bedeckt München 19°

SZ Espresso:Der Tag kompakt: Nachrichten vom 03.07.2018

Bundestag - Fraktionssitzungen

SPD-Chefin Nahles nach einer Fraktionssitzung am Dienstag in Berlin.

(Foto: dpa)

Was heute wichtig war - und was Sie auf SZ.de am meisten interessiert hat.

Von Lea Kramer

Der Tag kompakt

SPD skeptisch bei Asylkompromiss. Nach der Einigung der Union suchen die Sozialdemokraten nach dem richtigen Umgang mit dem Koalitionspartner. Am Abend ist eine Sitzung des Koalitionsausschusses geplant, dort sollen CDU und CSU offene Fragen beantworten. Am Mittwochmorgen soll es eine Sondersitzung der SPD-Bundestagsfraktion geben. Alle aktuellen Entwicklungen im Liveticker. Stefan Braun und Mike Szymanski erklären, warum die SPD nun mal wieder den Schwarzen Peter hat. Der Asylkompromiss verspricht viel, aber er wird wenig bringen, kommentiert Stefan Ulrich.

Einigung der Union sorgt in Österreich für Unruhe. Wenn die deutschen Beamten künftig Flüchtlinge an der Grenze bei Passau, Salzburg und Bregenz zurückweisen, bleiben diese Menschen folglich in Österreich. Kanzler Kurz (ÖVP), Vizekanzler Strache und Innenminister Kickl (beide FPÖ) erklären, man bereite den "Schutz unserer Südgrenzen" vor. Die Einzelheiten von Oliver Das Gupta

Zschäpe ergreift im NSU-Prozess das letzte Wort. Die mutmaßliche Rechtsterroristin hat am 437. Prozesstag das Schlusswort gesprochen. Fünf Minuten lang ist ihre Stimme zu hören - so lange wie nie zuvor. Zwischendurch wirkt es, als wolle sie die Hinterbliebenen belehren, schreibt Wiebke Ramm. "Ich wollte und will die Verantwortung für Dinge übernehmen, die ich selbst verschuldet habe", sagt Zschäpe. Ihre Ausführungen im Wortlaut

"Sag ihnen, wir sind hungrig." Seit knapp einer Woche harren zwölf Jungen und ihr Fußballtrainer in einer überfluteten Höhle in Thailand aus. Nun gibt es zwar eine Telefonleitung, doch wann sie gerettet werden können, ist ungewiss. Zu den Bildern. Welche Auswirkungen es auf den Körper hat, lange Zeit im Dunkeln zu verbringen, schreibt Felix Hütten.

Löw bleibt Bundestrainer. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bestätigt, dass der Bundestrainer auch nach dem frühen WM-Aus der Nationalmannschaft im Amt bleibt. "Der Bundestrainer und Oliver Bierhoff sollen sich jetzt die notwendige Zeit nehmen, um das Turnier sportlich aufzuarbeiten", sagt DFB-Präsident Grindel. Der Fußballbund ist zu vernarrt in Löw, kommentiert Thomas Hummel.

3 aus 24 - Meistempfohlen heute

Seehofer und Merkel: Versöhnung ausgeschlossen. Der CSU-Chef ist schon lange angezählt. Die Parteifreunde Dobrindt und Söder benutzen ihn - selbst nach seiner Rücktrittsankündigung. Seehofers letztes politisches Ziel: Wenn ich untergehe, dann mit Merkel. Kommentar von Nico Fried

"Was ist Ihr Interesse? Wen retten Sie?" Der Kapitän des Rettungsschiffs "Lifeline" ist in Malta gegen Kaution frei gekommen. In Deutschland erhebt ein Crew-Mitglied schwere Vorwürfe gegen die Bundesregierung. Zum Text

Der Mindestlohn hilft dem ganzen Land. Seit drei Jahren ist die Lohnuntergrenze Gesetz, nun zeigt sich: Sie hilft nicht nur Arbeitnehmern, sondern stützt auch das deutsche Wirtschaftswachstum. Von Alexander Hagelüken

Fußball-WM

Eine der besten Szenen dieser WM. Das kleine Belgien träumt nach dem Kraftakt gegen Japan vom WM-Titel. Beim Siegtreffer in der 94. Minute ist Romelu Lukaku der wichtigste Spieler - ohne den Ball zu berühren. Von Sven Haist

Edel-Taktiker mit Sternchen. Aus dem Fußballer Joachim Löw wurde kein großer Spieler, aber ein erfolgreicher Trainer. Bei der WM 2018 erlebte er seinen Tiefpunkt - weitermachen will er trotzdem. Seine Karriere in Bildern.

Er darf das. Joachim Löw hat rund um das frühe WM-Aus viele Fehler begangen. Trotzdem ist es verständlich, dass er sich selbst eine zweite Chance als Bundestrainer gibt. Kommentar von Martin Schneider

SZ-Leser diskutieren​

Ihre Meinung zur Einigung im Asylstreit: Merkel habe einen Riesenfehler begangen, findet earthbird: "Sie hat einem Auffangverfahren zugestimmt, das reine Augenwischerei bezüglich der rechtlichen und praktischen Umsetzbarkeit ist, aber symbolisch gesehen einen Grundpfeiler ihrer Politik einreißt." Lindauer glaubt, dass die Entscheidung keine großen Auswirkungen haben wird: "Seehofer geht es vor allem darum, dass Merkel ihre Willkommenspolitik von 2015 als Fehler eingesteht." Chris hingegen sieht Seehofers Masterplan weniger kritisch: "Hier wird über viele Dinge ein Bohei gemacht, die andere EU-Länder ganz nebenbei eingeführt haben." Diskutieren Sie mit uns.

© SZ.de/lkr

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite