Mittwoch startete in Jülich im rheinischen Braunkohlerevier eine der aufwendigsten logistischen Operationen der deutschen Atomkraftgeschichte: Der erste Castor-Behälter mit hoch radioaktivem Atommüll wurde in rund vier Stunden ins Zwischenlager in Ahaus transportiert. 151 Fahrten werden folgen. Zum Artikel

Dänemarks Sozialdemokraten bei Parlamentswahl stärkste Kraft. Die Partei von Regierungschefin Mette Frederiksen fährt mit 21,9 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis seit Jahrzehnten ein. Frederiksens bisherige Drei-Parteien-Koalition der politischen Mitte ist von einer Mehrheit im Parlament weit entfernt. Zum Artikel

Champions League: Wolfsburg überrascht die Rekordsiegerinnen. Wolfsburgs Fußballerinnen besiegen Olympique Lyon im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League mit 1:0. Für die Favoritinnen ist es die erste Niederlage in dieser Saison. Zum Artikel

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Dossier Digitalwende: 24-Stunden-Gründung - Detailkonzept der Länder steht. Bayern, Berlin und NRW legen heute ihr Detailkonzept für die 24-Stunden-Gründung vor. Hinter dem Anspruch, Unternehmen binnen eines Tages digital anmelden zu können, steht ein föderales Großexperiment: Das Projekt zeigt, wie eng technische, rechtliche und organisatorische Hürden miteinander verflochten sind – und warum die 24-Stunden-Gründung zum Prüfstein staatlicher Modernisierung wird. Zum Briefing

Dossier Geoökonomie: Handelshemmnis Washington. Damit hat die deutsche Wirtschaft bis vor Kurzem nicht gerechnet: Ausgerechnet die USA bauen heute mehr Handelsbarrieren auf als China. Zölle, Exportkontrollen und „America First“-Auflagen gefährden das globale Handelssystem. Das Ministertreffen der Welthandelsorganisation in Kamerun soll den Freihandel retten. Zum Briefing

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