bedeckt München 17°

Trump CPAC:Trump schließt Neugründung von eigener Partei aus

Former U.S. President Donald Trump speaks at the Conservative Political Action Conference in Orlando

Der frühere US-Präsident Trump bei der Konferenz CPAC - einer Veranstaltung konservativer Aktivisten

(Foto: REUTERS)

Berichte über eine mögliche Gründung einer eigenen Partei seien "Fake News" gewesen, sagt der frühere US-Präsident auf der Jahrestagung US-Konservativer. Seinen Nachfolger Biden greift er scharf an.

Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit seinem Ausscheiden aus dem Amt hat der frühere US-Präsident Donald Trump die Neugründung einer eigenen Partei ausgeschlossen. "Ich werde keine neue Partei gründen", sagte er am Sonntag in Orlando bei der Konferenz CPAC auf, der Jahrestagung konservativer Aktivisten.

"Wir haben die republikanische Partei." Sie werde vereint und stärker als je zuvor sein. "Ich werde weiterhin direkt an eurer Seite kämpfen." Frühere Berichte über eine mögliche Gründung einer eigenen Partei seien "Fake News" gewesen.

Trump kritisierte die Politik seines Nachfolgers Joe Biden scharf, was für einen frisch aus dem Amt ausgeschiedenen US-Präsidenten ungewöhnlich ist. Trump bescheinigte Biden "den katastrophalsten ersten Monat eines Präsidenten in der modernen Geschichte". Trumps Auftritt wurde von den Konferenzteilnehmern mit frenetischem Beifall und "USA, USA, USA"-Rufen begleitet.

Trump weigert sich bis heute, seine Niederlage gegen Biden einzugestehen. Er behauptet, durch massiven Wahlbetrug um den Sieg gebracht worden zu sein, hat dafür aber nie Beweise vorgelegt. Biden kam bei der Wahl auf 81 Millionen Stimmen und auf eine klare Mehrheit der Wahlleute. Für Trump stimmten mehr als 74 Millionen Amerikaner.

Trotzdem sagte Trump vor seinen Anhängern mit Blick auf die Demokraten: "Eigentlich haben sie gerade das Weiße Haus verloren, wie ihr wisst. Ich könnte sogar beschließen, sie ein drittes Mal zu schlagen." Das Publikum quittierte die Sätze mit tosendem Applaus.

Bei einer informellen Umfrage unter CPAC-Teilnehmern sprachen sich 95 Prozent dafür aus, Trumps Politik fortzusetzen. 70 Prozent wünschten sich, dass Trump 2024 erneut antritt. Bei der Konferenz hatten sich in den vergangenen Tagen loyale Trump-Unterstützer versammelt, innerparteiliche Kritiker des Ex-Präsidenten blieben CPAC fern.

© SZ/dpa/fie
Zur SZ-Startseite

SZ PlusMeinungUSA
:Er ist wieder da

Donald Trump will weiterhin der Anführer der Republikaner sein. Und im Moment liegt die Partei ihm zu Füßen. Aber wie lange noch?

Kommentar von Hubert Wetzel, Washington

Lesen Sie mehr zum Thema