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Terrorismus:31-Jähriger soll Anschlag in Deutschland geplant haben

Landeskriminalamt Berlin

Beamte des Landeskriminalamtes Berlin waren an der Festnahme des 31-Jährigen beteiligt.

(Foto: dpa)
  • Ein 31-Jähriger aus Berlin soll einen Sprengstoffanschlag in Deutschland geplant haben.
  • Beamte des Bundeskriminalamtes haben ihn nun festgenommen.
  • Er hat laut Bundesanwaltschaft sehr wahrscheinlich einen Komplizen in Frankreich.

Die Bundesanwaltschaft hat einen 31 Jahre alten Mann in Berlin festnehmen lassen, der im Verdacht steht, einen Sprengstoffanschlag geplant zu haben. Die Festnahme erfolgte am Mittwoch durch Beamte des Bundeskriminalamtes mit Unterstützung der GSG 9 und des Landeskriminalamtes. Das teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit.

Die Ermittler durchsuchten die Wohnung des Beschuldigten. Zugrunde lag ein Haftbefehl vom 9. August gegen den russischen Staatsbürger. Der Tschetschene ist laut Bundesanwaltschaft dringend verdächtig, gemeinschaftlich mit einem in Frankreich Inhaftierten eine schwere staatsgefährdende Gewalttat in Deutschland vorbereitet zu haben.

Wo ist der Sprengstoff? Das soll nun geklärt werden

Der Beschuldigte soll im Oktober 2016 in seiner Wohnung in Berlin eine erhebliche Menge Sprengstoff gelagert haben. Damit habe der radikal-islamistisch gesinnte Beschuldigte gemeinsam mit dem zwischenzeitlich in Frankreich inhaftierten Mitbeschuldigten einen Sprengsatz herstellen und an einem unbekannten Ort in Deutschland zünden wollen. Die Anschlagsvorbereitungen seien aber durch die Polizei gestört worden. Beide Männer trennten sich.

Der Verbleib des Sprengstoffs soll mit der Festnahme und der Durchsuchung geklärt werden. Der 31-Jährige soll an diesem Donnerstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.

Anmerkung der Redaktion

In der Regel berichtet die SZ nicht über ethnische, religiöse oder nationale Zugehörigkeiten mutmaßlicher Straftäter. Wir weichen nur bei begründetem öffentlichen Interesse von dieser im Pressekodex vereinbarten Linie ab. Das kann bei außergewöhnlichen Straftaten wie Terroranschlägen oder Kapitalverbrechen der Fall sein oder bei Straftaten, die aus einer größeren Gruppe heraus begangen werden (wie Silvester 2015 in Köln). Ein öffentliches Interesse besteht auch bei Fahndungsaufrufen oder wenn die Biografie einer verdächtigen Person für die Straftat von Bedeutung ist. Wir entscheiden das im Einzelfall und sind grundsätzlich zurückhaltend, um keine Vorurteile gegenüber Minderheiten zu schüren.

© SZ.de/dpa/bepe/fued
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