Jürgen Trittin im Interview "Politik braucht einen geschützten Raum"

Ihr müsst draußen bleiben: Wenn die Saaldiener die Vorhänge zuziehen, wie hier bei einem Sondierungstreffen von Union und SPD im Jahr 2013 in Berlin, haben Polit-Paparazzi das Nachsehen.

(Foto: Wiegand Wagner/imago)

Verhandlung im vertrauten Rahmen - oder Mauschelei hinter verschlossenen Türen? Der Grüne Jürgen Trittin über Politik aus dem Hinterzimmer.

Von Ferdos Forudastan

Seit der Rat der Europäischen Staats- und Regierungschefs vor einigen Tagen überraschend Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zur Kandidatin für die EU-Kommissionspräsidentschaft nominiert hat, heißt es in der Öffentlichkeit vorwurfsvoll: Typisch, Politik aus dem Hinterzimmer. Jürgen Trittin, seit Jahrzehnten Politiker von Bündnis 90/Die Grünen, zu Erfahrungen mit Hinterzimmern und offenen Bühnen.

SZ: Herr Trittin, können Sie den schlechten Ruf des Hinterzimmers nachvollziehen?

Jürgen Trittin: Das Hinterzimmer ist gemeinhin mit der Vorstellung verbunden, dass da hinter verschlossenen Türen eine ...

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