Nordrhein-Westfalen:Scharf verurteilt - aber machtlos

Nordrhein-Westfalen: Bundesinnenministerin Nancy Faeser verurteilte den Auftritt des Taliban-Vertreters scharf, verhindern konnte sie ihn nicht.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser verurteilte den Auftritt des Taliban-Vertreters scharf, verhindern konnte sie ihn nicht.

(Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Der Auftritt eines hohen Taliban-Funktionärs in Köln empört auch das Auswärtige Amt. Die Ditib, in deren Räumen die Veranstaltung stattgefunden hatte, distanziert sich. Die Behörden in Nordrhein-Westfalen sehen keine Möglichkeit, die Veranstaltung zu ahnden.

Von Michael Bauchmüller und Christian Wernicke, Düsseldorf

Für Empörung hat der Auftritt eines hochrangigen Vertreters des radikal-islamistischen Taliban-Regimes in Köln gesorgt. Abdul Bari Omar, der Leiter der afghanischen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde, hatte am Donnerstagabend vor Landsleuten in einer Moschee im Kölner Stadtteil Chorweiler geredet und seine Regierung gepriesen. Das Auswärtige Amt in Berlin verurteilte dies in einer Erklärung "auf das Schärfste". Bundesinnenministerin Nancy Faeser sagte, der Taliban-Auftritt sei "vollkommen inakzeptabel und scharf zu verurteilen". Taliban-Funktionäre, so Faeser weiter, "haben absolut nichts zu suchen in Deutschland".

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