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Thüringen:Wenn Neonazis recht bekommen

Nachdem das Rechtsrock-Konzert von Magdala auf den Marktplatz in Apolda verlegt wurde, kam es dort zu Ausschreitungen von Neonazis.

(Foto: Kai Mudra/Thüringer Allgemeine)

Die Kleinstadt Magdala verhindert 2018 ein rechtsextremes Festival. Die Veranstalter fordern 50 000 Euro Schadenersatz und ziehen vor Gericht. Nun muss sich die Kommune entscheiden: Zahlen - oder weiterkämpfen?

Von Antonie Rietzschel, Leipzig

Das Bild, das in Mario Haßkarls Büro einen Ehrenplatz bekommen sollte, zeigt eine graue dicke Mauer mit hochgezogener Zugbrücke. Davor stehen Männer mit kahlen Schädeln. Die Zeichnung war ein Geschenk und erinnert an den Oktober 2018, als es Magdala gelang, ein Neonazi-Festival zu verhindern. Aufgehängt hat sie der Bürgermeister bis heute nicht. Denn das Bild lässt ihn vor allem daran denken, was der Widerstand ihm und der thüringischen Kleinstadt abverlangt hat. Dazu zählt ein jahrelanger Rechtsstreit mit den Konzertveranstaltern. Denen muss Magdala jetzt 25 000 Euro Schadenersatz zahlen, nachdem sich die Stadt auf einen Vergleich eingelassen hat.

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