Trauer um die frühere First Lady:Betty Ford ist tot

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Sie war die Frau des ehemaligen US-Präsidenten Gerald Ford - und stellte sich oft gegen die Partei ihres Mannes: Die frühere First Lady Betty Ford ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Bekannt wurde sie vor allem durch ihren öffentlichen Kampf gegen ihre Suchtprobleme.

Die ehemalige First Lady Betty Ford ist am Freitag im Alter von 93 Jahren gestorben. Die Witwe des früheren US-Präsidenten Gerald Ford war unter anderem durch ihren öffentlichen Kampf gegen ihre Tabletten- und Alkoholsucht bekannt geworden. In dem von ihr mitgegründeten Betty-Ford-Center sind seither mehr als 90.000 Menschen wegen Drogenproblemen behandelt worden, darunter auch viele Prominente aus Hollywood.

Betty Ford

Die Archivaufnahme zeigt Betty Ford im Jahr 1975: Die ehemalige First Lady starb nun im Alter von 93 Jahren.

(Foto: AP)

Ford habe dazu beigetragen, das gesellschaftliche Stigma rund um die Drogenabhängigkeit zu reduzieren und Tausende Menschen inspiriert, Hilfe zu suchen, sagte US-Präsident Barack Obama in einer Erklärung am Freitag. Die ehemalige First Lady Nancy Reagan würdigte nach Angaben der New York Times unter anderem Betty Fords "wundervolle Arbeit" für die Entzugsklinik.

Betty Fords Ehemann, der Republikaner Gerald Ford, war im Jahr 1974 dem zurückgetretenen Richard Nixon ins Amt gefolgt, und blieb nur drei Jahre im Weißen Haus, bis er von Jimmy Carter abgelöst wurde. Gerald Ford starb im Dezember 2006, ebenfalls im Alter von 93 Jahren.

Diagnose Brustkrebs

Während ihrer Zeit als First Lady wurde Betty Ford eine Brustkrebserkrankung diagnostiziert. Durch ihren für die 1970er Jahre ungewohnt offenen Umgang mit der Krankheit brachte sie viele Amerikaner dazu, sich ebenfalls untersuchen und behandeln zu lassen. Außerdem setzte sich für die Abtreibung und die Rechte der Frauen ein.

Betty Ford war aber auch bekannt für ihre klaren politischen Vorstellungen, die häufig von denen der Republikanischen Partei ihres Ehemannes abwichen. Dafür bedachte sie das Magazin Time mit dem Titel "die kämpfende First Lady".

Im Betty-Ford-Center ließen sich unter anderem Liz Taylor, Johnny Cash oder zuletzt auch Lindsay Lohan behandeln. Menschen, die wieder gesund geworden seien, hätten ihr oft gesagt, sie habe deren Leben gerettet, sagte Ford einmal in einem Interview. "Die sind sich nicht bewusst, dass wir nur die Möglichkeit dafür schaffen, dass sie es selbst machen. Das ist alles."

Marty Allen, der emeritierte Vorsitzende der Ford-Stiftung, bestätigte den Tod der ehemaligen First Lady. Die genaue Todesursache war zunächst nicht bekannt.

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