US-Republikaner:Vier Jahre zu spät

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Vizepräsident Mike Pence kam niemals ein kritisches Wort zu Trump über die Lippen. Bei der Zertifizierung der Wahlergebnisse entschied er sich dann doch gegen den US-Präsidenten und für die Verfassung. (Foto: dpa)

Am Ende von Trumps Amtszeit stellen sich einflussreiche Republikaner klar gegen den US-Präsidenten - sogar dessen loyaler Vize Mike Pence. Warum sie so lange hinter ihm standen.

Von Christian Zaschke, New York

Im Rückblick erscheint es fast so, als hätte Mitch McConnell eine Vorahnung gehabt. Wenige Minuten, bevor das Chaos sich im Kapitol Bahn brach, sagte er mit teils zittriger Stimme in eben diesem Gebäude, dass "unsere Demokratie sich in eine Todesspirale begibt", wenn die unterlegene Seite sich weigere, eine Wahlniederlage anzuerkennen. Dass McConnells Stimme zittert, kommt hin und wieder vor. Er mag als einer der gewieftesten und hartleibigsten Politiker im Kongress gelten, aber bisweilen wird er von großer Rührung ergriffen, und es ist nicht immer klar, ob das an den Umständen liegt oder ob ihn einfach seine eigene Bedeutung so bewegt.

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