SZ am Morgen Nachrichten des Tages – die Übersicht für Eilige

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Das Bild zeigt ein Treffen des US-Präsidenten im Oval Office mit der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen (v.l.), Bundeskanzler Friedrich Merz, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb.
Das Bild zeigt ein Treffen des US-Präsidenten im Oval Office mit der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen (v.l.), Bundeskanzler Friedrich Merz, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem finnischen Präsidenten Alexander Stubb. Daniel Torok/UPI Photo/Imago

SZ am Morgen.

Von Katharina Riehl

Auf meinen gestrigen „SZ am Morgen“ habe ich eine Reihe von Zuschriften erhalten, viele davon mit einem ähnlichen Tenor: Warum wir, die SZ-Redaktion, uns täglich an Donald Trump abarbeiten müssen, ob es kein anderes Thema gibt, ob wir dessen irrwitzigem Verhalten nicht zu viel Raum geben?

Auch wir in der Redaktion diskutieren über diese Fragen regelmäßig, und es ist für uns eine tägliche Herausforderung, die richtige Balance zu finden. Denn die Omnipräsenz von Trump ist ja kein Phänomen, das von den Medien gemacht wird: Seine zerstörerische Politik, die sich gegen Europa und die Nato richtet, beeinflusst eben doch sehr viele Politik-Bereiche. Wie umstürzend es ist, was in diesen Tagen passiert, schildert Kurt Kister eindrücklich in seinem Essay über die zweite Zeitenwende – und macht sehr konkrete Vorschläge, was aus ihr folgen könnte.

Heute nun richtet sich der Blick nach Davos, zum Weltwirtschaftsforum in den Schweizer Bergen, wo der US-Präsident am Nachmittag auftreten wird. Sie können die Rede und die Reaktionen bei uns im Liveticker verfolgen. Der gestrige Dienstag hat die Hoffnungen auf ein friedliches, gar konstruktives Treffen mit Trump jedenfalls nicht gesteigert, der US-Präsident schickte gleich diverse Provokationen voraus. Den Tag in Davos mit den Auftritten von Ursula von der Leyen und Trumps Finanzminister Scott Bessent fassen Alexander Mühlauer, Angelika Slavik und Judith Wittwer in einer Reportage zusammen.

Bislang nicht in Davos gesichtet: Friedrich Merz. Die Abwesenheit des Kanzlers soll bei den Teilnehmern für einiges Stirnrunzeln gesorgt haben, heute wird seine Ankunft erwartet. Über die Rolle des deutschen Regierungschefs macht sich Daniel Brössler in seinem Leitartikel Gedanken. Merz habe, kommentiert er, bislang auf einen guten Draht zum US-Präsidenten gesetzt. Doch „in der Grönland-Krise schmilzt das außenpolitische Kapital des Kanzlers nun so schnell wie Eis unter der Sonne von Florida“.

Was heute wichtig ist

USA wollen offenbar Personal in Nato-Kommandozentralen abbauen. Laut Medienberichten sind rund 200 Stellen in Nato-Kommandozentralen betroffen, in Bereichen, die vor allem für die Planung von Militär- und Geheimdienstoperationen zuständig sind. Auf einer Pressekonferenz wurde US-Präsident Trump vor seinem Abflug nach Davos gefragt, wie weit er zu gehen bereit sei, um Grönland zu erwerben. Seine Antwort: „Das werden Sie noch herausfinden.“ Zum Liveblog zur US-Politik

EXKLUSIV DIW legt eigenes Steuerkonzept für Erbschaftssteuerreform vor. Laut dem Konzept des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) müssten die meisten Bürger keine Steuern mehr zahlen. Erben großer Firmenvermögen würden stärker belastet. Sie können bislang oft ganze Unternehmen oder Wohnblöcke steuerfrei übernehmen. Zum Artikel

Weiteres Zugunglück in Spanien. Zwei Tage nach dem schweren Zugunglück in Südspanien mit mindestens 42 Toten hat es am Dienstagabend unweit von Barcelona einen weiteren tödlichen Unfall mit einem Nahverkehrszug gegeben. Ein Mensch starb, 37 wurden verletzt. Ein Nahverkehrszug kollidierte mit einer Mauer, die offenbar wegen schwerer Regenfälle eingestürzt war. Zum Artikel

BSW im Selbstzerstörungsmodus. In Brandenburg offenbart sich der Grundkonflikt des BSW: Die Parteispitze will in die Fundamentalopposition, viele Mitglieder und Sympathisanten sind mit der Idee einer Reformkraft gestartet. Wie die Partei sich in den Abgrund streitet. Zum Artikel

Weitere wichtige Themen

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Dossier Digitalwende: Bundesregierung prüft neue Befugnisse im Cyberraum. Die Bundesregierung diskutiert über die sogenannte „aktive Cyberabwehr“. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie weit Sicherheitsbehörden und Bundeswehr im Cyberraum gehen dürfen, um sich zu verteidigen. Auch wichtig: Die EU-Kommission schlägt vor, riskante Anbieter künftig aus digitalen Netzen ausschließen zu können. Zum Briefing

Dossier Geoökonomie: US-Staatsanleihen verlieren rapide das Vertrauen der Anleger. Die USA sind inzwischen zur Quelle von Unsicherheit geworden – sie sind nicht mehr der schützende Hafen, als der sie früher einmal galten. Die Folge des Vertrauensverlusts: Der Ausverkauf an US-Staatsanleihen ist so heftig, dass Händler ihm bereits einen Spitznamen geben: „Sell America“. Bisher konnte der europäische Markt davon aber nicht profitieren. Zum Briefing

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