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Trump-Kritiker Jack Ridl:The Number of the Beast

Seite Drei

Collage: SZ

Man könnte meinen, Lyrik sei etwas für wenige. Die Wirkkraft des 73-jährigen Dichters Jack Ridl aber ist größer, als man denkt. Eine Reise an den Lake Michigan.

Von Christian Zaschke

Als Ming Lee, von allen nur "Fifi" genannt, unwiderruflich beschlossen hatte, in den Stand der Ehe einzutreten und deshalb fortan ausschließlich für ihre noch zu gebärenden Kinder zu singen, stellten sich ihrem Songschreiber Jack Ridl zwei elementare Fragen. Erstens: Warum hatte er fast drei Jahre damit verbracht, Lieder für eine Frau zu schreiben, die nie wieder öffentlich singen würde? Zweitens: Und was jetzt? Das war knapp 50 Jahre bevor der große Autor Jack Ridl seine dritte Bestimmung fand: Er schreibt gegen Donald Trump an, auf seinem Blog "ridl.com", den er allwöchentlich mit zarten, zerbrechlichen, zauberhaften Texten füllt. Der 73 Jahre alte Ridl ist einer der leisesten und eindringlichsten Kritiker des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, dessen Namen er niemals niederschreibt. In den Schriften Ridls firmiert Trump stets als "Forty-Five".

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