Terrorzelle NSU:Schwere Vorwürfe gegen Behörden

Zehn Jahre nach Aufdeckung der rechtsextremen NSU-Terrorzelle hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) schwere Versäumnisse bei der Aufarbeitung der rassistischen Mordserie beklagt. Die Ernsthaftigkeit der rechtsextremistischen Bedrohung sei "ganz klar" nicht erkannt worden, sagte der neue Bundesratspräsident den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Für mich bleibt der ungute Beigeschmack, dass der NSU nicht alleine gehandelt hat." Es habe ein viel größeres Netzwerk gegeben, dem man sich zu wenig gewidmet habe, kritisierte Ramelow. Er halte es immer noch für möglich, dass die NSU-Mitglieder Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gar nicht Selbstmord begangen haben. Auch der Thüringer Verfassungsschutzpräsident Stephan J. Kramer, bescheinigt in der Sendung RTL direkt den Behörden ein Versagen im Fall NSU.

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