Angela Merkel hat fast 24 Stunden zu den Ereignissen in Thüringen geschwiegen, als sie am Donnerstag mit entschlossener Miene im Präsidentenpalast der Republik Südafrika ans Rednerpult tritt. Sie bitte um Verständnis, dass sie mit einer innenpolitischen Angelegenheit beginne, sagt sie mit einem Seitenblick auf Präsident Cyril Ramaphosa.
Kanzlerin in Südafrika:Merkel nennt Kemmerichs Wahl "unverzeihlichen Vorgang"
- Bundeskanzlerin Merkel zeigt sich empört über die Wahl des Thüringer Ministerpräsidenten mit Stimmen der CDU sowie der AfD.
- Neuwahlen in Thüringen seien eine Option, signalisiert die Kanzlerin auf einer Pressekonferenz in Südafrikas Hauptstadt Pretoria.
- Bereits in der Nacht hat Merkel mit Vizekanzler Scholz und der SPD-Spitze gesprochen und einen Koalitionsausschuss direkt nach ihrer Rückkehr am Samstag vereinbart.
Von Cerstin Gammelin, Pretoria

