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Terrormiliz:"Auf der Straße war überall Blut"

Auf Facebook veröffentlichte das "Pulse" um 2:09 Uhr eine Mitteilung: "Verlasst alle Pulse und rennt." Mehr als 300 Menschen, so hieß es später, waren da, als der Schrecken begann. Die Nacht, in der die Menschen einfach nur tanzen und sich amüsieren wollten, verwandelt sich in einen Albtraum.

Der Club bewirbt sich als "heißeste Gay-Bar Orlandos". Er ist ein international bekanntes Aushängeschild der Bewegung für die Freiheit von Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Neigungen. Im Internet präsentiert sich der Club als "der heißeste Club Orlandos". "Pulse" unterstützt die Sache der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen (LGBTI).

Das "Pulse" wurde 2004 von Babara Poma mitbegründet, die aus einer italo-amerikanischen Familie stammt und nach Angaben auf der Homepage des Clubs im Jahr 1991 ihren Bruder John verlor, der an den Folgen einer Aids-Erkrankung starb. Poma zog daraus die Konsequenz, sich für die Sache der Menschen unterschiedlichster sexueller Neigungen einzusetzen und dazu beizutragen, dass das Aids-erregende HI-Virus gestoppt wird.

Augenzeugen berichten aus dem Inneren des Clubs

Ein Augenzeuge sagte dem Sender Sky News, als die ersten Schüsse fielen, hätten sich die Leute auf den Boden geworfen. Offenbar hatte der Angreifer in die Decke geschossen. Scherben von zerbrechenden Lampen seien herabgefallen."Dann gab es eine kurze Pause bei den Schüssen, und einige von uns sind aufgestanden und zum Hinterausgang gerannt", sagte er. "Ich hörte 20, 40, 50 Schüsse" sagte Jon Alamo, der sich hinten in einem der Räume des Clubs aufgehalten hatte. "Die Musik brach ab."

Ein anderer Besucher, Rob Rick, sagte, es seien noch mehr als 100 Menschen in dem Club gewesen, als er Schüsse hörte. Er habe sich auf den Boden geworfen und sei in Richtung eines DJ-Standes gekrochen. Ein Türsteher habe eine Trennwand zwischen Club und für Mitarbeiter reservierte Räume im hinteren Teil niedergerissen, so hätten Gäste entkommen können.

"Ich sah keinen der Schützen. Ich sah nur Körper fallen", berichtete der Club-Besucher Christopher Hanson, der zu Beginn der Schießerei gerade an der Bar ein Getränk bestellte, dem Sender CNN. Er sei hingefallen und mit anderen Besuchern zum Hinterausgang gekrochen, um sich in Sicherheit zu bringen. "Als ich auf die Straße gelangte, waren da Leute - und überall Blut", sagte Hanson.

Ein Mann, der die Tat miterlebte, sagte dem britischen Guardian, einige Besucher hätten geschrien, dass Leute tot seien. "Die ziehen die Leute einfach auf Tragen raus und laden sie auf." Ein anderer Augenzeuge sagte: "Wir hörten Schüsse, kaum eine Minute lang, aber es fühlte sich länger an." Der Club sei voll gewesen, mehr als hundert Menschen seien dort gewesen.

© SZ.de/AFP/AP/dpa/fie/lala/dayk/ewid
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