Aus der Physik, Teilgebiet Chaosforschung, kennt man den Schmetterlingseffekt: Irgendwo auf der Welt schlägt eines dieser zarten Insekten mit seinen Flügeln – und Tausende Kilometer entfernt bricht ein Orkan los. In den vergangenen Tagen konnte man beobachten, wie das in der transatlantischen Sicherheitspolitik funktioniert. Verärgert über Bundeskanzler Friedrich Merz, der im Sauerland gesagt hatte, dass Amerika keine Strategie im Krieg gegen Iran habe und „gedemütigt“ werde, schlug US-Präsident Donald Trump in Washington mit den Flügeln. Seine Regierung prüfe, so schrieb er Ende April voller Wut auf seiner Plattform Truth Social, ob sie amerikanische Soldaten aus Deutschland abziehen könne. Ein paar Tage später verkündete das Pentagon dann das Ergebnis der Prüfung: 5000 GIs werden Deutschland verlassen, habe Trumps „Kriegsminister“ Pete Hegseth befohlen.
TruppenabzugTrump will Deutschland bestrafen, trifft aber Polen
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Weil sich der US-Präsident über Kanzler Merz geärgert hat, wollte er 5000 Soldaten aus Bayern abziehen lassen. Nun zeichnet sich ab, dass die USA in Wirklichkeit eine Truppenentsendung nach Polen stoppen.
Von Hubert Wetzel, Brüssel
