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Tagebau:Kohleprotest in Garzweiler

Unter dem Motto "Alle Dörfer bleiben! Jetzt erst recht!" haben im rheinischen Erkelenz Proteste gegen den Tagebau Garzweiler stattgefunden. Bis zu 3000 Menschen bildeten zum Auftakt einen schützenden Ring um das Dorf Lützerath, das der Kohlekonzern RWE noch in diesem Jahr abreißen will, wie die Organisatoren mitteilten. Zugleich kritisieren sie den ihrer Ansicht nach zu zögerlichen Ausstieg aus der Kohleverstromung. "Während uns die Nachrichten von Arktisschmelze und sterbenden Wäldern erschüttern, fällt der Bundesregierung nichts anderes ein, als den klimafeindlichen Kohleabbau für 18 weitere Jahre festzuschreiben", sagte eine Sprecherin. Zu einem Polizeieinsatz kam es bereits am frühen Sonntagmorgen, nachdem Aktivisten von "Extinction Rebellion" auf dem Gelände des Tagebaus Garzweiler II im Kreis Heinsberg vorübergehend einen Schaufelradbagger besetzt hatten. Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer, die sich vor Ort an einer Kundgebung beteiligte, verteidigte die Aktion.

© SZ vom 31.08.2020 / epd, dpa

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