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Terroranschlag in Tunesien:Alle Opfer von Sousse sind identifiziert

  • Die 38 Toten des Terroranschlags von Sousse sind identifiziert. Es starben 30 Briten, drei Iren, zwei Deutsche, ein Russe, ein Belgier und ein Portugiese.
  • Der 24-jährige Schütze wurde von Sicherheitskräften erschossen.
  • Alle Opfer wurden mit derselben Waffe getötet.

Alle Opfer mit derselben Waffe erschossen

Nach dem Attentat auf den tunesischen Badeort Sousse sind alle 38 getöteten Touristen identifiziert worden. Unter den Opfern sind 30 Briten, wie das tunesische Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte. Außerdem starben zwei Deutsche, drei Iren, ein Russe, ein Belgier und ein Portugiese. 39 Menschen wurden verletzt, darunter ebenfalls eine Deutsche.

Ein 24 Jahre alter Student hatte am vergangenen Freitag am Strand von Sousse das Feuer auf die Urlauber eröffnet und 38 Touristen getötet, bevor er selbst erschossen wurde. Er soll Verbindungen zu radikalen Gruppen gehabt haben.

Spekulationen über zweiten Schützen

Ein Sprecher des tunesischen Innenministeriums sagte dem Radiosender Shems FM, alle Opfer seien mit derselben Waffe erschossen worden. Der Attentäter habe außerdem eine Handgranate eingesetzt. In den vergangenen Tagen gab es immer wieder Spekulationen über einen zweiten Schützen. Tunesiens Regierung hatte am Montag die Festnahme mehrerer Verdächtiger gemeldet, die den Attentäter unterstützt haben sollen. Einzelheiten nannte sie nicht, auch nicht die Zahl der Festgenommenen.

Tunesien begann am Mittwoch nach Angaben des Innenministeriums damit, Touristenziele stärker zu schützen. Dafür will die Regierung 1000 zusätzliche Sicherheitskräfte einsetzen. Mit dieser Maßnahme will sie verhindern, dass die Zahl der Urlauber in Tunesien einbricht. Der Tourismus gehört zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen im Land. Das Attentat von Sousse war bereits der zweite schwere Anschlag in diesem Jahr. Im März hatten zwei Bewaffnete im Nationalmuseum Bardo in Tunis mehr als 20 Menschen erschossen, die meisten von ihnen Touristen.

© Süddeutsche.de/dpa/mane/cmy

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