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Terrorgefahr:Explosionsgeräusche: Brüsseler Zentralbahnhof gesperrt

Ein Soldat sichert den Zentralbahnhof in der belgischen Hauptstadt am 20. Juni 2017.

(Foto: AFP)

Polizisten riegelten das Gebäude ab. Ein Unbekannter mit Sprengstoffgürtel soll mit Schüssen gestoppt worden sein.

Im Brüsseler Zentralbahnhof haben explosionsartige Geräusche einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr in Gang gesetzt. Feuerwehrsprecher Pierre Meys sagte dem Sender RTL, er könne nicht sagen, was die mutmaßliche Detonation hervorgerufen habe.

Ein Soldat hat nach Angaben der belgischen Polizei eine Person außer Gefecht gesetzt. Belgischen Medienberichten zufolge trug der Verdächtige eine Sprengstoffweste. "Es gab eine kleinere Explosion an oder bei dem Mann", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Ine van Dymersch, am Dienstagabend der Nachrichtenagentur dpa. Sie wisse nicht, ob der Mann lebe oder tot sei. Sonst sei niemand zu Schaden gekommen.

Nach Angaben eines Augenzeugen sagte der Verdächtigte "Allahhu Akbar" (Gott ist groß). Der etwa 30-Jährige habe das nicht laut gerufen, sondern eher gemurmelt, berichtete der Bahnhofsmanager Jean Michel, der unmittelbar daneben stand, der dpa weiter.

Der Bahnhof sei nach dem "Vorfall" geräumt worden, meldete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Die Situation sei unter Kontrolle, teilte die Polizei am Dienstagabend auf Twitter mit. Zuvor war Panik in der Station und an den Gleisen ausgebrochen.

Die Bahngesellschaft SNCB teilte dort mit, der Bahnverkehr sei auf Anweisung der Polizei unterbrochen worden. Näheres war zunächst nicht bekannt. Ein Regierungssprecher sagte, Premierminister Charles Michel und Innenminister Jan Jambon verfolgten die weitere Entwicklung.

Seit den Anschlägen auf dem Brüsseler Flughafen und einer U-Bahnstation der Hauptstadt vom 22. März 2016 gilt in Belgien eine hohe Alarmstufe.

© SZ.de/dpa/afp/ap/ees

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