Terrorismus in Syrien:Zahlreiche Tote bei Bombenanschlag in Damaskus

Lesezeit: 1 min

Damaskus Syrien Anschlag Autobombe

Anschlag im Zentrum von Damaskus.

(Foto: AFP)

Vor der Zentrale der regierenden Baath-Partei hat sich ein schwerer Anschlag ereignet. Offenbar explodierte ein Auto im Zentrum der Stadt. Dabei sind zahlreiche Menschen getötet worden.

Bei den Anschlägen in Syriens Hauptstadt Damaskus sind neuen Angaben von Aktivisten zufolge am Donnerstag mindestens 83 Menschen getötet worden. Der folgenschwerste Angriff ereignete sich im Zentrum der Stadt, als ein Attentäter eine Autobombe in der Nähe des Sitzes der regierenden Baath-Partei zündete. Das teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Dabei wurden demnach 61 Menschen getötet, darunter 17 Mitglieder der Regierungstruppen. Es handelte sich demzufolge um das schwerste Attentat in Damaskus seit Beginn des Konflikts 2011.

Wie eine AFP-Journalistin berichtete, gab es eine sehr starke Explosion. Ein Polizist vor Ort sagte, die Autobombe sei auf dem Platz des 16. November in der Nähe der Al-Iman-Moschee explodiert. Auch die russische Botschaft befindet sich in der Nähe. Alle Straßenverbindungen zum Anschlagsort waren blockiert. Die Freie Syrische Armee veröffentlichte über ihren Twitter-Kanal Aufnahmen der Rauchwolke, deren Echthheit nicht überprüft werden kann.

Ebenfalls am Donnerstag wurden bei drei weiteren offenbar koordinierten Anschlägen auf Gebäude der Sicherheitskräfte im nördlichen Stadtteil Barse 22 Menschen getötet, wie die Beobachtungsstelle bekanntgab. Die Organisation ist im Ausland ansässig und stützt sich auf Informationen von Aktivisten und Ärzten in dem Bürgerkriegsland. Das syrische Außenministerium sprach von insgesamt 53 Toten am Donnerstag. Die Regierung machte das Terrornetzwerk al-Qaida für die Gewalt verantwortlich.

Tausende Tote

Vor drei Wochen begannen die Rebellen eine Offensive gegen die Regierungstruppen in Damaskus. Zuvor war die Hauptstadt von dem Konflikt weitestgehend verschont geblieben, der schon in zahlreichen Städten des Landes für große Zerstörung gesorgt hat.

Der seit fast zwei Jahren andauernde Konflikt zwischen der Regierung und Gegnern von Präsident Baschar al-Assad hat sich zu einem Bürgerkrieg ausgeweitet. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wurden seither fast 70.000 Menschen getötet.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Abo kündigen
  • Kontakt und Impressum
  • AGB