Bernhard Vogels Erinnerungen:Der Feind steht links

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Große Zeiten: Bernhard Vogel 1999 mit dem damaligen Altkanzler Helmut Kohl und Norbert Blüm beim CDU-Parteitag in Erfurt. (Foto: DPA)

Bernhard Vogel, einst CDU-Ministerpräsident in Thüringen, sieht Bodo Ramelow als das Hauptproblem in dem Bundesland. Zu Björn Höckes AfD gibt es eineinhalb Zeilen. Über ein erstaunlich lückenhaftes und teils unfreiwillig komisches Buch.

Rezension von Detlef Esslinger

"Am Ende meines Lebens", das sind die Worte, mit denen Bernhard Vogel das Vorwort seiner Erinnerungen beginnt. Er ist im 92. Lebensjahr, und wer in dem Alter und mit den Worten auftritt, dem mag man im Grunde nur mit Wohlwollen begegnen - zumal es ja Anlass zur Aufgeschlossenheit gibt. Vogel war von 1992 bis 2003 CDU-Ministerpräsident von Thüringen, wo am 1. September die AfD stärkste Partei werden könnte. Also fängt man, neugierig wie man ist, die Lektüre nicht mit "Kindheit, Jugend, Studium" an, sondern mit "Thüringen nach 2003". Welche Erfahrungen, Erklärungen, Ratschläge kommen? Um es kurz zu machen: keine.

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