Taiwan:Besuch verärgert Peking

Der Besuch einer Delegation des Bundestags in Taiwan löst heftige Verstimmung in den deutsch-chinesischen Beziehungen aus. Kurz nach der Ankunft der sechs Bundestagsabgeordneten am Sonntag in Taipeh protestierte die Regierung in Peking. Ein Außenamtssprecher drängte die Parlamentarier, ihre Interaktionen mit den "separatistischen Unabhängigkeitskräften" in Taiwan "sofort einzustellen". Der Leiter der Delegation, Klaus-Peter Willsch (CDU), wies die Forderungen zurück. "Nicht die friedliche Reise zu einer Demokratie ist das Problem. Sondern die völlige Überreaktion einer nervösen Diktatur, die auf Worte mit Raketen und militärischer Aggression reagiert", sagte Willsch. Am Montag wurde die Delegation durch Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen empfangen. Ende Oktober plant auch der Menschenrechtsausschuss des Bundestags einen Besuch.

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