Trump-Berater Bannon wettert gegen die Medien

Trumps Chefstratege schwört Anhänger auf einen jahrelangen, täglichen "Kampf" ein und nennt die Presse eine "Oppositionspartei".

Der Chefstratege von Donald Trump, Stephen Bannon, hat bei einem Treffen der Konservativen die Anhänger des US-Präsidenten auf einen jahrelangen, täglichen "Kampf" um die nationalkonservativen Werte eingeschworen. Bei einem seiner seltenen öffentlichen Auftritte sagte Bannon am Donnerstag vor tausenden Aktivisten, die Medien seien die "Oppositionspartei". Er gehe davon aus, dass das Verhältnis zur Presse "immer schlechter" werde, sagte Bannon.

"Wenn ihr denkt, sie werden uns das Land ohne Kampf zurückgeben, dann täuscht ihr euch schwer", unterstrich der ultrarechte Chefstratege mit Blick auf die Medien. "Jeder Tag, jeder Tag wird ein Kampf sein." Die Medien seien gegen die "wirtschaftsnationale Agenda" des Präsidenten. Als einen entscheidenden Moment zu Beginn der Präsidentschaft von Trump nannte er die Aufkündigung des Transpazifischen Freihandelsabkommens TPP.

Bannon trat zusammen mit dem Stabschef im Weißen Haus, Reince Priebus, auf der Konferenz auf. Priebus lobte, dass Trump die Partei der Republikaner und die Konservativen im Land wieder zusammengeführt habe. Er bemühte sich auch darum, den Eindruck zu widerlegen, zwischen den beiden engen Trump-Mitarbeitern gebe es Rivalitäten. Der 63-jährige Bannon gilt als einer der einflussreichsten Trump-Berater im Weißen Haus. Er hatte bereits Empörung ausgelöst, weil er die Medien in den USA aufgefordert hatte, "den Mund zu halten". Er ist der frühere Leiter der Website "Breitbart News", die wegen ihrer Nähe zum Ku-Klux-Klan, zu weißen Nationalisten und Antisemiten umstritten ist.