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Terrorismus:Israel rät Europa zu Reformen

Sicherheit müsse Vorrang vor Menschenrechten haben, heißt es in Tel Aviv. Dort schüttelt man den Kopf darüber, dass Europa aus den Anschlägen vom Januar wenig gelernt habe.

Von Peter Münch, Tel Aviv

Die Mauern der Jerusalemer Altstadt waren in Blau-Weiß-Rot illuminiert, auch die Knesset und das Gebäude der Tel Aviver Stadtverwaltung erstrahlten in den französischen Nationalfarben. Doch mit Solidaritätsadressen allein will es Israel nicht bewenden lassen: "Schulter an Schulter stehen wir mit Frankreich im Kampf gegen den islamischen Terror", sagte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu - und wies umgehend die Geheimdienste in seinem Land an, Frankreich bei der Aufklärung der Terroranschläge von Paris zu unterstützen. Ohne Zweifel können die israelischen Dienste auf reichlich Erfahrung im Kampf gegen den Terror verweisen. Überdies sitzen sie - anders als die europäischen Partner - mittendrin im nahöstlichen Geschehen und dürften hinsichtlich des Islamischen Staates (IS), der direkt an Israels Grenzen operiert, über einige Abhör-und Beobachtungserkenntnisse verfügen. Der israelische Geheimdienst-Minister Israel Katz nannte sein Land eine "Regionalmacht, was Wissen und Informationen angeht", und Netanjahu ließ durchblicken, dass Israel bereits Kenntnisse über die Drahtzieher der Anschläge weitergeleitet habe.

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